In welche Richtung soll ich am Besten gehen?

Häschen91

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04.03.2012
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Hallo :)
Ich habe schon viel in eurem Forum gestöbert und versucht, alle meine Fragen so zu klären. Aber irgendwie fehlen mir immer ein paar Fakten, die ich hier leider nicht finde.
Also ich frage dann einfach mal :)

Ich habe letztes Jahr im Sommer mein Abitur gemacht. Danach habe ich ein FSJ im Kindergarten begonnen. Dabei habe ich vor Allem mit den 0- 4 Jährigen zu tun. Die Arbeit macht mir großen Spaß.
Nun habe ich mich für verschiedene Dinge beworben (--> Ausbildung):
- Kauffrau für Personaldienstleistungen
- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin

ich weiß, dass sind zwei komplett unterschiedliche Richtungen.
Zum Ersten: Es sind einfach geregelte Arbeitszeiten, auf Dauer ein höheres Gehalt und mehr geregelte Freizeiten. Aber:
Zum Zweiten: Die Medizin und die Pflege haben mich schon immer fasziniert. Ich kann Sanitätsbücher und Pflegebücher verschlingen. Würde auch Medizin studieren, aber bei einem Schnitt von 2,7 ist das wohl eher seeehr unwahrscheinlich...leider :(
Aber was mich am meisten an der Ausbildung zur GuKkp stört sind einfach mal die ungeregelten Arbeitszeiten. Ich weiß wirklich nicht, ob mir das was ausmachen würde. Wegen der Freizeit...nun ja, noch ist das alles kein Problem, aber später mit eigenen Kindern schon eher. Außerdem finde ich das Gehalt doch sehr bescheiden, aber das wäre oka, wenn ich mir sicher wäre, dass ich mit den Rahmenbedingungen klar käme.
Ich habe mal ein Praktikum im KH absolviert.Das hat mir, wenn ich ehrlich bin, keinen Spaß gemacht. Aber ich hatte auch kaum was mit Patienten zu tun. Eher nur Kaffee kochen, Botengänge, Ordner sortieren und Frühstück verteilen.
Klar, das gehört dazu.Aber nur? Sollte ich mich von meiner Erfahrung im Pflegepraktikumleiten lassen?

Außderdem habe ich oft mit Rückenproblemen zu kämpfen. Habe mich letztes jahr in der Kita verhoben und seit dem Probleme mit dem Ischias. Trotzdem eine Ausbildung anfangen oder lieber gar nicht?

Mich reizt am Meisten der Beruf des "Pflegelehrers".
Ich fänd es sehr interessant, in der Pflege zu arbeiten, gleichzeitig aber nicht die Nachtschichten zu haben. Meistens verdienen Lehrer ja auch besser. Ich habe mir mehrere Pläne zurecht gelegt. Könnt ihr mir helfen und sagen, was der bste Weg wäre heutzutage?
Nun zu den Fragen:
  • Ich könnte nach München(kein NC) oder Dresden( NC 2,3) gehen und: Gesundheit-und Pflege auf Lehramt studieren (mit Kombination Englisch oder Biologie). Allerdings komme ich aus Berlin und wegen Krankheiten in meiner Familie würde ich natürlich ungern so weit weg
  • In Berlin eine dreijährige Ausbildung machen (dann muss ich eben durch die Nachtschichten) und dann an der Charité Gesundheitswissenschaften (Bachelor) studieren und im Anschluss den Master Health Professional Education dranhängen um dann als Lehrer zu arbeiten. (--> Ich persönlich finde den Weg doch seeeeehr lange)
  • An einer FH (z.B.: Neubrandenburg) Gesundheitswissenschaften (Bachelor) studieren und dann den Master an der Charité in Berlin ( Meine Frage: Wird für den Master in Berlin dann auch eine Ausbildung erwartet?)
  • Erst die Ausbildung in Berlin und dann nach München / Dresden gehen?

ich weiß nicht, was am Besten wäre. Mein Traumberuf wäre wirklich Lehrer für Gesundheitsberufe zu werden. ich erwarte in meinem Leben kein großes Gehalt, aber es sollte doch (über/bei) 1800€ Netto liegen. Und wenn ich es immer so mitbekomme, ist das als "normale" Pflegekraft nicht möglich.

Also nochmal zusammengfasst meine Fragen:
  • Soll ich lieber eine kaufmännische Ausbildung oder eine Pflegeausbildung machen? (--> so wie ihr das jetzt einschätzen würdet)
  • Welchen Weg soll ich am Besten gehen, wenn ich Lehrkraft werden möchte?
  • Werden Lehrer für Gesundheitsberufe überhaupt in den nächsten Jahren gesucht?
  • Wenn ich mich für die Pflegeausbildung entscheide, sollte ich nochmal an mein Praktikum denken und dann entscheiden? Weil das war ja nix für mich gewesen
  • Habt ihr andere Vorschläge für mich, wie ich im medizinischen/pflegerischen Bereich arbeiten kann ohne immer den Wechsel von Nachtschichten/usw. zu haben?
Ich verzweifle so langsam.
Was ist richtig? Was ist falsch? Soll ich meinen Eltern glauben, dass Lehrer kaum gesucht werden und eine Ausbildung als Kauffrau besser und sicherer ist? Meine Eltern hatten meistens bisher recht,auch wenn ich es nie wahrhaben wollte^^

Helft mir bitte^^:)

LG
 
Pflegepädagogen werden zurzeit sehr gesucht. Wenn man den demographischen Wandel betrachtet, brauchen wir in Zukunft noch viel mehr Pflegepersonal - und irgendwer muss das ja ausbilden. Da würde ich mir keine so großen Sorgen machen (den krisensicheren Job gibt's sowieso nicht).

