Studium abgebrochen: wie erklären?

Bienchen!

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Hi zusammen, ich hab Abi gemacht, dann war ich beim Bund und danach habe ich lange studiert. (ohne Abschluss) Jetzt bin ich fast 28 und möchte gern die Ausbildung zur Krankenpflege machen. Eigentlich wollte ich schon nach dem Bund die Ausbildung machen, habe aber damals keine Ausbildungsstelle bekommen. Kann ich das beim Vorstellungsgespräch sagen oder kommt das schlecht?
Während des Studiums wurde noch jemand in meiner nahen Familie krank und wir haben denjenigen zuhause (meine Mutter und ich) bis zum Tod begleitet über ein halbes Jahr.
Ich habe ein zweiwöchiges Pflegepraktikum im Pflegeheim gemacht. Das hat mir sehr gefallen, jedoch hat mir das medizinische gefehlt. Meine Mutter ist Krankenschwester, deswegen weiß ich schon, was so auf mich zukommt und wünsche mir nichts lieber. Außerdem ist nun meine Oma pflegebedürftig und da helfe ich natürlich immer fleißig mit :-)
Ich habe große Angst, dass ich überhaupt keine Chancen habe, da mein Lebenslauf ja nicht gerade doll ist. :-( vorallem wegen dem Studium…
Die Frage ist, kann ich sagen, dass ich das Studium abbreche, da ich es einfach nicht geschafft habe, bzw durch Prüfungen gefallen bin oder ist das nicht gut? Wie kann ich das nur erklären??
Liebe Grüße
 
Ist es nicht eher so...

Du hast im Studium doch gesehen, dass es nix für dich ist. Oder? Das die Leistungen nicht erbracht wurden ist uninteressant.

Du hast ein Pflegepraktikum gemacht und dort gesehen, dass dein Berufswunsch aus Kindertagen doch eher deinen Vorstellungen entspricht. Der Pflegefall in der Familie ist wohl weniger relevant für die Berufswahl.

Immer schön das Positive betonen. Oder willst schlafende Hunde wecken mit dem Geständnis, dass du die Prüfungen nicht geschafft hast? Der Pflegefall in der Familie kann da als billige Ausrede gesehen werden. Die Aussage, dass der Bund dich nicht genommen hat, geht in die gleiche Richtung.

Elisabeth
 
Ne beim Bund habe ich mich ja gar nicht beworben. Habe mich danach an ein paar Krankenpflegeschulen beworben. Das ist aber nix geworden. Leider.
Naja ich dachte wegen dem Pflegefall…da habe ich halt gemerkt das mir das richtig Spaß macht usw. Weil ich die Pflege halt gerne übernehme und auch gerne Verbände Wechsel etc. Außerdem habe ich extra für die Pflege ein Urlaubssemester gehabt.
Aber wie erkläre ich , dass ich so lange studiert habe und es erst jetzt gemerkt habe. Eigentlich war das Studium schon was für mich, bin an einer Prüfung gescheitert, die mit dem Abschluss relativ wenig zu tun hat, aber relevant ist. Aber natürlich will ich nicht schlafende Hunde wecken. Also einfach weglassen, dass ich durchgefallen bin?
 
Also meinst ich kann sagen, ich hab ein Pflegepraktikum gemacht und da habe ich festgestellt, dass mir das total Spaß gemacht hat und ich da gerne hin bin, hab sogar die zwei Wochen durchgearbeitet auch am We. Und es ist einfach Praxis und nicht so theoretisch wie das Studium. Eigentlich war das schon so…..
Außerdem wollte ich das eigentlich als Kind werden (ist so!), aber mir wurde gesagt, du hast ja Abi, geh doch lieber studieren. Oder ist das blöd. Ist eigentlich alles wahr….weiß halt nicht wie das ankommt.
 
Du musst dass sagen, was du als richtig empfindest. Ansonsten verrät dich deine Körpersprache. Nur muss man nicht daher kommen mit: sie sind meine letzte Rettung. Die Betonung liegt immer auf dem Besten.

Wenn sie dich konkret nach Studienleistungen fragen sollten, dann kannst immer noch was dazu sagen. Aber nun nicht unbedingt: hab ich nicht geschafft weil Pflegefall in der Familie. Dafür hättest ein Urlaubssemester nehmen können.

Elisabeth
 
Ne, das war auch nicht der Grund, warum ich es nicht geschafft habe. Ich habe ja auch ein urlaubssemester genommen.
Mh ok….und meinst du ich habe überhaupt Chancen?
 
Chancen hat man (fast) immer. Man muss sie allerdings nutzen. Ob du eine Chance hast, kannst nur du selber herausbekommen.

Elisabeth
 
Authentisch bleiben, darstellen warum es gerade jetzt die Pflege sein soll und ist und bei 28jährigen mit Abi und Studiumserfahrung möchte ich schon auch gerne was über die Entwicklung der Medizin, Pflege insbesondere, ein wenig Berufspolitik und Zukunft Wissen und ob du dir darüber Gedanken gemacht hast.

Wenn mir ein 16 oder 17jähriger sagt - ich möchte in die Pflege um Menschen zu helfen - na ja - bei jemand mit deinem Hintergrund wäre mir das zu wenig.

