Durogesic 50 Pflaster vs. Dipidolor

Pf.Kay

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29.09.2010
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Dinslaken
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Krankenpfleger
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außerklinische Intensivpflege
Funktion
Wundexperte, stellvertretende PDL
Hallo Leute. Mir wurde auf Station von einer "erfahrenen" Schwester erzählt das Pat die ein durogesic pflaster tragen kein Dididolor s.c. oder i.v. erhalten dürfen da es sich nicht vertragen würde. Stimmt das? Ich würde mich sehr über eine ausführlich Antwort freuen
 
Nachdem dich die Aussage der Kollegin verunsichert hat, hast du bestimmt schon in den Beipackzetteln schlaug gemacht. Auf welchen Passus daraus beziehst du dich hier? Du hast sicher beide schon angeschaut? Was ist dir da konkret unklar?

Elisabeth
 
Nein, das macht keinen Sinn.

Was evt gemeint war ist hier wieder das übliche: 2 Opioide kombiniert, können sich gegenseitig in der Wirkung beeinträchtigen.

Jedoch ist ein Durogesic Pflster ja nun ein Spiegelmedikament, was der Pat braucht. Jetzt Dipi sc soll eine Schmerzspitze ausgleichen. Das ist OK!
 
Vielleicht stört Kay sich ja an dem Begriff "Kreuztoleranz" aus dem Beipackzettel von Dipidolor?

Elisabeth
 
Was soll denn diese Unterstellung, Elisabeth???

Gib doch einfach ne sachlicHe info, oder wenn du das nicht willst, dann lass es einfach.
Mit solchen Phrasen ist wirklich keinem geholfen.
 
Warum soll ich was erklären, was den User gar net interessiert. Die Kreuztoleranz wird lediglich im Beipackzettel von Piritramid erwähnt. Das kann durchaus verwirren.

Elisabeth
 
Ein Forum ist dazu gedacht die Dinge untereinander auszutauschen, zu diskutieren und nicht mit irreführenden Aussagen und Gegenfragen zu befüllen. Irgendwann ist auch dafür kein Platz mehr:wink:


Pitriamid ist der Wirkstoff von Dipidolor und ein hochpotentes Opioid.
Durogesic- Pflaster gibt es von 25µ bis 100µ in der Dosierung.
Fentanyl ist der Wirkstoff von Durogesic und ebenso ein hochpotentes Opioid.

Da Gleiches und Gleiches nicht eine Verstärkung des jeweiligen Opioids bewirkt und aus der gleichen Gruppe kommt ist davon auszugehen, dass Beides zusammen keinen Sinn macht.

Allerdings zu beachten sei, dass in den ersten 12 h durchaus Pitriamid i.v. über PCA- Pumpe im peripheren Bereich und fraktionierte Bolis von 1,5- 7, 5 mg zusätzlich zum geklebten Durogesicpflaster empfehlenswert ist bis das Durogesicpflaster seine volle Wirkung entwickelt hat. Es hängt allerdings u.a. wiederum von der Stärke ab und ob der Patient ambulant ist.

Bei 50µg Durogesic macht es durchaus auch Sinn die Kombi in den ersten 12 h einzusetzen.

Eine Kreuzreaktion ist mir allerdings aus der Praxis nicht bekannt, denn bei dem Einen handelt es sich um Pflaster und bei dem Anderem um i.v.

Eine Kreuzreaktion ist sichtbar eher bei Dolantin und Dipi.
 
Danke das hilft mir sehr weiter!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wie schaut denn die aus? Wie häufig kommt die vor?
Leider habe ich beim Googeln nichts gefunden, und das würde mich doch sehr intressieren.

Nun ja darüber wirst Du wahrscheinlich auch nichts finden. Ich konnte nur einige Male starke Rötungen im Gesicht, dann zusätzlich natürlich die Tachycardie, die nach Pethidingabe sowieso auftreten kann, Pustelbildung und natürlich Hypotone Phase. Hängt natürlich noch mit anderen Faktoren zusammen und man könnte sich dann natürlich fragen, ob dies nicht an dem Faktor Hypovolämie, zu schnelle Injektion u.a. liegen könnte. Allerdings erlebte ich diese Art Kreuzreaktion von Pethidin und Pitriamid nur in zeitnaher Kombi in den ersten 6 h postoperativ. In Deutschland wird im Gegensatz zur USA Pethidin nicht unbedingt mehr als Analgetika, sondern eher wegen das shivering eingesetzt. Dabei kommt es natürlich vor, dass Pitriamid vorher injiziert wurde und Pethidin kurz danach. Das wundert mich dann bezüglich der Kreislaufreaktion nicht sonderlich. Allerdings die Rötungen im Gesicht und untere Extremitäten einschließlich Pusteln bei 5 verschiedenen Patienten ist dann für mich schon eine Art Kreuzreaktion.

Faszit: Es ist wissenschaftlich wahrscheinlich niemals belegt worden. Allerdings bin ich darauf gekommen, als von Kreuzreaktion bezüglich Pitriamid i.v. und Fentanyl - Pflaster geschrieben wurde.
Dort konnte ich bisher allerdings selbst in Kombination keinerlei Kreuzreaktion beobachten und die Anzahl der Patienten ist in dieser Kombi wesentlich höher, als bei Pitriamid und Pethidin.

Vielleicht sollte ich darüber eine wissenschaftliche Arbeit schreiben. Allerdings so spannend finde ich es jetzt auch nicht, da Pethidin eher selten benutzt wird.
 
Hi,

Danke für deine Ausführungen.

Bei uns wird nämlich genau diese Kombi benutzt, Dipi gegen die Schmerzen und gegens shivern Dolantin.

Einen RRabfall habe ich auch schon gesehen, würde das aber nicht als Kreuzreaktion sehen. Pustelen, Rötungen etc. nicht.

Grüssle
 

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