Ein dualer Studiengang erspart Dir anderthalb Jahre: Du hättest nach 4,5 Jahren Krankenpflegeprüfung plus Bachelor und könntest den Master draufsatteln. Schneller und kostengünstiger als ein Medizinstudium; während der ersten drei Jahre gibt's Ausbildungsvergütung, danach bist Du GuKP und kannst was dazuverdienen.

Pflegeausbildung /-beruf mit Rückenbeschwerden - problematisch. Der Betriebsarzt könnte Dich ablehnen.

1800,- netto? Als Pflegelehrer zumindest zu Beginn utopisch. Als Kauffrau meines Wissens allerdings auch.
 
Ui, mit einer so schnellen Antwort habe ich gar nicht gerechnet :) Danke.

Nun zum Thema.
Gut, klar gibt es nicht DEN krisensicheren Job, aber es ist ja schon was positives, wenn es nicht ein Ziel/Beruf ist, den jeder 2. wählt.(Hoff ich^^)

Meinst du, dass ich den Bachelor of Nursing machen könnte und danach an der Charité den Master? Oder sind das sich zwei ausschließende Studiengänge?
Oder meintest du eine andere Kombi als dualen Studiengang?

Wegen den Rückenproblemen. Ich kann ja auch soweit alles in der Kita machen ohne große Probleme. Ich habe zwar eine leichte Skoliose, aber die beinträchtigt mich nicht. Und meine jetzigen Probleme bekomm ich mit Physio hin.

Utopisch? Ich dachte immer, Lehrer verdienen ja " soooooo gut"?
Mit der Ausbildung ist mir das klar. Mir geht es sowhl bei der Pflege- als auch bei der Kaufmännischenausbildung eher darum, danach ein Studium (Fachweiterbildung) zu machen und dann nach ein paar Jahren Berufserfahrung auf diesen Stand zu kommen.
Weiß jmd. wie viel Pflegelehrer verdienen? Scheine mich da ja echt falsch informiert zu haben.
 
ist schon klar, dass man die Ausbildung und den Bachelor während eines dualen Studium gleichzeitig absolviert. Mir ging es bei meiner Frage eher darum, ob ich nach dem Bachelor of nursing den Master an der Charité (z.B.) dranhängen kann und dann auch unterrichten kann oder ob ich nach der dualen Ausbildung zusätzlich nochmal ein Bachelor in Gesundheitswissenschaften und dann den Master machen kann.

Ist das irgendwie verständlich?^^
 
Hallo,

finde es gut das du dich vorher intensiv informierst und die Gedanken über deine Ausbildung machst und nicht einfach irgendwas machst.
Wenn du meinst an einem rein kaufmännischen Beruf keine Freude zu haben, würde ich das auch eher lassen. Hast du denn im Kaufmännischen schon mal ein Praktikum oder so gemacht?

Das Praktikum was du in der Pflege gemacht hast, ist wohl nicht so optimal verlaufen.
Wie du sagst, das sind Dinge die dazugehören die du gemacht hast, aber nicht die Dinge die den Beruf ausmachen. Daran würde ich daher nicht festmachen ob es etwas für dich ist oder nicht.

Wenn es dein Traum ist Lehrer für Gesundheitsberufe zu werden, dann wäre das doch wohl auch die beste Möglichkeit.
Nur wie schon gesagt, die Bezahlung ist da auch nicht top.
Das ist nicht dasselbe wie wenn du Gymnasiallehrer wirst. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
wie sehr Lehrer gesucht werden kann ich nicht sagen.

Aber soweit ich weiß ist die Ausbildung als GuKP immer Vorraussetzung.
Bei den Varianten die du beschreibst klingt es das man in München gleich studieren und dann unterrichten kann?
Wie gesagt, ich kenne diesen Weg jetzt nicht, will damit aber nicht ausschließen das es nicht geht.
Aber ich fände es immer sinnvoller die Ausbildung '(oder eben dieses neue duale Studium) zu machen eben als GuKP. Denn wie willst du etwas unterrichten von dem du eigentlich gar keine Ahnung hast, weil du selbst nie drin gearbeitet hast?
Dann wird der Unterricht schnell sehr praxisfern und bringt den Schülern nichts.

