Anästhesietechnische Assistentin?

RettAss

Newbie
Registriert
10.11.2007
Beiträge
15
Hallo ihr Lieben,

ich würde an euch gern eine Frage weiterleiten und hoffe ihr könnt helfen:

Meine Cousine macht nächstes Jahr Abi und hat sich in Chemnitz für eine Ausbildung zu Anästhesietechnischen Assistentin beworben.
Nun meine Frage: Welchen Stellenwert hat diese Ausbildung?
Es gilt als betriebliche Ausbildung und geht 3 Jahre. Stimmt es das es ähnlich der Anästhesiekrankenschwester nur ohne den pflegerischen Aspekt ist?
Hat jemand Erfahrung damit, denn es wird nur aller 3 Jahre ausgebildet. (Chemnitz, Frankfurt, Halle).

Oder ist es besser eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen?

Vielen Dank im voraus. LG RettAss
 
Hallo RettAss,

zu diesem Thema gibt es einige Artikel über die "Zustände" in den Helios-Kliniken (und dort ist es glaube ich sogar weitergebildetes Fachpersonal, das die Narkosen führt), auch hier im Forum kannst du was dazu finden.

Meine persönliche Meinung ist: auf jeden Fall vorher die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin machen!
Ich habe selber frisch nach dem Examen in der Anästhesie angefangen und das ist schon MIT dieser Ausbildung recht schwer, geschweige denn erst ohne.
Es kommt in der Anästhesie ja nicht darauf an, irgendwelche Medikamente aufzuziehen und die Geräte checken zu können usw. Man sollte schon Vorkenntnisse haben, ich sag da nur: Anatomie z.B. der Nervenverläufe (Lagerungsschäden! - auch die Anästhesie lagert ihren Arbeitsbereich wie Arme, Kopf,...), Umgang mit infektiösen Patienten, Patientenbeobachtung im Allgemeinen, Erkennen von Notfallsituationen und richtiges Handeln, Grundlagen der Beatmung, je nach Haus auch noch Katheterisieren, ... Wenn sie da am 1. Arbeitstag zufällig in eine Rea-Situation kommt und sie kann vielleicht noch nicht mal Maskenbeatmung ...
Ich würde es mir nicht zutrauen, das alles erst gleichzeitig mit all dem anderen neuen aus der Anästhesie lernen zu wollen!
Vom schlechten Ruf der Anästhesietechnischen Assistenten seit den Vorfällen bei Helios ja mal ganz zu schweigen. Bei uns im Haus ist es auch so geregelt, dass Kollegen mit Krankenpflegeausbildung aber OHNE Fachweiterbildung keinen Narkosearzt ablösen dürfen, egal wie viel Berufserfahrung sie in der Anästhesie schon haben. Patienten können ewig stabil sein und just in der Zeit in der der Doktor auf dem Klo ist gibts Komplikationen.

Letztendlich liegt die Entscheidung natürlich bei deiner Cousine, aber ich denke sie hat mit Plegeausbildung und Fachweiterbildung bessere Chancen und kann natürlich auch in anderen Bereichen außer in der Anästhesie arbeiten, falls ihr das mal keinen Spaß mehr machen sollte oder sie sich beruflich verändern will.

Ich bin gespannt auf andere Meinungen zu diesem Thema!
Liebe Grüße

Die Anästhesieschwester
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztendlich muss jeder selber wissen, was er/sie machen will.

MIR persönlich wäre die Ausbildung zu einseitig. Mit der Ausbildung "Gesundheits- und Krankenpfleger/in" kann man auch in diesen Bereich arbeiten. Entscheidend ist in diesem Satz das "auch". Man kann dann nämlich auch in allen anderen Bereichen der Pflege arbeiten. Als "ATA" oder auch "OTA" ist man sehr an einen Arbeitsbereich gebunden.

Wenn man sich hier sicher ist, was man machen möchte, dann kann man ja den "kurzen" Weg beschreiten.

