Kollegin will mich heraus drängen

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Gelöschte User 34889

Gast
Guten Tag zusammen.

Ich hatte mich eine ganze Weile nicht mehr hier im Forum gemeldet, da es viele Neuerungen in meinem beruflichen Leben gab.

Seit nun einem Jahr bin ich in einem großen universitären Unternehmen (Gesundheitswesen - Öffentlichen Dienst) in Niedersachsen tätig. Seit April 2017 habe ich nun einen weiteren Jahres-Arbeitsvertrag (100%) allerdings in Befristung.

Seit dieser Folgeanstellung durch meinem AG habe ich nur noch Probleme mit meiner Kollegin, die über 20 Jahre im Unternehmen arbeitet und in drei Jahren in Rente geht. Sie ist in unseren Team für Personalfragen zuständig und steht meinem Chef direkt vor.

Sie unterschlägt Informationen, die für meine Arbeit SEHR wichtig sind. Stellt Sachverhalte auf meine Fragen erst so dar, dann gegenüber Ärzten anders dar - was mich in einem schlechten Licht erscheien lässt. Beschreibt bei meine Kolleginnen meine Arbeit als unzureichend (faul, unkollegial) - WAS NICHT STIMMT!

Vor ca. 1/2 Jahr hat Sie eine weitere junge, unerfahrene Arbeitskollegin ERFOLGREICH aus dem Team gedrängt (gemobbt ?).

Nun habe ich durch mehrere Umwege erfahren, dass Sie mich aus dem Team haben möchte. Sie habe auch schon mit dem Chef der Personalabteilung gesprochen, was ich per Zufall mitbekommen habe.

Ich weiss nicht, wie ich mich verhalten soll und frage mich, ist das schon Mobbing?
Wie sieht es eigentlich arbeitsrechtlich aus?
 
zumindest sind die von dir aufgezählten vorfälle typische verhaltensweisen, wie sie in mobbing-situationen sehr oft vorkommen.

wende dich an den personalrat und hole dir juristischen rat !
 
Grüße zuvor!
Führ ein Mobbingtagebuch, in dem du alle Vorfälle mit Datum verzeichnest.
Stephan
 
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Hi KraPe,

das hört sich sehr nach Mobbing an. Ich bin letztes Jahr auch massiv von einer Kollegin gemobbt worden, deshalb denke ich kann ich dir etwas behilflich sein kann.

Ich weiß nicht was für ein Persönlichkeitstyp du bist. Ich bin jetzt nicht jemand den man wirklich mobben kann, dazu bin ich viel zu selbstbewusst und nicht übermäßig emotional. Meine Kollegin hat versucht mich zu isolieren, hat Lügen und Gerüchte über mich gestreut, versucht Kollegen gegen mich aufzuwiegeln etc. Sie hat schon drei Kollegen "erfolgreich" gemobbt die dann gekündigt haben. An mir hat sie sich die Zähne ausgebissen.

Ich habe es so gehandhabt, dass ich zuerst mit ihr unter vier Augen sprach, sie hat geradeheraus zugegen, dass sie mich hasst, und mich bis zu meinen Lebensende verflucht etc.pp. Ich hab versucht ihr zu erklären, dass ich nichts gegen sie habe und dass ich auch kein Interesse habe ihr Leben kaputt zu machen oder sie für minderwertig halte oder schlecht über sie rede. Na ja, sie hat mir nicht geglaubt und weiter über mich gelästert.

Ich habe dann mit den einzelnen Kollegen, Leitungen und auch Ärzten unter vier Augen gesprochen und erklärt, dass die Kollegin Xy einfach einen persönlichen Hass auf mich schiebt. Die Reaktionen von allen waren eigentlich positiv, und fast alle haben sich neutral verhalten bzw waren "meiner Seite".

Ich muss sagen, ich habe über die Mobberin nicht negativ geäußert sondern nur positive Dinge gesagt und mein bedauern geäußert, dass sie mich nicht leiden kann.

Ein klärend Gespräch gab zwischen uns nicht, auch nicht mit den Leitungen oder der PDL, weil sie einfach einen privaten Hass gegen mich hat, was sollen da Gespräche bringen. Wenn sie mich hasst, dann hasst sie. Es ist ihr Privatvergnügen und nicht mein Problem.

Aber als Konsequenz aus der ganze Geschichte, ich habe keine Nachtdienste mehr mit ihr, ich hatte irgendwann gegen sie eine schriftliche Beschwerde eingelegt, da sie mich während eines Dienstes vor Kollegen auf massivste anschrien und beleidigte ( Unfassbar, aber wahr- sie nannte mich tatsächlich Fo***e, B**ch etc). Ich fand, das geht zu weit. Da habe ich mich dann schriftlich beschwert und seit dem machen wir keine Nächte zusammen, da ich kein Vertrauen zu ihr habe und ich würde ihr zutrauen, dass sie im Nachtdienst irgendwas einfädelt um mir zu schaden. Die Leitungen und PDL haben Verständnis dafür.

So ein langer Text... was will ich damit sagen. Sprich mit ihr, vielleicht könnt die Sache klären und Missverständnisse ausräumen. Eventuell mit Hilfe deiner Leitung. Ganz wichtig, halte dein Kopf hoch, zweifle nicht an dir selbst. Du bist stärker als du denkst.
 

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