Im Vergleich zu einem Medizinstudium (was ja prinzipiell in deinem Interesse wäre), ist selbst dieser Weg nicht lang. Da gibt es Studiengänge für die du länger bräuchtest bis du mal arbeitest.
Kannst dann das Studium auch berufsbegleitend machen.
Weiß ja nicht wie deine finanzielle Situation so aussieht.
Aber das ganze will ja auch immer irgendwie bezahlt werden.


Und Nachtdienste sind jetzt nicht viel in der Ausbilung. Maximal 120 Stunden Nachtdienst. Also eine Zeit die man mit "Augen zu und durch" schaffen kann.
Wie es mit den anderen Schichten aussieht bei dir weiß ich nicht.
Du sagtest ja jetzt wäre es nicht so ein Problem, sondern eher wenn du mal Familie hast.
In der Ausbildung hast du ja eigentlich "nur" Früh und Spätdienst. Wenn es nur um den Nachtdienst geht, würde ich mit bei der Ausbildung mal nicht so die Gedanken machen, die paar Stunden sind wirklich sehr schnell gemacht.
 
Danke für deine ausführliche Antwort.

Ok, das mit den Nachtschichten finde ich ja wirklich okay. Es ist ja nicht so, dass ich damit gar nicht klar kommen würde. Ich bin halt nur jemand, der nicht soooo ganz nachtaktiv ist...
Wegend er Freizeit und der Ausbildung. Das sollte auch kein problem sein. Ich bin eher weniger jemand,der feiern geht.Wenns hoch kommt 2x im Jahr.
Wegend er kaufmännischen Ausbildung. Ich bin da echt nicht sicher. Und nein, och habe dort kein Praktikum absolviert. Es klingt halt nur so "einfach":
- Geregelte Arbeitszeiten
- viele sitzende Tätigkeiten
- geregelte Pausen
- besserer Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten.
Aber bis auf die geregelten Arbeitszeiten wäre es für mich kein Problem, wenn es nicht so wäre.
Wenn ich mir die Frage stelle: Welche Leute beneide ich um ihren Beruf, dann kommt eigentlich nur die Position als Ärztin, Psychologin oder eben gaaaanz oben Lehrer möglichst im Pflegebereich da das meinen Interessen am nächsten kommt.
Wegen dem finanziellen.
Nun ja, meine Eltern würden mir sicherlich einiges finanzieren. Aber die Erwartung ist halt, dass ich danach einen Beruf habe, der halbwegs sicher, gefragt und ein gutes Einkommen hat. Eben 1800 Netto.
Bei der Berufsberatung haben sie mir gesagt, dass Pflegepädagogen mit 2-5 Jahren Berufserfahrung gut zwischen 3400 und 3900€ Brutto verdienen. Aber das scheint ja dann doch eher hoch gegriffen oder?

Am Wichtigsten ist mir eigentlich, dass ich Freude und Spaß am Berufsleben habe. Das ist ja nicht mal eben so nur für 2-5 Jahre.
Ich habe vor der Pflegeausbildung halt insofern auch angst, dass ich mich zwar nicht wirklich vor Blut, Fäkalien usw. ekel, aber es gibt doch schöneres anzusehen ;). Stellt dies ein Problem dar? Ich wickel täglich viele Kinder, das ist auch kein problem oder gar eine Hürde, aber ich bin dann doch lieber beim füttern, spielen oder beim "laufen lernen" dabei^^, wenn ihr versteht.

Gute Nacht euch allen :)
 
Also als Krankenschwester muss man schon auch mit den eher "unschönen" Dingen klarkommen, z.B. Fäkalien Blut usw.
Natürlich nicht nur. Aber es gehört dazu. Ich denke viele haben an anderen Seiten des Berufes mehr Freude. Wenn du damit gar nicht zu Recht kommst würde das schon ein Problem darstellen, denn daran wirst du nicht vorbeikommen in der Ausbildung (und Beruf wenn du als KS arbeitest).
Vielleicht doch nochmal ein Pflegepraktikum machen, was dann wirklich in der Pflege stattfindet und nicht als Servicekraft. (war ja leider in deinem Praktikum eher der Fall).

Was genau man als Pflegepädagoge verdient kann ich nicht sagen.
Ich habe jetzt mal schnell in Stellenausschreibungen reingeschaut. Da heißt es nach Entgeltgruppe 9. Wären am Anfang laut Tabellte so 2700 Euro Brutto, also Netto wären es dann 1700 Euro. Ca.
Mit den Jahren Berufserfahrung wird es natürlich mehr, aber wieviel mehr weiß ich nicht wirklich.

Und was man so im kaufmännischen verdient weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Damit habe ich mich noch nie beschäftigt (weil kaufmännisch für mich nie in Frage kam ^^)

als Lehrer für Pflege hättest du auch geregelte Arbeitszeiten, geregelte Pausen. Körperlich ist es auch nicht wirklich anstrengend.
Also die Punkte würdest du auch haben.
Aufstiegsmöglichkeiten.... Tjoa, Leitung wäre eine. Gibt dann bestimmt auch wieder mehr Geld. Aber wie realistisch das ist da reinzukommen kann ich nicht sagen. Die Stellen werden begrenzt sein.
 

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