Was kann ich machen? Beruf trotz Handicap? Oder besser Umschulen?

Cleo32

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Beruf
Krankenschwester/ Dialyse
Akt. Einsatzbereich
derzeit krank
Hallo,

ich bin 34 Jahre, Mutter von 3 Kindern ( 2;5;7 Jahre alt) verheiratet und wollte gerne, da es mit dem Einkommen meines Mannes nicht so hinkommt, wieder (zumindest Teilzeit) arbeiten gehen.

Hatte auch schon eine Stelle gefunden, Wachkomastation in einem Altenheim super Arbeitszeiten für mich von 9 Uhr bis 13 Uhr oder Nachtschicht. Das wäre ja alles richtig spitze gewesen, wäre da nicht mein Handicap, was mich dann seit Anfang September mit einer AU aus dem Verkehr gezogen hat.

Erst hat mein Asthma (weiß das erst seit dem 2 Jahr nach meinem Examen, habe aber trotzdem bis zur 1. Geburt Vollzeit gearbeitet und auch danach immer wieder mit Teilzeitarbeit dazuverdient) wegen der Desinfektionsmitteldämpfe und dem Rauch der lieben Kollegen angefangen wieder aktiv zu werden. Mitlerweile ist auch noch eine Hausstaubmilbenallergie dazu gekommen, die mein Problem triggert.
Dann habe ich auf der Station leider durch eine ungeschickte Bewegung mir meine LWS verdreht, was eine Protrusion der Bandscheibe zur Folge hatte, wegen dieser Geschichte bin ich nun seit dem 1. September Krank geschrieben (zum 30.11. habe ich die Kündigung erhalten), da ich sobald eine Belastung auf die Wirbelsäule kommt sofort wieder Schmerzen im Rücken die bis in das rechte Bein ausstrahlen habe.
Ich habe Arthrose der Wirbelsäule, eine Listhese, und eine Foramenstenose in den betroffenen Segmenten.
Mein Orthopäde meinte scherzhaft das Rö-Bild sei von einer 60 Jährigen Frau dann würde es passen...!:gruebel:
In meinem rechten Knie habe ich auch Arthrose, 1 OP hatte ich da schon und eine weiter folgt noch wenn es dem Rücken wieder besser geht, weil ich dann wieder 6 Wochen auf Unterarmgehstützen laufen muß.
Na ja ich bin noch keine 60 also muß ich damit irgendwie klar kommen!

Mein HA sagte bei einem meiner letzten Besuche, dass es besser wäre eine Umschulung zu machen, er hatte auch jede Menge Vorschläge für mich!

Jetzt dachte ich weil dieses Forum so groß ist, das es bestimmt auch viele Leute gibt die ähnliche probleme habenund mir deswegen raten könnten was ich machen kann, oder anders gesagt was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Um mal ein paar Vorschläge aufzuzählen die mein HA mir empfohlen hat,
Study Nurse, Lehrerin für Pflege, Blutspendedienste, Lehrerin in einer Schule und viele mehr.

Aber alle diese Umschulungen erfordern zumindest das man von 8 Uhr morgens bis um 16 Uhr nachmittags Zeit hat für die Schule, was für mich nicht möglich ist, da ich ein Kind habe was ich nicht in einer Ganztagsbetreuung unterbringen kann, da es für dieses Kind nicht förderlich wäre. (wichtige Gründe die ich nicht aufzählen möchte) Meine beiden anderen Kinder hätten mit einer Ganztagsunterbringung keine Probleme.

Bitte helft mir mit Euren Antworten!

Cleo32
 
Hallo Cleo,

hmm es ist sicherlich schwierig Dir hier einen Tip zu geben - nach einmaligen durchlesen bin ich jedoch zu dem Gedanken gekommen, das Du dich evtl. nur der Kindererziehung von deinen 3 Kleinen widmen solltest... Du bist wie Du selbst ja schreibst sehr Krankheitsvorbelastet... spare deine Energie für die Kids und bleibe eine gute Mutter.

