Hilfe bei Pflegeplanung

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Steffi92

Gast
Hallo Ihr Lieben,

ich bin dabei eine Pflegeplanung zu schreiben, unsere Lernaufgabe in der Praxis. Es soll eine Pflegeplanung sein nur über die Dekubitusprophylaxe ohne ein ATL.
Habe dies mit meiner Praxisanleiterin zusammen erarbeitet, doch ich weiß nicht ob das alles so richtig ist, weil
diese nicht wirklich viel Lust dazu hatte. Naja und ich hab ein bisschen Sorge, dass die Schule dann meckert, weil es doch nicht gut ist oder so. Könntet ihr mir vielleicht sagen ob das so richtig und ausreichend ist?
Schreibe zum ersten Mal eine Pflegeplanung.

[TABLE="class: MsoTableGrid"]
[TR]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[/TR]
[/TABLE]
[TABLE="class: MsoTableGrid"]
[TR]
[TD] Pflegeproblem[/TD]
[TD] Pflegeziele[/TD]
[TD="width: 153"] Pflegemaßnahmen[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="width: 153"] Patient ist Dekubitusgefährdet durch
- Operation
- Schmerzen
- Immobilität
- Schwerhörigkeit
- Zunehmende Somnolenz

Ressourcen:
- Pat. kann Schmerzen angeben
[/TD]
[TD="width: 153"] - Ressourcen nutzen
- Beweglichkeit erhalten
- Hautfeuchtigkeit und Intertrigo vermeiden[/TD]
[TD="width: 153"] - Krankenbeobachtung / Haut der gefährdeten Stellen bei assistierter Körperpflege
- Fingertest 1 mal pro Woche
- Lagerung und Dokumentation nach Lagerungsprotokoll
- Physiotherapie 2 mal täglich
- Eiweißreiche Ernährung
- Ausreichend Flüssigkeit (1-2 Liter am Tag)
- Wunddokumentation
- Schmerzfreiheit ermöglichen (nummerische analoge Schmerzskala 3 mal täglich fragen)
- Nach Anordnung Schmerzmedikation verabreichen[/TD]
[/TR]
[/TABLE]
 
kleiner schnellschuss, nicht weiter reflektiert:

"pat kann schmerzen angeben" <-> "schmerzfreiheit ermöglichen"

&

fingertest "1x pro woche" -> warum diese frequenz, warum (nur) ein starres muster?
 
hier würde ich noch aufnehmen, wie sehr er gefährdet ist.
Der Expertenstandard sieht eine aktuelle Einschätzung durch ein Assessmentinstrument vor. Den Wert würde ich mit aufnehmen. Er ersetzt aber nicht Deine Interpretetation.
Welche Stellen sind bei dem Patienten gefährdet? (Wenn er z.B. eine Schenkelhalsfraktur hatte, kann es vielleicht höhergradig die Ferse am OP-Bein sein, während er mit dem anderen Bein vermehrt selbst in Bewegung ist.)
Diese würde ich unbedingt überarbeiten.
Was ist ein Ziel? - Ziel

ein Ziel ist ein ... ein definierter und angestrebter Zustand..
Du beschreibst hier Maßnahmen, aber keine Ziele.

Ein Ziel wäre z.B.: Haut ist/bleibt intakt.
Die Ressource xy ist genutzt und erhalten.


Dies auch noch genauer ausformulieren.
Welche Lagerung/Mobilisation - wie häufig.
Schmerzfreiheit ist ein Ziel, aber keine Maßnahme. Zur Deku-Prophylaxe ist das Ziel passend, wenn die Schmerzen die Eigenbewegung reduzieren. Die gabe von SChmerzmitteln könnte auch bei den Problemen stehen, das das Empfinden (Komponente Druck bei der Deku-Entstehung) dadurch eingeschränkt ist.

Habe dies mit meiner Praxisanleiterin zusammen erarbeitet, doch ich weiß nicht ob das alles so richtig ist, weil
diese nicht wirklich viel Lust dazu hatte.
Aller Anfang ist schwer und auch viele ausgelernte Kräfte tun sich immernoch schwer, den Pflegeprozess zu formulieren..... als Resultat für eine Arbeit zusammen mit einer Praxisanleiterin finde ich das aber - für die Praxisanleiterin - traurig.
 
