Alle 2 Stunden Blutabnahme - warum kein venöser Zugang?

sunny121982

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Halllo ihr lieben,

Habe da mal eine Frage war in der Vergangenen Woch 3 Tage im Krankenhaus in einer UNI Klinik wo ich dachte ich wäre gut aufgehoben aber dann kamen die schlimmsten Tag in meinem Leben.
Ich musste zur Überwachung aller 2 Std Blutabgenommen bekommen dies wurde jedesmal neu Punktiert, wieso kann man da keine Venösen zugang legen ??? ich habe arme wie ein Junkie total zerstochen und alles tut weh ... keine Schwester war da wenn man sie Brauchte nur Arzthelferinen die einzigen die sich besorgt um mich kümmerten waren die Ärzte kann mir das mal jemand erklären ???
 
Du lernst GUK und trittst Deinen KollegInnen so in den A....?
1. Blutentnahme ist ARZTSACHE!!! Hättest Du gewusst, wenn Du einen Thread weiter unten mal nachgelesen hättest. Wenn sich die Halbgötter schon so sehr um Dich besorgt haben, wieso haben sie Dir kein Blut abgenommen? Wieso hast Du sie net gefragt, ob man einen ven. Zugang legen kann, was für BEs (zumindest bei uns im Haus) auch net üblich ist. Oder redet man net mit ihnen und wartet nur auf die Schwestern, dass man da mal rummoser kann? Nur keine kritischen Fragen an die Herren und Damen mit den langen Kitteln, die haben ja es schon keine Zeit. Die Schwestern, boah die sitzen rum und trinken Kaffee, statt den Ärzten zu helfen und sie zu entlasten!
2. Wieso hast Du der Arzthelferin Deine Probleme net vorgetragen? Wenn sie sie hätte lösen können, hätte sie es gemacht, wenn nicht hätte sie einer examinierten Kraft bescheid gegeben.
3. Ist das das Real Life und net "Schwester Stefanie" oder "ER"! Willkommen in der Realität, wo net die ganze Zeit eine Schwester um einen herumfliegt und bemüht ist dem Pat. die Hand aus der Sonne zu legen.

PS: Wozu überhaupt eine 2 stündliche Blutentnahme? Und wenn wieso lagst Du dann nicht auf einer Überwachungsstation?
 
Hallo,
das leidige Thema Blutentnahme. Ist nicht reine Arztsache. 2-stündige BE bei entgleistem Diabetes?? Oder anderes metabolisches Syndrom. Solche Pat. gehören auf die IMC. Haben bei uns arteriellen Zugang.
Ansonsten nimmt bei uns das Pflegepersonal das Blut ab. Auf Normalstation die Ärzte.
LG Bucks
 
Bei einem entgleisten Diabetes muss ich aber net zwangsläufig venöses Blut nehmen, da reicht auch kapiläres Blut.
 
Ein venöser Zugang ist noch keine Sicherheit, dass man dann auch Blut dort abnehmen kann.

In Zeiten der "Rosanüle" ist das Lumen schon so klein, dass es da schon Probs gibt, weil die Dinger weil sie nicht starr sind, sich gerne an die Venenwand legen. Selbst eine "Grünüle" ist vor diesem Problem nicht gefeit. Hier kommt noch hinzu: Einmal kurz geknickt- und man kann es vergessen.

Ich denke übrigens, dass es sich hier um einen Test handelt in Richtung Hormonstatus.

Elisabeth
 
Ja es ging um HormonStatus wegen HCG bestimmtung weil ich einen be******en HCG wert hatte der auf eine Schwangerschaft deutete aber man sah nichts auf dem ultraschall das einzige was man beobachten konnte das der Wert mal anstieg und mal gesunken ist und dann auch wieder hoch ging und keiner wusste woher.
Habe übrigends ne Arzthelferin nett gefragt ob es ne andere möglichkeit gäbe der Blutentnahme weil es einfach nur noch weh tat. darauf meckerte sie mich an das wird hier halt so gemacht und wenns mir nicht passt pech gehabt. was soll ich dazu sagen die schwester die ich fragte sagte wenn die arzthelferin das so sagt ist das so.
alles in einem wars ne fehlgeburt so wie es schaut aber danke für die netten worte von einigen hier.
Ich weiss wie hart der Job ist und es war eine einfache frage die ich beantwortet haben wollte. ich weiss das die pfleger/innen nicht die ganze zeit kaffee trinken und nen ***** voll zutun haben. ich kannte es nur bisher nicht so das man dann immer gestochen wird.
 
Selbst wenn die KP oder die Arzthelferin gestochen hat, muss doch der DOC die zweistündliche BE angeordnet haben. So etwas denkt sich ja nicht die KP aus...

Du fängst schon an wie viele Patienten: der Pflegekraft die Schuld für etwas zu geben, was eigentlich der Medizinmann angeordnet hat...