Evtl. kannste Dich ja ehrenamtlich angagieren (da gibts ein paar Euro) wobei ich gewisse ehrenamtliche Tätigkeiten nicht für gut halte da sie Jobkiller sind.

Deine Idee als Lehrerin.. nunja vom ewigen sitzen wird dein Rücken nicht besser.

Beste Grüße
Peter
 
Hallo,

wenn ich nicht das Problem hätte das unser Familieneinkommen so gering ist und unsere Familie deswegen nicht damit auskommt. Da wenn ich mal ehrlich bin, von 1600 Euro netto und das nur wenn mein Mann an 6 Tagen die Woche Akkord gearbeitet hat, kann ich keine 5 Köpfige Familie gut ernähren geschweige denn sich mal einen Urlaub leisten.

Deswegen habe ich auch die meiste Zeit mit Geld verdient. Nun hat sich halt auch durch meinen Beruf zumindest ein Teil meiner Erkrankung verschlimmert, Rückenprobleme hat wohl fast jeder der in der Pflege tätig ist, mein Asthma ist besonders ansprechend auf die Desinfektionsmitteldämpfe auf der Arbeit, ich denke mal das es auch davon ausgelöst wurde. (Weiß das aber nicht sicher, denn wenn es so wäre, würde das ja als Berufskrankheit anerkannt)

Ich bin also ziemlich verzweifelt, einerseits würde ich liebend gerne meine Energie nur für meine Kinder und Familie nutzen, andererseits fehlt es mir so an allen Ecken mit dem Geld.

So in diesem Dilemma weiß ich halt nicht wirklich weiter, ich denke wenn Deine Eltern beide Lehrer sind wirst Du wohl einen guten Eindruck haben was die so zumindest bei Euch zuhause so den ganzen Tag machen.
Ob sie in Ihren Klassen auch den ganzen Tag still auf dem Stuhl sitzen, das bezweifele ich.
Aber zur allgemeinen Gemüterberuhigung ich denke nicht, dass ich noch ein Studium der Pädagogik mir antun werde, das dauert ja auch etwas länger.
Wenn ich dann fertig wäre, ich weiß nicht, aber ob ich dann in meinem Alter noch eine Anstellung bekommen würde?
Ich danke Dir aber in jedem Falle für Deine Informationen und Deine Meinung zu diesem Thema.

Lass dich nicht so leicht aus der Ruhe bringen, manchmal muß man Texte einfach überlesen. Du hast Deine Meinung mitgeteilt auch wenn andere dadrin ein Vorurteil sehen, ich denke da fühlte sich nur jemand angemacht, der gedacht hat Du denkst über "Pflegelehrer" so.
Denn die meisten Menschen haben Vorurteile gegen "Beamte" und soweit ich mich erinnern kann sind dass noch die meisten "Lehrer".
Ein paar Freunde von mir sind Beamte ich kann nur sagen, selbst die sagen wenn es um Leute vom Amt geht,..... Amt halt. Bürokratie pur!

Vielen Dank, ich bin weiter an Meinungen zu diesem Thema interessiert!

Cleo32
 
Hallo,

ich weiß von einer Kraankenschwester,die macht eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen.Das läuft alles über die Rentenvers.
Vielleicht solltest Du auch darüber nachdenken,eine GdB zu beantragen.


Ich schlage mich mit ähnlichen Problemen rum.


LG
majosu
 
Hallo,

vielen Dank einen GdB habe ich noch nicht, auch denkt mein HA das es soo schlimm noch nicht ist, nur das ich ebend in meinem Beruf nicht mehr so weiter arbeiten kann! Mal sehen was sich in meiner Kur so ergibt! Ich hoffe sehr das die mir da weiter helfen können.

Vielen Dank für Deine Infos!

Cleo32
 
Scheinst ja auch mal Dialyse gemacht zu haben. Wieso machst du das nicht weiter ? Da kann ja von körperlich schwerer Arbeit kaum die Rede sein....
 
