Pflegeberufe in Europa

Hannelore76

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13.05.2014
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Liebes Forum,

für eine Recherche muss ich sämtliche Pflegeberufe in alle europäischen Sprachen übersetzen und brauche dafür unbedingt Hilfe. Natürlich ist mir klar, dass viele Berufe nicht 1:1 übersetzt werden können, aber eine ungefähre Zuordnung würde mir schon helfen. Wenn Ihr Euch also bei deutschen Pflegeberufen und in einem anderen europäischen Land auskennt, würde ich mich freuen, wenn Ihr Euch u.s. Liste mal ansehen könntet. Für viele Sprachen habe ich schon einiges gesammelt, was für dieses Forum aber zu viel des Guten wäre. Wenn Ihr Interesse habt das eine oder andere Land zu vervollständigen oder mich zu korrigieren, schicke ich Euch per Email auch gerne meine gesammelten Daten.

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[TR]
[TD]Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwester[/TD]
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[TD]Gesundheits- und Pflegeassistent (Krankenpflegehelfer)[/TD]
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[TD]Heilerziehungspfleger[/TD]
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[TD]Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-schwester[/TD]
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[TD]Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie (Anästhesie- und Intensivschwester)[/TD]
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[TD]OP-Schwester [/TD]
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[TD]Operationstechnische-Assistenz (OTA)[/TD]
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[TD]Dokumentar [/TD]
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[TD]Altenpfleger[/TD]
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[TD]Altenpflegehelfer[/TD]
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[TD]Rettungssanitäter[/TD]
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[TD]Medizinischer Fachangestellter;Praxispersonal[/TD]
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[TD]Zahnmedizinischer Fachangestellter[/TD]
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[TD]Zahntechniker[/TD]
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[TD]Medizinisch-technischer Laborassistent (MTLA);Biomedizinischer Analytiker[/TD]
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[TD]Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA);Radiologietechnologe[/TD]
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[TD]Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik (MTAF)[/TD]
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[TD]Biomedizinischer Fachangetellter[/TD]
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[TD]Medizintechniker[/TD]
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[TD]Apotheker / Pharmazeut[/TD]
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[TD]Apothekenhelfer[/TD]
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[TD]Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter (PKA)[/TD]
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[TD]Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)[/TD]
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[TD]Ergotherapeut[/TD]
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[TD]Erzieher / Pädagoge[/TD]
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[TR]
[TD]Heilpraktiker[/TD]
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[TD]Logopäde[/TD]
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[TD]Osteopath / Chiropraktiker[/TD]
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[TR]
[TD]Physiotherapeut / Krankengymnast[/TD]
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[TR]
[TD]Podologe[/TD]
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[TR]
[TD]Psychotherapeut / Psychologe[/TD]
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[TR]
[TD]Diätassistent;Ernährungsberater[/TD]
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[TR]
[TD]Klinikmanagement;Gesundheitsökonom[/TD]
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[TD]Leitung (Stations- und Dienstleitung)[/TD]
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Das ist bei vielen Begriffen nicht trivial, da sich die Berufsbilder (Ausbildung, rechtliche Situation etc.) auch in der EU radikal unterscheiden.
Der Begriff "Heilpraktiker" (=Befähigung zur berufmäßigen Heilkunde ohne Medizinstudium) ist zum Beispiel eine rein deutsche Besonderheit, das Wort damit nicht treffend übersetztbar. Der Artikel in der englischen Wikipedia heißt zum Beispiel auch "Heilpraktiker", da "healing practitioner" die Bedeutung nicht erfasst.
Podologe ist ein Deutschland ein Ausbildungsberuf (2-Jahre), der englische podologist ist ein Facharzt.
Ein promovierter englischer nurse practitioner ist mit Gesundheits- und Krankenpfleger sicher nicht abgebildet, weil es dieses Berufsbild wiederrum in Deutschland nicht gibt.
Ich könnte die ganze Liste so durchgehen. Zu etwa der Hälfte der Wort gibt es einfach keine Entsprechung.
 