Nur kann man das bei den meisten Patienten noch mit "Nichtwissen" entschuldigen!
 
Ist sozusagen mal ein andere Form der Selbsterfahrung: wie ist es, wenn man Pat. ist. Das alle zwei Stunden gestochen wird auf einer peripheren Station, ist nichts außergewöhnliches.

Und ich denke, die Kollegen der Intensivabteilungen werden mir zustimmen, dass der Risiko-Nutzen- Abgleich bei dieser Diagnostik nicht eine Arterie begründen würde.

Elisabeth
 
liebe sunny!
unabhängig davon ob deine behandlung zu rechtfertigen ist oder nicht, wenn du das gefühl hast nicht gut behandelt worden zu sein, dann schreib dem krankenhaus einen beschwerdebrief.

nimm dir zeit diese tage im krankenhaus und die diagnose fehlgeburt zu verarbeiten.

lg und alles gute
angie
 
@Joerg
Warum so aggresiv? Eigentlich hat sie nur eine Frage gestellt. Hat auch den Pflegekräften keine Schuld zugewiesen, sondern lediglich wissen wollen, ob man da nicht einen venösen Zugang hätte legen können. Da kann man auch normal antworten. Von dauerkaffetrinkenden Schwestern habe ich auch nichts gelesen, du etwa? Mein Gott ist das ein Umgang...:weissnix:
 
War wohl auf den
keine Schwester war da wenn man sie Brauchte nur Arzthelferinen die einzigen die sich besorgt um mich kümmerten waren die Ärzte kann mir das mal jemand erklären
Satz bezogen.
Oder die Sätze?
Gehört da wohl ein Punkt hin? Wenn, dann vor Brauchte denk ich - denn das ist groß geschrieben... :weissnix:
 
Man kann sich ja aber auch über jedes Wörtchen mokieren und anfangen zu heulen....die Threateröffnerin hat es halt so empfunden. Ich war nicht dabei, vielleicht war es ja so, vielleicht auch nicht. Wer weiß? Aber eigentlich ging es im Wesentlichen um eine Frage, die kann man beantworten oder sagen, das man das eben nicht beantworten kann oder gar nichts dazu schreiben und fertig!
 
keine Schwester war da, wenn man sie Brauchte. nur Arzthelferinen. die einzigen die sich besorgt um mich kümmerten, waren die Ärzte. kann mir das mal jemand erklären?


Wenn ich es so lese, dann ging es gar nicht um die Frage: venöser Zugang oder nicht, sondern es ging um die mangelnde Empathie.
Und wenn ich dann noch in Betracht ziehe, dass es sich hier um einen Zustand nach einer Fehlgeburt handelt... dann kann ich nachvollziehen, dass man in so einer Situation besonders dünnhäutig ist. Und es scheint, dass auch zum Zeitpunkt des Einstellens des Posts immer noch die Emotionen überwiegen.
... Und da ist jede faktenorientierte Antwort und jede Wortklauberei wohl eher die falsche Antwort.

@sunny- Ich denke, zum Verarbeiten eines solchen Erlebnisses ist wahrscheinlich eher die reale Welt geeignet und nicht ein Pflegeforum. Emotionen kann man nur schwer erlesen, man kann sie aber sehen in der Körpersprache. Worte werden durch dies Körpersprache verständlich. Du hast sicher eine gute Freundin, die hier hilfreich sein kann.

Ich wünsche dir alles Gute.

Elisabeth
 
Ersteinmal möchte ich Dir sagen, wie leid es mir wegen Deiner Fehlgeburt tut.
Bei uns hättest sicher Du auch schlechte Karten.
Tja , warum ist keine Schwester da?
Weil zb. eine Schwester alleine für die ganze Abteilung zuständig ist und falls anderes Hilfspersonal da ist, dann haben die natürlich eher Zeit. Warum? -Weil es hunderte Aufgaben gibt die die nicht machen dürfen und die für das examinierte Personal alleine bleiben.-
Es ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich, wer für das Braunülen legen oder für die Blutentnahme zuständig ist. Bis vor einem Jahr waren das bei uns die Ärzte, jetzt sind es Schwestern mit der entsprechenden Fortbildung und Zulassung.
Ist keine Schwester mit der Zulassung im Dienst, so sind die diensthabenden Ärzte zuständig.

Zur Blutentnahme eine Braunüle? Na ich weiß nicht.- Erstmal kann es sein, daß diese tatsächlich nicht mehr ergiebig für eine Blutentnahme ist. Dann ist Braunüle legen viel schmerzhafter als ein Stich mit einer Blutentnahmekanüle. Und zum anderen ist die Braunüle auch danach nicht schmerzfrei.