Ich kenne jetzt nicht die Ausbildungsschwerpunkte der ATA-Ausbildung. Von daher finde ich es schwierig hier zu sagen, dass die anatomischen Kenntnisse danach nicht so vorhanden sind. Das glaube ich nämlich nicht, da es ja absolute Grundkenntnisse für diesen Bereich sind.
Vermutlich wird in der ATA und OTA Ausbildung sogar mehr auf die Anatomie eingegangen als in der GuKP-Ausbildung.

Jedoch ist man vom Einsatzbereich danach doch sehr eingeschränkt.

Von daher gut überlegen. Und es sollte nicht an der Zeit scheitern. Gerade in der heutigen Zeit ist es ganz förderlich, wenn man flexibel einsetzbar ist.

Aber jedem das Seine :wink1:
 
Hallo alle zusammen,

vielen lieben Dank für eure Meinungen.

Das hier der Einsatzbereich eingeschränkt ist stimmt.
Wenn ich euch also richtig verstanden habe, hat diese 3 jährige- Ausbildung aber dennoch genau wie die zur / zum Gesundheits- und Krankenpfleger /in ein gewisses Niveau und ist keine "Zeitverschwendung" bei der man später keinen Job findet.

Kennt ihr jemanden in diesem Forum der diese Ausbildung gemacht hat?

Was haltet ihr von der Meinung, dass ATA´s nur unzuverlässliches Ersatzpersonal sind.

Liebe Grüsse und eine schöne Adventszeit.
RettAss
 
Als "ATA" oder auch "OTA" ist man sehr an einen Arbeitsbereich gebunden.

Deine Aussage ist so nicht ganz richtig! Es gibt schließlich viele, viele Fachbeiche wie z. B. HNO, Neurochirurgie, Urologie, Gynäkologie usw. die alle andere Standards haben. Der eine OP-Saale unterscheidet sich von dem anderen. Eingriffe die Lebensgefährlich sein können oder einfach nur ein ganz harmloser Eingriff.
Klar kann man als Gesundheits- und Krankenpfleger in mehreren Abteilungen wie z. B. auf Station oder aber auch im OP arbeiten. Ich persönlich habe mich für den Beruf OTA entschieden, weil ich nicht in die Krankenpflege gehen möchte und mir der Alltag auf Station einfach zu langweilig war. Dagegen ist im OP immer was los, Aufregung, Hektik, Spannung, Zweifel, Enttäuschung und vieles mehr! Deshalb will ich OTA werden :daumen:
 
Hallo ihr da draußen,

jetzt muss ich aber doch noch einmal nach hacken;

Welchen "Marktwert" hat diese Ausbildung, mal abgesehen davon, dass man sich auf ein Fachgebiet dauerhaft festlegt?
Und welche Aufgaben genau gehören zu dem Aufgabenbereich eines ATA (Grob Anästhesie, ist klar)?

Wir hören dazu total unterschiedliche Meiungen, zum einen, dass es eine gute und anspruchsvolle Ausbildung ist zum anderen aber, dass mann nur so eine Art "Handlager" der Anästhesieschwester und die Ausbildung nur über 3 Jahre gezogen wird um ein Staatsexamen machen zu können.

Wäre super wenn ihr noch einige Meinungen bzw. Gedanken beisteuern könntet.

Viele liebe Grüsse und eine schöne Adventszeit.
RettAss
 
Hallo Narde2003,

Danke für deinen Tipp, allerdings hilft der Thread uns nicht wirklich weiter.
Das Problem ist, dass meine Cousine nächstes Jahr ihr Abi macht und jetzt überlegt wie sie weiter macht........GuK? ATA? OTA?.

Wir haben über die letzten beiden Möglichkeiten sehr viel Unterschiedliches gehört, deshalb unsere Frage nach dem "Marktwert" der Ausbildung zur ATA / OTA.
Sie hat jetzt von einem Klinikum eine Postkarte mit der Eingangsbestätigung für ihre Bewerbung zur ATA erhalten und dem Satz das sie die Entscheidung der Auswahlkommission von Januar bis April erwarten kann.

Wisst ihr welches Klinikum im Bezug der Ausbildung zur ATA/ OTA den besten Ruf hat?

Liebe Grüsse un frohe Weihnachten RettAss
 

Ähnliche Themen