Abi für Pflegeberufe?

wenn dich nur das ziel, diesen berufsabschluss zu erlangen, motiviert, nicht aber die inhalte, die da kommen werden, bei dir schon im vorfeld mindestens sehr deutliches interesse wecken (anatomie, soziologie, rechtskunde, ethik, pathologie, berufskunde), ist das schon iwie rosa brille.
 
wenn du mit Klasse/Kurs bzw Lehrern/Schule nicht klar kommst, wäre da nicht der erste Schritt erstmal über einen Schulwechsel nachzudenken, anstatt gleich komplett abbrechen zu wollen? Wenn die Schule für Gesundheit und Soziales so weit weg ist, warum nicht dahin ziehen? Es gibt SchülerBAföG und was weiß ich alles..Wohnheime ect.
 
Alternativ gibt es bei einigen Schulen auch die Möglichkeit das Fachabitur zu erwerben. Bedeutet aber doppelten Stress und du bist natürlich auch wieder mit Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch konfrontiert.
Kannst dich ja mal erkundigen welche Schulen das anbieten, die für dich in Frage kommen.
 
Und wie ist das, wenn man jetzt zum Beispiel Fachkrankenpfleger für Neuphrologie werden willst? Muss man dann auch studieren? Oder ist das dann eine Fachweiterbildung?

Ich überlege mir das mit dem Abi nochmal. :)
 
Heute ist eine Fachweiterbildung eine Fachweiterbildung - aber keiner weiß, wie lange es die noch gibt!

Mary-Janes Idee mit Ausbildung und Fachabi parallel ist großartig, verlangt Dir aber natürlich auch einiges ab. Erst Abi und dann Ausbildung ist sicher lockerer. Aber such doch mal explizit nach Schulen, die sowas anbieten.
 
Ich wusste gar nicht dass so etwas überhaupt geht ;D

aber jetzt schau ich auf jeden Fall mal nach ob es das bei mir auch gibt! :) Danke!!!
 
Wieso: bei Dir?

Das gibt es so selten, da musst Du Deine Kreise schon erheblich vergrößern.
 
Ich weiss nicht wie es wo anders aussieht, aber das sind bei uns EIngangsvorrausetzungen in die HEP

In die Fachschule Heilerziehungspflege kann aufgenommen werden, wer ...

  • den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss und
  • a) den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege – Schwerpunkt Sozial- und Familienpflege oder
  • b) eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung und den Berufsschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand aufweist oder
  • eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt und ein einschlägiges Praktikum im Umfang von 400 Zeitstunden abgeleistet hat.
Alle Bewerber/innen müssen ihre persönliche Zuverlässigkeit (Führungszeugnis) und gesundheitliche Eignung (Gesundheitszeugnis) nachweisen.
 
Es geht aber hier nicht um momentane Zugangsvoraussetzungen sondern um eine Entscheidung. Klar kann Jasmin eine Ausbildung machen.
Doch ich kann aus eigener Erfahrung, da ich leider vieles über Umwege gemacht habe sagen: Erst Abi, dann kannst du machen was du willst. Es hat dir doch was geholfen die Schule bis jetzt durch zu halten und die Schulart beizubehalten. Finde es heraus was!

Übrigens ich finde es sehr problematisch zu glauben in der Pflege bräuchtest du nur mäßige Allgemeinbildung.
Mehr als du dir überhaupt vorstellen kannst.
Also setz dich auf Hosenboden und mach die letzten Jahre noch.
 
Vielleicht nur mal so am Rande als Mutter von 5 Gymnasiasten. Der Wechsel in die 11. ist immer ein Sprung- höhere Anforderungen, mehr Lernstoff, mehr selbständiges lernen. Das macht zu Anfang manchmal Schwierigkeiten. Wenn ich es mit der Ausbildung vergleiche, dann dürfte es da kaum anders sein: höhere Anforderung, mehr Lernstoff, mehr selbständiges Lernen.