Wenns da nicht klappen sollte geht in den Süden in Ballungsgebiete, dort nehmen sie fast jeden, der 4 Gliedmaßen hat und geradeaus Reden kann.
 
Was meinst du mit Ballungsgebieten im Süden? Wo nehmen sie alle?
Hintergrundwissen habe ich auf jeden Fall….so Basiswissen Medizin. Mit Gesundheitspolitik setze ich mich auch auseinander bzw Politik allgemein. :-)Ihr macht mir Mut, dass ich Chancen habe….ich will das unbedingt!
 
Was meinst du mit Ballungsgebieten im Süden?
Entschuldige - Ballungsgebiete sind größere Städte mit mehreren Schulen - das ist zu recherchieren - Oberbayern hat z.B. die meisten BFS im ganzen Bundesgebiet und Süden ist die Himmelsrichtung:razz1:

Wobei ich nicht die Politik im Allgm. sondern die Berufpolitik in der Pflege im Besonderen meine.
 
ich würde mich in Baden - Württemberg bewerben, wollte nur wissen ob du die Region auch meinst...
 
da mußt du halt recherchieren
größere Städte
welche KH gibts dort
auf der Homepage es KH stehen meist die Ausb.plätze
je mehr BFS desto mehr Bedarf, desto höher die Chancen.

Arbeitsamtseite als erster Anlauf auch nicht schlecht, sind aber nicht alle BFS drauf.

einfach mal googeln

schon mal ein Anfang

Krankenpflege - Altenpflege - Online Kurse - Pflege-Kurse - Krankenpflege - Krankenpflegeschulen - Krankenpflegeausbildung in Baden-Württemberg
oder
Ausbildungsstellen als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in (schul.)
 
...
Wenns da nicht klappen sollte geht in den Süden in Ballungsgebiete, dort nehmen sie fast jeden, der 4 Gliedmaßen hat und geradeaus Reden kann.
Bedeutet im Umkehrschluss, dass jeder pflegen kann. das dürfte wohl komplett dem widersprechen, was du angeblich mit einer Selbstverwaltung erreichen willst. Für solche Einrichtungen wirbt man nicht sofern man einen entsprechenden Anspruch an die Pflege hat.

Elisabeth
 
Wie so oft, total daneben.
Jeder kann Pflege lernen - ja das ist Richtig, wenn er die nötige Motivation dazu hat und kann eingestellt werden, wenn er die schulischen Voraussetzungen erfüllt.
 
Klar Bienchen! Die Chancen stehen gut.

Wenn Du es ehrlich willst und es vermitteln kannst.

Als Deine Bewerbungsstrategie könnte ich mir vorstellen:
Zunächst perspektivunsicher - daher nicht motiviert genug und - versiebt
Durch Pflegefall in der Familie für die wichtigen Dinge des Lebens sensibilisiert worden (Erwachsen geworden).

Den einzigen Fehler, den Du machen kannst: Es nicht weiter zu versuchen!

ICH WILL PFLEGE muss in Deinen Augen zu lesen sein!

Frieda
 
"Ich will Pflegen" ??? In 2014 muss das heißen "Ich will professionell pflegen". Das der/die TE pflegen kann, hat er/sie bereits bewiesen. Dafür braucht es keine Ausbildung.

Elisabeth
 
Ich würde es auf jeden Fall versuchen!!
Aus meinem Pflegepraktikum kannte ich eine Schwester, die mit 25 erst ihre Ausbildung begonnen hat. Und heute ist sie glücklich mit ihrer Wahl.
Ich habe zuerst auch einen völlig anderen Beruf (BTA) erlernt, dann angefangen zu studieren und bin jetzt bei der Pflege angekommen, weil ich es schon seit dem Abi wollte und irgendwie nie durchgezogen habe.
Ich stimme Elfriede voll und ganz zu!
Außerdem werden die Grundlagen aus deinem Studium auch für die Ausbildung etwas Gutes haben!
Geh mit deiner inneren Überzeugung ran und sag dir "was andere können, kann ich schon längst!"
Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück! ;)

LG
Chrissi
 
Ich kann nur zustimmen. Nicht aufgeben. Ich hab auch nach dem Realabschluss nicht die Ausbildung zur Pflege damals bekommen und dann halt BTA gelernt, mein Abi nachgeholt und studiert. Und im dritten Semester gemerkt, dass es nicht mein Fall ist und mir dann eine Auszeit genommen, wo ich etwas sinnvolles machen wollte. Da habe ich dann 1 1/2 Jahre meinen BFD im Altenheim gemacht und wusste wieder warum ich eigentlich mit 17 in die Pflege wollte. Heute bin ich 30 und beginne im Herbst das zweite Jahr meiner Ausbildung. Wenn du wirklich in diesen Beruf arbeiten willst, dann sei einfach ehrlich. Sie beißen dich nicht, sondern wollen wirklich nur sehen ob du es auch wirklich willst. Ich bin heute auch an einem kleinen Krankenhaus, wo es mir gleich beim Bewerbertag gefallen hat und fühl mich hier gut aufgehoben. Klar gibt es manche Tage wo du dich sicher mal über die eine oder andere ex. Kraft ärgern wirst, aber gehört wohl dazu. Lass dir jedenfalls nicht einreden, dass du nicht geeignet bist für den Beruf, sondern mach das, was dir dein Herz sagt. Und wenn du das willst, dann schaffst du das auch.
 

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