Hallo Yoyo,
danke für Deine Antwort, die ich mit Dir absolut teile. Natürlich stimmen die meisten Berufsbilder nicht überein und dennoch habe ich großes Interesse daran eine Liste zu erstellen, in der "mögliche" Berufe, ob mit oder ohne nötiger Zusatzausbildung, zugeordnet werden. Wollte bzw. müsste eine promovierte "nurse practitoner" in Deutschland arbeiten würde sie sich wohl bei "Gesundheits- und Krankenpflegern" umsehen. Auch hier in diesem Forum wird immer wieder gefragt: wo kann ich als was arbeiten wenn .... etc.. Hierzu wäre es gut eine Übersicht zu erstellen, von möglichen Anerkennungen- und Zusatzausbildungsproblemen, die immer sehr individuell sind, abgesehen. (E.g. als dt. Podologe könnte ich in England in einem 3-year undergraduated Bachelor Podologisten Job arbeiten, natürlich nicht in einem postgraduated job, aber es bleibt beim "Podologist").
 
Ich verstehe den Sinn trotzdem nicht. Wie kommst du auf diese Idee? Auswandern ist mehr als nur nach Schlagworten schauen und dann in das entsprechende Land zu gehen, welches meine Ausbildung anerkennt. Es fängt schon mit der Sprache an, die man beherrschen sollte. Und wenn man dies kann, dann ist die Suche nach dem geeigneten Arbeitsplatz ein Kinderspiel. Auch im Ausland gibt es Stellenbeschreibungen.

Elisabeth
 
Genau. Damit das irgend einen Sinn hat müsstest du zumindest den Verwendungszweck noch mal genauer angeben. Geht es dir darum eine Liste zu haben, um Aus- und Einwanderern einen Anhalt zu geben? Oder soll das eine Art Wörterbuch werden?
Ich bin mit dem Englischen und vor allem dem spanischen Gesundheitssystem vertraut, dazu auch etwas mit dem österreichischem und dem schweizer System. Aber wie gesagt, man muss schon wissen worum es bei der Liste gehen soll.

Um noch kurz zum Podiater/Podologen zurückzukommen: Podiatrist/podologists/podiatric physicians (je nach Land) oder der spanische podólogo haben in der Regel 5-10 Jahre Studium und Weiterbildung hinter sich, und machen (in England nur mit postgradualer Ausbildung) eigenständig große Fuß-OPs. Der deutsche Podologe feilt derweil an eingewachsenen Nägeln und Hornhaut rum.
Das ist als würdest du eine deutsche Pflegehelferin im Englischen mit doctor/physician übersetzen!
Dies nur um mal aufzuzeigen in welche Probleme du bei nur einer Berufsbezeichnung in einer europäischen Sprache läufst, die du scheinbar mehr schlecht als recht beherrschst. Bei anderen Sprachen wirst du noch viel krasseren Irrtümern erliegen.

"undergraduated Bachelor" und "postgraduated job" sind übrigen gibberish (= sprachlicher Unsinn), ersteres zusätzlich noch ein Oxymoron. Es gibt zum Beispiel "undergraduate degrees" und "postgraduate degrees", jeweils in jedem Fall ohne das "d".
 
Hallo Elisabeth,
die Idee ist Jobsuchenden eine Übersicht zu geben, welche Stellen in verschiedenen Ländern für sie in Frage kommen würden. Wir wollen dafür Jobinserate in ganz Europa filtern. Arbeite dabei auch mit Schlagworten und Ausschlusskriterien (um bei unserem Podologen zu bleiben => Podiatrist = +podiatrist, podiatrist assistant; -surgery). Man muss die nationalen Strukturen etwas aufbrechen und sich immer fragen, in welchem Bereich könnte man Fuss fassen. Auch in Deutschland ist es in schlecht besetzten Bereichen und besonders für ausländische Arbeitskräfte üblich, die für den Job nötige Zusatzqualifikationen nebenher zu machen und auch das sprachliche Niveau erst nach 0,5 - 1 Jahr nachzureichen.

(Dies wird keine wissenschaftlich belegte Studie; sondern vielmehr ein grober "Leitfaden", bei dem wir eine "hands on" Mentalität und gut gemeinte Tipps brauchen)
 
Darf ich fragen, wer da mit welchen Interesse filtert? Arbeitsamt kann es nicht sein. Und als Arbeitsvermittler würde man sich wohl outen- auch ohne seine eigene Firma öffentlich zu machen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass da eine Pflegekraft hinter steckt. Die wissen in der Regel, was für sie geeignet und interessieren sich eher kaum bis gar nicht für die Arbeitsanforderungen eines Osteopathen oder eines PTA. Eine Pflegekraft wüsste auch, dass es mehr Fachweiterbildungen gibt als nur die Anästhesie/Intensivmedizin und das man nicht nur Stationen leitet.