Hallo

in deiner Planung ist der aktuelle Expertenstandard nicht berücksichtigt. Wie äussert sich denn die Dekubitusgefahr bei deinem Patienten. Auch die exponierten Stellen sind nicht benannt.

Fingertest einmal/Woche ist ehrlich gesagt schwierig. Da ein Fingertest ja nur bei einer Hautrötung gemacht wird und ich dann eine Massnahme ableiten muss, wenn er positiv ist. Sinnvoller wäre es zu planen, Fingertest bei Hautrötung.

Sophie
 
Hey,

danke für die hilfreichen Tipps. Einige konnte ich anwenden und einige nicht. Also ich hab die Pfl.planung nochmal überarbeitet. Aber mir fällt nichts zu den Ressourcen ein...
Und wegen der Braden-Skala. Wie oft sollte man die erneut durchführen? 1 mal die Woche? Soll ich in der Planung deswegen was dazu schreiben?
Hmm.. naja.. ich hoffe diesmal ist sie ein wenig besser geworden. :(

[TABLE="class: MsoTableGrid"]
[TR]
[TD="width: 150"] Pflegeproblem
[/TD]
[TD="width: 172"] Pflegeziele
[/TD]
[TD="width: 194"] Pflegemaßnahmen
[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="width: 150"] Patient ist an exponierten Stellen ->Versen, Trochanter, Ellenbogen und Steißbein Dekubitusgefährdet, durch
- Operation
- Schmerzen
- Immobilität
- Schwerhörigkeit
- Zunehmende Somnolenz

Ressourcen nutzen:
- Pat. kann Schmerzen angeben

[/TD]
[TD="width: 172"] - Haut ist intakt







- Aktuelle Risikoeinschätzung liegt vor

- Druckverteilung ist gewährleistet


- Schmerzfreiheit ist ermöglicht




- Beweglichkeit ist erhalten


- Pat. kennt Ursachen der Dekubitusgefährdung und deren geplanten Maßnahmen


- Hautfeuchtigkeit und Intertrigo ist vermieden
[/TD]
[TD="width: 194"] - Krankenbeobachtung / Haut der gefährdeten Stellen
-> Steißbein, Ellenbogen, Trochanter, Versen bei assistierter Körperpflege



- Braden-Skala
- Fingertest bei Hautrötung


- Lagerung und Dokumentation nach Lagerungsprotokoll



- Schmerzstatus erheben
-> nummerische analoge Schmerzskala, 3 mal täglich fragen

- Physiotherapie 2 mal täglich



- Pat. über Dekubitusgefährdung, Ursachen und Maßnahmen informieren

- Eiweißreiche Ernährung
- Ausreichend Flüssigkeit (1-2 Liter am Tag)
- Wunddokumentation

[/TD]
[/TR]
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[TD="width: 150"]
[/TD]
[TD="width: 172"]

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[TD="width: 194"][/TD]
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[TD="width: 172"][/TD]
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[TR]
[TD="width: 150"][/TD]
[TD="width: 172"][/TD]
[TD="width: 194"][/TD]
[/TR]
[/TABLE]
 
Mir gefällt das auf jeden Fall jetzt ganz gut. Mit so einer Planung könnte ich in der Praxis sehr gut leben. Ein paar Anmerkungen habe noch.

Für was ist die Wunddokumentation? Besser vielleicht "Hautverhältnisse dokumentieren"?
Bradenskala 1x wöchentlich und bei offensichtlichen Veränderungen. Die Skala ersetzt nicht Deine Expertise. Sie soll aber angeblich helfen, daß die Aufmerksamkeit gezielt auf das Dekubitusrisiko gelenkt wird. Die aktuelle Punktezahl würde ich in die Planung mit aufnehmen, wenn sie nirgendwo anders in der Doku steht.