Hallo,

ja ich habe auch schon mal auf einer Dialysestation gearbeitet, das wäre auch eine Möglichlkeit, leider sind die Jobangebote dahingehend relativ beschränkt, im Sinne von wer weiß wie weit weg von meinem Wohnort.

Außerdem kann ich wegen der Desinfektionsmittelbelastung das ganz normale arbeiten als Krankenschwester wohl eher vergessen, da es mein Asthma verschlimmern würde.

Ein ziemliches Desaster für mich, da ich gerne in meinem Beruf (Berufung) gearbeitet habe.

Cleo32
 
Hallo Cleo,
besuche doch mal die Berufsberatung des Arbeitsamtes. Evtl hilft es Dir nach einem Infogespräch auszuloten, welche Weiterqualifikation für Dich in Frage kommt.
Zudem sollte Dein Hausarzt bei der Rentenversicherung den Antrag auf Schwerbehinderung / Berufsunfähigkeit (?)einreichen.
Wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist hast Du die Chance eine Umschulung, Weiterqualifizierung zu beantragen.
Da ist dann auch die finanzielle Situation für Euch besser. Der Doc sollte dich auf jeden Fall weiter krank schreiben, damit du bessere Chancen auf diese Leistungen hast.
Mit der früheren BfA kannst Du dann über eine Wiedereingliederung in das Berufsleben sprechen. Dann ist auch festgeschrieben, welche Tätigkeiten Du noch ausführen kannst.
Sollte am Ende ein Pädagogikstudium herauskommen, würdest Du wenigstens für die Studienzeit eine Förderung erhalten, damit du finanziell besser über die Runden kommst.
 
Hallo,

wollte mal berichten da ich nun 4 Wochen Reha hinter mich gebracht habe wie es mir geht und was ich nun alles tun bzw lassen sollte!

Als 1. ich habe einen GdB Antrag bekommen und werde diesen auch einreichen.
Als 2. muß ich bei meinem Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen, dort werde ich dann auch beraten was ich noch machen darf und was nicht....! Wohin ich mich dann Umschulen lassen werde mal sehen.

In der Reha hat die KG es geschafft das mir der Rücken zumindest zur Zeit nicht mehr weh tut, dafür habe ich jetzt aber das Problem das die Kniespiegelung nicht mehr lange aufgeschoben werden kann, da ich deswegen nicht auf Morphine zurückgreifen möchte.

Die KG hat mich auf ein Wackelbrett gestellt, wo dann ein Motor eine Vibration ausgelöst hat, als ich das dem Orthopäden sagte meinte dieser kein Wunder das das Knie weh tut....!

Laut der Stationsärztin in der Reha darf ich nur noch < 6 Stunden am Tag arbeiten! Mal sehen was da dann noch alles auf mich zukommt.

Jetzt habe ich aber noch ein anderes Problem und da nun meine Bitte an alle Orthopädieschwestern/pfleger welche Erfahrungen habt ihr auf Euren Stationen mit Kniespiegelungen bei Meniskusschäden und Pridiebohrungen in den Oberschenkelknochen?
Wie sind die Aussichten das es klappt und man dann ohne Schmerzen wieder laufen kann?
Hatte schon mal Pridiebohrungen und bin da sehr skeptisch, zumal in der ersten Op der Innenmeniskus als intakt bezeichnet wurde und nach 6 Monaten beim MRT raus kam der ist auch kaput und die zuvor gemachten Bohrungen waren ohne Erfolg.

Wenn Ihr selber vor so einer OP stündet wo würdet Ihr hingehen?
Ambulant OP oder Stationär?
Bei meiner ersten Arthroskopie hatte ich es ambulant machen lassen, durfte aber über Nacht bleiben weil es mir spät Abends sehr schlecht ging, hatte noch Nachwirkungen der Narkose!

Vielen Dank
Cleo32
 

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