Ansonsten vielleicht noch der Tipp... das Arbeitsamt hat da so eine Seite - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden - Suche . dort finden sich die Ausbildungsinhalte. Die müssen dann nur noch mit den Ausbildungsinhalten in anderen Ländern verglichen werden. Sicher sehr zeitaufwändig- aber für einen Leitfaden wohl unumgänglich.

Elisabeth
 
Hallo Elisabeth,
danke für den Tipp mit BERUFENET-Tool, mit dem wir schon arbeiten. "Sicher sehr zeitaufwändig- aber für einen Leitfaden wohl unumgänglich" => sehr richtig und da es uns in einigen Ländern sehr schwer fällt, die passenden Informationen zu finden, dachten wir uns, dass uns jemand der in Deutschland und noch einem anderen europäischen Land "sprachlich zu Hause" ist besser weiterhelfen kann.

Sollten wir die Listen erstellen können, machen wir daraus eine Metasuchmaschine die für alle kostenfrei ist.
 
Dann sollten sie auch in den entsprechenden Portalen nachfragen. *g* Hier dürften sich eher selten, Psychologen, Apotheker, Ergotherapeuten usw. herumtreiben. Es bleibt also zeitaufwändig. Obwohl- sie schreiben ja von wir.

Nebenbei- wenn sich nix findet, würde ich mal ganz stark davon ausgehen, dass der deutsche Weg einfach nicht für diesen Beruf ausbildet oder dass es den Beruf ausschließlich in Deutschland gibt. Letzteres dürfte am wahrscheinlichsten sein. Schließlich ist Deutschland stolz auf seinen abweichenden Weg.

Elisabeth

PS Warum eigentlich so geheimnisvoll wenn es um die Auskunft nach dem "wer steckt dahinter" geht? Wird befürchtet, dass jemand für seine Mitarbeit Geld verlangen könnte?
 
Ich bin überrascht wie "besserwisserisch" und "aggressiv" hier vieles (auch in anderen Beiträgen die ich gelesen habe) diskutiert wird. Wir (wenn sie so wollen) sind zu zweit, wobei nur ich mich gerade mit den Übersetzungen beschäftige und "nein", ich habe vor gar nichts Angst, da ich einfach nur um HILFE gebeten habe. Wir sind keine Arbeitsvermittler und keine Arbeitsagentur, sondern einfach zwei Leute, die versuchen eine Idee umzusetzen, die uns soweit 0,000 Cent einbringt. Jeder Beruf wird überall auf die eine oder andere Art ausgeführt und eingewachsene Nägel, alte Leute, physische und psychische Probleme gibt es überall. Und auch wenn Sie so stolz auf Deutschland sind, andere sind der Meinung, dass vor allem die Krankenschwestern (und für die die hier wieder etwas einzuwenden haben, ja, auch ich habe schon mitbekommen, dass es nun Gesundheits- und Krankenpfleger heisst und hoffe trotzdem dass man versteht was sich meine) in anderen Ländern besser ausgebildet wird.
DANKE an die zwei Personen, die mir auf diesen Aufruf privat geschrieben haben und mir ganz unprätentiös helfen wollen.
 
Da hab ich wohl den wunden Punkt getroffen.
Ich bin bei weitem nicht stolz auf den Sonderweg in Deutschland. Er grenzt uns zunehmend aus und führt uns an den Katzentisch. Die Reduzierung der Gesundheitsberufe auf "eingewachsene Nägel, alte Leute, physische und psychische Probleme" spricht nicht unbedingt dafür, dass man sich bisher die Mühe gemacht hat, sich überhaupt mal mit unserem Gesundheits- und Sozialsystem auseinander zu setzen.

Vielleicht noch drei Tipps...
Es gibt etliche Auswandererforen. Dort dürften sie am ehesten fündig werden. Wäre sozusagen Information aus erster Hand.
Sich mit der Struktur des Gesundheitswesens in den verschiedenen Ländern befassen. Ist auch wieder zeitaufwändig und ev. auch kostenintensiv weil man Übersetzer beschäftigen muss.
Ausbildungszentren in den Zielländern anschreiben und nachfragen was gelehrt wird und das mit den deutschen Abschlüssen vergleichen.

Und die akademischen Berufe rauslassen. Die sind in der Regel sehr gut selber in der Lage sich außerhalb von D Arbeit zu suchen. Deren Ausbildung weicht weit weniger ab vom europäischen Standard.

Elisabeth
 
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