Nun weiß ich net, was dich bewegt, nach der 10.Klasse aufzuhören. War das net so, dass es da ein Bundesland gab, bei dem du, wenn du das Abi net geschafft hast oder vorher ausgestiegen warst, net mal einen Realschulabschluss bestätigt bekamst? Dann dürfte es wirklich riskant sein. Das aktuelle Gesetz gibt zwar vor: mind.10 Jahre Schule- aber das dürfte sich mit den EU-Vorgaben ändern.

Elisabeth
 
der wesentliche unterschied zwischen sekundarstufe II und ausbildung ist meiner ansicht nach, dass i. d. ausbildung so gut wie _alles_ einfach auswendig gelernt werden kann, während in der sekundarstufe wesentlich mehr vernetzt und weniger didaktisch reduziert wird - da scheitert man auch mit einfachem auswendig lernen ziemlich schnell.
 
der wesentliche unterschied zwischen sekundarstufe II und ausbildung ist meiner ansicht nach, dass i. d. ausbildung so gut wie _alles_ einfach auswendig gelernt werden kann, während in der sekundarstufe wesentlich mehr vernetzt und weniger didaktisch reduziert wird - da scheitert man auch mit einfachem auswendig lernen ziemlich schnell.

War das Ziel der Ausbildung net, kausale Zusammenhänge erkennen zu können um dann adäquat zu reagieren? Mit dem Anspruch kommst mit alles_ einfach_auswendig_lernen net weit. Und wenn ich mich recht erinnere, wird das auch regelmäßig zu Prüfungszeiten hier im Forum sichtbar.

*grübel* Wobee- Checklisten und Standards gibt es tatsächlich net in der Sekundarstufe. Da muss ich zustimmen. Und wenn ich manchmal so sehe, was so einige Youngster an Fachwissen mitbringen... vielleicht hast doch recht.

Elisabeth
 
da bin ich zum einen AP-ausbildungsgeschädigt (ich halte die ap-ausbildung insgesamt für qualitativ schlechter als die kp-ausbildung), weiß desweiteren aber auch, dass es teils wirklich so ist (der "auswendig-lern-anteil" ist mE de facto höher als sek II) und ich kenne es auch aus eigener erfahrung als honorardozent... ("herr xy... *quengelnde stimme* brauchen wir das für's examen...?" -.-)
 
("herr xy... *quengelnde stimme* brauchen wir das für's examen...?" -.-)
Sowas kenne ich aber auch vom Abitur und vom Studium her. Wir sollten fürs Leben lernen, aber seien wir doch mal ehrlich - das machen wir vielleicht bei einem Teil der Themen, aber nicht bei dem Part, der uns null interessiert und dennoch im Examen oder in der Klausur abgefragt wird. Für die Klausur vor einigen Wochen musste ich einen Teil der Paragraphen des SGB IX praktisch auswendig lernen - glaubst Du, die kann ich jetzt noch? Ist auch nicht nötig. Die kann ich jederzeit nachschlagen.
 
Wenn wir hier (glücklicherweise) schon in europäischen Maßstäben denken, muß doch mal was einwerfen.

Bevor du über die Ausbildung nachdenkst, solltest du dir darüber klar sein, dass Pflege ein akademischer Beruf ist und von Grund auf studiert wird.

Mitlerweile gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit diesen Beruf an diversen Hochschulen zu erlernen. Diese Möglichkeit solltest du unbedingt nutzen. Die Ausbildung an einer sog. "Krankenpflegeschule" ist ein veraltetes Auslaufmodell.
 
fairerweise solltest du vllt anmerken, dass das lediglich eine projektion in die zukunft ist und mit angeben, über wieviele jahre diese projektion geht.


aktuell ist pflege de facto sicherlich kein akademischer beruf.
 
Ich würde jedem, der heute die Möglichkeit dazu hat, zu einem dualen Studiengang raten. Nennt man vorausschauendes Denken. Wenn sich die EU-Forderung nach der zwölfjährigen Allgemeinbildung durchsetzt - worauf wird das wohl hinauslaufen? Wie nennt man die Berufe, bei denen man Abitur oder Fachabitur zwingend benötigt?
 

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