Gastroskopie abgebrochen

Mausie

Stammgast
Registriert
15.11.2010
Beiträge
248
Ort
Potsdam
Beruf
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Neonatologie
Hallo alle zusammen,

das beschäftigt mich schon den ganzen Tag und ich bin total verwirrt, was da passiert sein könnte.

Ich hab heute eine Gastroskopie bei V.a. Refluxösophagitis bekommen. Das war erstmal kein Problem für mich, ich war auch nicht außergewöhnlich aufgeregt, da ich das ja aus meinem Arbeitsalltag kenne. Vorbereitung war alles super und ich kann mich daran erinnern, dass ich nach den Medis ziemlich schnell weg war. Ich hab für die Sedierung 10 mg Midazolam und 25 mg Dolantin bekommen.

Schon gegen Ende meine ich etwas mitbekommen zu haben, war mir nachher aber nicht mehr sicher. Aber die Ärztin hat mir bestätigt, dass es wohl tatsächlich so passiert ist. Eigentlich sollte ich ein ÖGD bekommen. Leider habe ich aber wohl gegen Ende angefangen zu hyperventilieren, sodass sie abbrechen mussten und das Duodenum nicht mehr spiegeln und die Probenentnahme ebenfalls nicht machen konnten. Ich kann mich nur ganz kurz erinnern, dass ich das Gefühl hatte, ich würde keine Luft mehr bekommen. Auch meinte die Ärztin, dass ich von Anfang an gar nicht richtig weg war, aber sehr kooperativ, deshalb war das anfangs kein Problem. Ich hab das ganz anders in Erinnerung. Bis auf den letzten Teil war ich meiner Meinung nach weg. Ich hab außerdem die Ärztin wohl auch noch ziemlich angemeckert danach, daran kann ich mich auch nicht erinnern.

Das verwirrt und beschäftigt mich total. So kenne ich mich gar nicht. Ich hab noch nie hyperventiliert!!! Das ärgert mich voll, weil ich das bei uns aus der Kinderkrankenpflege nur von unseren ganzen Psycho - Kindern kenne und ich hab jetzt irgendwie Angst, auch auf diese Schiene abgestellt zu werden.

Ich schreib euch noch kurz die Bemerkung aus dem Befund rein:
"Trotz 10 mg Dormicum und 25 mg Dolantin ist die Patientin sehr wenig sediert. Ösophagus in allen Anteilen o.B., insbesondere kein Nachweis einer Refluxösophagitis. Magen in allen Anteilen o.B. Auffallend heftiger Gallereflux. Pylorus rund, schließend. Die Untersuchung musste abgebrochen werden, da die Pat. heftig hyperventiliert."
Befund: Ausschluss Refluxösophagitis, kleine axiale Hiatushernie, duodenogastraler Gallereflux.

Habt ihr sowas bei Patienten auch schon mal erlebt? Ich weiß nicht, was ich machen soll, im Moment krieg ich das einfach nicht aus dem Kopf
 
Ich verstehe das Problem gerade nicht...Du hattest eine Untersuchung und du hast einen Befund. Nur weil du hyperventiliert hast machst du dir so einen Kopf ??? Du bist sicher nicht die erste bei der das so war...
 
Das verwirrt und beschäftigt mich total. So kenne ich mich gar nicht. Ich hab noch nie hyperventiliert!!! Das ärgert mich voll, weil ich das bei uns aus der Kinderkrankenpflege nur von unseren ganzen Psycho - Kindern kenne und ich hab jetzt irgendwie Angst, auch auf diese Schiene abgestellt zu werden.

Psycho-Kinder? Da muss ich schon nachfragen, was ein Psycho-Kind ist.
Kann es sein, dass du selbst eine nicht ganz so gute Meinung von Patienten hast die während eines Eingriffes "Probleme" machen und deshalb nun enttäuscht von dir bist?


Falls es dich beruhigt, jeder regiert etwas anders auf Medikamente und ich persönlich ziehe aus dieser Reaktion keinen Rückschluss auf die Psyche oder Persönlichkeit des Menschens.
Ich selbst hatte mich nach ner Colo und Gastro auch nicht unbedingt sehr rühmlich verhalten. Die Untersuchung war zwar möglich aber die Kombi Mida und Propofol hat mich wunderbar enthemmt und naja ich will da jetzt nicht weiter drauf eingehen...:mrgreen:
 
Das ist doch nicht schlimm, Mausie. Midazolam macht eine retrograde Amnesie, d.h. du erinnerst dich nicht mehr an das Geschehene. Und zu Hyperventilieren ist keine Schande, man macht das ja auch nicht böswillig. Also nicht, worüber man sich ärgern müsste. War halt so. Hak´s ab ! :)
 
Danke für eure Antworten.

@mary_jane: Ich weiß, das ist vielleicht mega fies. Aber in der Regel ist das typische bei Einweisungsdiagnose Hyperventilation: Pubertät, Unzufriedenheit, Liebeskummer. Da spricht man bei uns von Psycho(logisch belasteten) Kindern. Ist nicht korrekt, das weiß ich. Aber das Problem ist einfach, dass wir denen auch nicht helfen können, die gehen nach einer Nacht eh wieder nach Hause, weil wir durch die Pubertät alle durch mussten.

@Sittichfreundin und Bluestar: Es beschäftigt mich halt. Einfach weil ich sonst niemand bin, der besonders "zimperlich" ist. Und, was mir leider erst hinterher eingefallen ist, so ein ähnliches Erlebnis hatte ich vor 7 Jahren schon mal, vor meiner ersten OP. Da hab ich auch 10 mg Dormicum als Prämedikation bekommen und es hat überhaupt nichts gebracht. Ich war topfit, bis ich im OP dann Propofol bekommen hab. Gibt's da sowas wie ne Unempfindlichkeit gegenüber Dormicum?
 
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Ich selbst hatte mich nach ner Colo und Gastro auch nicht unbedingt sehr rühmlich verhalten. Die Untersuchung war zwar möglich aber die Kombi Mida und Propofol hat mich wunderbar enthemmt und naja ich will da jetzt nicht weiter drauf eingehen...:mrgreen:

Ja ja, die gute Anästhesistenmilch Propofol. Ich liebe dieses Zeug, solange ich es nicht selbst nehmen muss.
 
Man kann natürlich auch paradox auf Sedativa reagieren.
 

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