Du solltest ein realistisches Zieldatum angeben, wann Du zum Ergebnis gelangt sein möchtest.

Es soll eine Pflegeplanung sein nur über die Dekubitusprophylaxe ohne ein ATL.
Ich finde die Aufgabenstellung eigentlich ziemlich blöde, weil ein Problem aus dem "Kontext" (entgegen einer ganzheitlichen Sichtweise) zu lösen, zeichnet kein wirkliches Bild über den Patienten. Mich würde hier natürlich viel mehr über die Immobilität, Vigilanz etc. usw. interessieren und hier müßten die Ziele und Maßnahmen dementsprechend auch genauer rauskommen. Aber alles in das Problem "Deku-Gefährdung" zu stecken finde ich unüberschaubar, v.a. weil dies als potentielles Probleme wahrscheinlich auch gar nicht das vordergründigste ist.

Von daher hätte ich das in dem Fall auch nicht weiter ausgeführt (man hätte natürlich noch ausführen können, was die Physik. Therapie macht...)
 
"Verse" schrieb Goethe. Das Ding, das du frei lagerst, schreibt sich mit "F".
:mryellow:
Inwiefern führt Schwerhörigkeit zu einer erhöhten Dekubitusgefahr?

Davon abgesehen, ich finde zwar auch die Planungen am konkreten Fallbeispiel besser, aber Deine Planung ist umfassend und gut formuliert.
 
Hahahaha Claudia... hahaha sorry.. das ist mir jetzt auch aufgefallen mit der VERSE.. :D :D :D Bin ich blöd. :D Ja, es heißt Ferse.

Also Schwerhörigkeit hat mir die Praxisanleitetin aufgeschrieben und mir das dann in die Hand gedrückt ich solle das noch mit aufnehmen was sie mir alles noch aufgeschrieben hat. Und ja natürlich, weil sie die ganze Zeit keine Lust hatte haben wir das am letzten Tag meines Stationstages gemacht und tja jetzt frag ich mich das auch was Schwerhörigkeit damit zu tun haben sollte.. :D
Ich werd das löschen. :)

Aber ich finde es gut, dass es sich jetzt besser anhört als vorher. Wenigstens ein Lichtblick.

Und danke hypurg.. aber ich glaub ganz proffessionell müssen wir das jetzt nicht direkt Können. Deswegen heißt es ja auch Lernaufgabe. :)
 
Hallo,
ich finde das dass Problem zu kurz gefasst ist, ich kenne das so das man jedes Problem aufzählen muss und dementsprechend dann die Maßnahmen .
Liebe Grüße
 
Neues Krankheitsbild wegen Schwerhörigkeit und Dekubitusgefährdung:
Zu viele Mikrofaserperlen aus dem Kissen ins Ohr gelandet -> Schwerhörigkeit + Druck auf Ohrmuschel etc = Dekubitusgefahr.. :D :D :D :D Sorry aber das musste jetzt mal gesagt werden. :D
 
Also Schwerhörigkeit hat mir die Praxisanleitetin aufgeschrieben und mir das dann in die Hand gedrückt ich solle das noch mit aufnehmen was sie mir alles noch aufgeschrieben hat.

Also ist es doch eine Aufgabe an einem konkreten Patienten auf Station? Dann würde ich die Probleme auch genauer benennen. Also nicht pauschal "Operation", sondern welche, nicht pauschal alle dekubitusgefährdeten Stellen aufzählen, sondern nur die, die auf den Patienten zutreffen.

Ich hätte als Praxisanleiterin übrigens auch keine Lust, Deine Lernaufgaben zu machen. Das ist Dein Job, ich geb nur Hilfestellung.
 
Ja ich hatte das doch soweit gemacht und die hat das nachgeguckt und gesagt das ich das noch einfügen soll. Mehr nicht, die meinte das würde reichen.
 
Und ich hab die aufgezählt die gefährdeten Stellen sonst könnte ich noch viel mehr aufzählen..
 
generell reicht es erst dann, wenn die planung dem konkreten patienten voll gerecht wird - objektiv, nicht aus der subjektiven perspektive eines dritten.
 

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