Wäre ich doch in der Industrie geblieben!

Ich kann ihn teilweise auch verstehen. Mir ging es in meiner Ausbildung ähnlich. Ich glaube aber dass es generell auch an dem Arbeitsaufwand lag, alle waren genervt und ständig unter Strom, da war es klar dass die Schüler, bzw. Praktikanten verheizt wurden. Ich habe mir geschworen dass ich nicht so werden/enden möchte. Ich möchte mich nicht dadurch profilieren dass ich nicht ausgebildetes Personal für jede unangenehme Arbeit missbrauche. Examinierte sollten Vorbilder sein und dem Schüler bzw Praktikanten das positive an unserem Job vermitteln, denn so können wir auch dem Fachkräftemangel ein bisschen zumindest entgegenwirken.
Und nochmal, Patienten sind unsere Arbeit und machen uns keine...sehr schöner Satz und ich glaube das es für einige schon in vergessenheit geraten ist.
 
yoyo.... ich möchte dich darum bitten, nicht alle Schwestern über einen Kamm zu scheren. Es gibt durchaus welche, die um ihre Schüler/Praktikanten bemüht sind.

Sicher! Auf die teils krassen Missstände hinzuweisen werde ich mir trotzdem nicht nehmen lassen. Nirgendwo schreibe ich, dass das überall so sei.

Ich glaube aber dass es generell auch an dem Arbeitsaufwand lag, alle waren genervt und ständig unter Strom, da war es klar dass die Schüler, bzw. Praktikanten verheizt wurden.

Ist sicher ein Faktor. Meine Schwester war aber zum Beispiel als Praktikantin auf einer Neuro-Station, auf der die Pflegekräfte überhaupt nichts zu tun hatten. Sehr viele fitte Patienten, ein bisschen Medis austeilen und das war's. Resultierte in ständigen, stundenlangen Frühstückssessions und Verstecken im Schwesterzimmer vor dem Ärzten die den Schlendrian hätten bemerken können.
Trotzdem war's da keinen Deut freundlicher, und selbstverständlich hatte meine Schwester als einzige den ganzen Tag keine Pause, weil sie die wenige verbliebene Arbeit machen musste. (Was ihr lieber war als stundenlanges Rumsitzen, aber trotzdem nicht nett.)
 
Sicher! Auf die teils krassen Missstände hinzuweisen werde ich mir trotzdem nicht nehmen lassen. Nirgendwo schreibe ich, dass das überall so sei.



Ist sicher ein Faktor. Meine Schwester war aber zum Beispiel als Praktikantin auf einer Neuro-Station, auf der die Pflegekräfte überhaupt nichts zu tun hatten. Sehr viele fitte Patienten, ein bisschen Medis austeilen und das war's. Resultierte in ständigen, stundenlangen Frühstückssessions und Verstecken im Schwesterzimmer vor dem Ärzten die den Schlendrian hätten bemerken können.
Trotzdem war's da keinen Deut freundlicher, und selbstverständlich hatte meine Schwester als einzige den ganzen Tag keine Pause, weil sie die wenige verbliebene Arbeit machen musste. (Was ihr lieber war als stundenlanges Rumsitzen, aber trotzdem nicht nett.)

Welche Qualifikation in der Pflege hast du?

Ich kann es mir nicht vorstellen, dass die pflegerische Arbeit nur aus Medikamentenrichten bestehet. Wenn dann möchte ich nicht auf der Station arbeiten. Das ist Empfinden von Praktikanten.

Wir haben auch einen Dokumentationsaufwand, der sich direkt auf Erlöse auswirkt. Den können die Praktikanten und Schüler im Unterkurs nicht erledigen. Und möge es dann so aussehen, als würde ich mich im Dienstzimmer verstecken. Ich empfinde Dokumentation als einen wichtigen Anteil meiner Arbeit. Und ich hole gerne Schüler dazu.

Es ist aber schlecht sich über Rahmenbedingungen bei den Praxisanleitern zu beschweren. Denn das sind meistens strukturelle Probleme.

Man muss schauen wie man das Beste daraus macht.

Und der Ton macht immer die Musik
 
Welche Qualifikation in der Pflege hast du?
Nun lass ihn doch. I-wo muss so mancher Akademiker ja seinen Frust auf die böse Pflege, die ihm nicht die gebührende Hochachtung entgegenbringt, ablassen. Sehen wir es mit Milde und bedauern ihn bei der nächsten Tasse Kaffee.

Elisabeth
 
Hallo,

@threadersteller ^^
als erstes möchte ich doch einmal sagen, verallgemeiner doch nicht gleich so. So wie du es schreibst, sind sämtliche weibliche Krankenpfleger völlig unfähig und unfreundlich.
Das so auszudrücken ist nicht ok, und angreifend.
Ich hoffe dass du diese Grundhaltung nicht zu Beginn eines Einsatzes hast und sie symbolisierst. Sonst wäre die Frage schon geklärt, warum das nicht gut ankommt.

