Umstieg zur Krankenpflegehelferin möglich?

Sabine89

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Hallo allerseits,

ich bin in der Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin und damit momentan sehr unglücklich. Ein Abbruch einfach so steht für mich aber außer Frage, da ich davor schoneinmal ein falsches Studium (wenn auch nur für wenige Monate) ausgewählt habe und diesmal etwas fertig machen möchte, zumal ich jetzt auch schon fast 1/3 geschafft habe.
Nun wäre meine Überlegung nur, ob es eventuell möglich wäre, nach dem ersten Jahr (das ich jetzt bald fertig habe) schon etwas "in der Hand" zu haben, sprich, ob ich durch dieses Jahr auch die Krankenpflegehelferin anerkannt bekommen würde?!
Oder ist das das unmöglich?
Es ist nicht so, dass das nun meine erste Wahl wäre, es würde mich nur einfach mal interessieren...

lg
 
Hallo Sabine,

die Helferausbildung schließt, genau wie die dreijährige Ausbildung, mit einer Prüfung ab. Die Helferausbildung ist landesrechtlich geregelt und inhaltlich nicht deckungsgleich mit dem ersten Ausbildungsjahr für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Meistens ist die Einjährige breiter und oberflächlicher Angelegt als die Dreijährige. Eine Anerkennung als Helferin ohne die Prüfung ist, soweit ich weiß, in keinem Bundesland möglich.

Ob Du nach einem Jahr (oder 18 Monaten) die Prüfung für die Helferausbildung ablegen könntest, kann Dir Deine Schule am Besten sagen. Werden an Deiner Schule auch Krankenpflegehelfer ausgebildet?
 
Hey Sr. S, vielen Dank für die schnelle Antwort :-)

Also ob das bei uns ausgebildet wird weiß ich nicht zu 100%, ich glaube aber eher nein.
Ich könnte nun nachfragen, habe auch eine sehr nette, kompetente Bezugslehrerin, aber ich trau mich halt irgendwie nicht so ganz :-( . Dann wär das ja "offiziell". Zumal ich auch noch nicht sicher bin, wie ich weitermachen soll....
 
Dann könntest Du telefonisch beim zuständigen Regierungspräsidium anfragen, ob die KPH-Prüfung in Deiner Situation überhaupt möglich wäre. Das ist nämlich in jedem Bundesland anders.

Klar ist, ohne Prüfung geht gar nichts. Wenn Du jetzt abbrichst, ist das Jahr komplett verschenkt.
 
Dann sieh doch erst einmal zu, dass Du Deine Ausbildung möglichst zum Abschluss bringst. Ein Tief hat im Laufe der Ausbildung fast jeder. Gibt es einen bestimmten Anlass dafür, dass Du über das Abbrechen nachdenkst?

Ich hatte im 2 Jahr mein Tief, wollte am Liebsten hinschmeißen und etwas ganz anderes machen. Dann habe ich mich selbst in den A**** getreten und es durchgezogen und war nach einer Weile wieder sehr motiviert und zufrieden mit meiner Berufswahl.

Wenn Du sicher bist, dass Du die Ausbildung nicht zu Ende bringen willst (was ich nicht hoffe, denn Du lernst einen tollen Beruf!!!!!!!!!!!!), dann sprich mit Deiner Lehrerin darüber und frag sie nach Optionen.

Du hast nach Abschluss der Ausbildung so viele verschiedene Möglichkeiten zu arbeiten, da ist bestimmt etwas dabei, was Dir gefällt. Zumal die Situation auf dem Arbeitsmarkt so gut ist, wie schon lange nicht mehr.
 
Das ist momentan auch das, was mich hält. Es kommen noch viele Stationen in den nächsten zwei Jahren, auf die ich mich eigentlich freue (Sozialstation, Psychatrie, Anästhesie). Doch seit ca. 1,5 Monaten ist fast jeder Tag für mich negativ besetzt (hängt aber auch immer damit zusammen, mit wem ich arbeite). Mir wird schon viel zugetraut, ich übernehme teilweise auch schon Patientengruppen (1 - 3 Patienten) und es gibt echt Tage, da macht es mir Spaß.
Aber leider überwiegen die Tage, an denen ich mich immer nur frage, warum ich diesen Beruf ausgewählt habe. Launische, hektische Kollegin, Bezug mit dem ich nicht klar komme, Patienten die nur an sich denken und einen rumkommandieren und der Schichtdienst ist für mich echt anstrengend.
Naja, man hört: ich bin in einem Tief, klingt irgendwie alles negativ *g*, aber wie gesagt, ich bin mir selbst nicht schlüssig, wie es weitergeht. Tendiere auch eher dazu, es durchzuziehen und dann weiterzuschauen. Wegwerfen werde ich das Jahr nicht!
Wollte mich nur über die Optionen informieren :-)
 
Hallo,

dann überleg aber auch, was sich an den von Dir genannten Punkten durch eine Tätigkeit als KPH ändern würde. Patienten, Kollegen und Schichtdienst gehören zu den Rahmenebedingungen, welchen Du nicht ausweichen kannst....

Die Bedingungen werden dieseelben bleiben, allerdings hast Du die Wahl, ob Du Dich diesen als Helferin oder als GuKP entgegen stellen möchtest.
Bedenke. je geringer dei Qualifikation, desto weniger Chancen hast Du, mit zu gestalten zu Entscheidungen zu beeinflussen.

Als GuKP hättest Du die Chance, danach nochmal ein Studium darufzsatteln und so die Tätigkeiten und die Dich betreffenden Rahmenbedingungen zu verändern (geregelte Arbeitszeiten, Büro ...).
Als KPH gibt es diesen Weg nicht!
 

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