Aber gut, wollen wir mal davon ausgehen, dass du nicht jeden meinst, sondern nur spezielle Personen die zufällig in diese Gruppe fallen.

Wie viele schon gesagt haben, der Umgang mit dem dementen Patienten so ist nicht ok.
Deine Reaktion finde ich ehrlich gesagt aber auch nicht allzu konstruktiv.
Vielleicht wäre es sinnvoller, über so eine Situation später in Ruhe zu sprechen. Dann nimmt dein Gegenüber es vielleicht auch an. Denn ich bin mir relativ sicher, das so höchstens geblockt wurde oder wird.

Ich finde es schön, dass du die Patienten als Mensch betrachtest und dementsprechend versorgst.
Das solltest du auch versuchen dir beizubehalten. und das kannst du ja auch so begründen. Wenn du länger brauchst, sag was du bei dem Patienten gemacht hast z.B. Dann wissen deine Kollegen das du dort arbeitest und nicht irgendwo in ner Ecke hockst und mit deinem Handy spielst (z.B.)
(denn leider ist das auch häufig der Fall, dass Schüler verschwinden und nach ner Ewigkeit wieder auftauchen und eigentlich gar nichts getan haben.
Sollte genauso wenig verallgemeinert werden, aber wenn die Anleiter sehen das du was sinnvolles tust sollte es ok sein)


Wenn dass so abläuft wie du beschreibst auf der Station, wirst du nicht viel ändern können. Wenn das ganze Team mitmacht und alle nur rumsitzen und kaum einer sinvoll arbeitet. Da wirst du als Schüler nichts ändern.Kannst es nur in der Schule ansprechen.
Das es mitSchule und Station mal ein Gespräch gibt. Oder dort vielleicht gar keine Schüler mehr eingesetzt werden.

Aber wenn es immer so ist?
In was für einem Krankenhaus lernst du?
Das alle nur rumsitzen und es kaum Patienten zu versorgen gibt?
7 Patienten auf einer Station??

Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen.
Ich würde mir wünschen viel mehr Zeit zu haben. Und mal eben einen Patienten der eingestuhlt hat noch mal 25 Minuten lang zu waschen ganz in Ruhe. Ein Traum. Auf der Station wo ich arbeite, geht das leider nicht. (weil eventuell noch 3 weitere Patienten gleichzeitig eingestuhlt haben und 2 gerade leicht bekleidet abhauen wollen und die nächsten 13 Patienten auch schon wieder gelagert werden wollen, achja und dann sind da noch 4 Patienten die seit ner Stunde warten dass ich ihnen essen anreiche... oder ähnliches)


Ist wirklich nichts zu tun?
Auch nichts medizinisches? Was du immoment vielleicht nicht so mitbekommst.
Als Schüler bekommt man ja auch vieles gar nicht mit. (weil es einem nicht gesagt wird).
Ich dachte anfangs als Schüler auch häufig, "die Schwester" sitzen nur da rum und tun gar nichts und ich muss alles machen (betten, patienten "frisch machen", bz's messen usw. usw.) und die schwestern saßen nur im Stationszimmer.
Jetzt hänge ich selbst ständig im Stationszimmer und bitte die Schüler diese Dinge zu tun, weil ich alleine nicht alle Aufgaben zeitlich schaffe aber nicht alles abgeben kann. Dann sitze ich vor meiner Doku. Vor den Tabletten die kontrolliert werden müssen, vor den Infusionsplänen die geändert wurden etc.
Viel Arbeit die ich als Schüler anfans gar nicht so wahrgenommen habe, das die auch sehr zeitintensiv ist.


Wie gesagt:
Wenn die alle nur rumsitzen und wirklich NICHTS machen, kannst du es nicht ändern.
Ansonsten frag ruhig mal was die machen und was noch alles neben der Arbeit am Patienten anfällt.
Oder sprich das mal an, das du das Gefühl hast das du sehr ungerecht behandelt wirst.Frag nach warum keiner anderer diese Dinge macht?
Wenn die Stimmung eh schon mies ist, und du dich nicht wohl fühlst,kannst du damit nicht mehr viel kaputt machen.

Und sonst, behalte diese Dinge gut und mache sie später anders. ;)
 
. Schwestern treten nach unten (Schüler und Praktikanten) mindestens so stark wie sie nach oben buckeln. Pfleger haben das irgendwie viel weniger nötig.

Dies ist kein Hinweis auf Missstände, sondern eine dreiste Verallgemeinerung!
 
Da hast du allerdings sehr recht, Schwester Rabiata. Bösartige Verallgemeinerung. Und: auf unserer Station sind männliche Schüler genauso gerne oder weniger gerne wie weibliche.

Wir haben auch ein Sprichwort, das sagt: "Wie man in den Wald reinschreit, so kommt's raus."

Nur so als kleine Anregung.
 

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