Ich hatte noch 2 Wochen nach der letzten Op Probleme an der Hand in der die Braunüle lag, obwohl die Infusionen weder para gelaufen waren und nicht einmal eine Rötung zu sehen war,als sie gezogen wurde. Ich konnte die Hand nur eingeschränkt benutzen. - Zu sehen und zu fühlen war von außen gar nichts und viel gesagt habe ich zu dem Thema auch nicht. Die Braunüle lag etwa 20 Stunden,- länger nicht.

Und nun? Was ist nun besser?
Die schmerzende Hand wegen einer Braunüle oder wegen der Blutentnahme?

In den Kliniken werfen wir leider nicht mit Wattebällchen nach den Patienten und nach einigen Eingriffen oder Operationen hat man sogar noch lange Schmerzen.
Und auch Du wirst den Patienten eines Tages die Schmerzen nicht abnehmen können, oder eine Braunüle oder Blutentnahme ohne Stich bewerkstelligen können. Oder kannst Du garantieren, daß mir Deine Braunüle nicht 2 Wochen nachdem sie gelegen hat Schmerzen bereitet hätte?

Was jedoch wäre ohne die Fähigkeit des medizinischen Personals und ohne eine Behandlung mit Dir passiert?

Ich bin froh, daß ich in Deutschland lebe, oder zumindestens in einem zivilsiertem Land in dem mir im Bedarfsfall medizinisch geholfen wird. Dafür bin ich dankbar. Wäre ich in Indien geboren, in Afrika, oder sogar in den USA, dann fehlte mir vielleicht das Geld für eine Behandlung und ich müßte mit dem Medizinmann vorlieb nehmen.

Liebe Grüße und alles Gute für die Zukunft. Fearn
 
Bei einem entgleisten Diabetes muss ich aber net zwangsläufig venöses Blut nehmen, da reicht auch kapiläres Blut.
@Joerg
Ich meinte hier diabetisches Koma. Patienten sind "sauer". Habe mich wohl falsch ausgedrückt. Da reicht ein Blutzucker-Stix naürlich nicht. Aber das ist ein anderes Thema und wohl allen klar.
LG Bucks
 
Ich versteh gar nicht warum hier soviele in die Verteidigungshaltung gehen?!
Dass es auch "schwarze Schafe" unter dem Pflegepersonal gibt und in Uni-Kliniken nicht alles so einfühlend verläuft wie vielleicht auf dem Land dürfte ja wohl eh klar sein.

Es kennt doch sicher jeder dass sich ein Patient schlecht äussert und schon hat er den Stempel aufgedrückt:"Patient ist nicht kooperativ".
Das ist meiner Ansicht nach grundsätzlich falsch.
Viele Pflegekräfte ruhen sich auf ihrem Titel aus und nehmen an dass sie immer wissen was für den Patienten gut ist und er froh sein soll dass er überhaupt versorgt wird.
Wir sind hier weder in Afrika noch in irgendeinem Land in dem die med. Versorgung schlecht ist, das ist ein haltloses Argument, ohne die Patienten hättet ihr schlichtweg keinen Job.
Das sind Kunden.
Zeitproblematik hin oder her aber man wird sich doch sicher irgendwo mal 3-4 minuten ausm Finger saugen können um so ein Problem, welches für das Pflegepersonal wirklich nicht schlimm ist aber für den Pat. als unheimlich unangenehm empfunden werden kann, zu lösen.

Nur weil man etwas immer so macht heisst das ja nicht gleich dass es der beste weg ist und sie war sicherlich nicht die erste die sich darüber beschwert hat, wer sich schonmal nen tag lang BZ gemessen hat der weiss wie unangenehm das schon ist.
Wenn da jemand 2 stündlich kommt und mir ne kanüle in den Arm jagt dann gelt ich gern als unkooperativ und da hab ich auch kein Mitleid mit meinen "mitkollegen und mitkolleginnen" und werd sie meinetwegen auch solang damit nerven bis eine annehmbare lösung beidseits gefunden wird.

Dürfte doch kein großes Problem sein ne größere Kanüle zu legen und langsam was drüber laufen zu lassen damit sie nicht verstopft.
(Ich weiss NaCl laufen lassen und gleich danach ne Blutabnahme zu machen ist nicht gerade sehr gut aber es werden im Krankenhaus doch auch dauernd nach Infusionen Blut abgenommen. dann zieht man halt 2 Blutröhrchen ab und gibt das 2. ins Labor, so lernen wir das jedenfalls in der Schule beim ZVK)

Niemand verlangt dass man die Patienten von vorne bis hinten bemuttern soll und auch keine Wattebäusche werfen soll aber ein wenig kooperationsbereitschaft und einfühlungsvermögen haben noch nie geschadet.
 
Das mit der fehlenden Empathie ist mir leider auch schon sehr oft aufgefallen. Es gibt zwar sehr sehr viele positive Beispiele, aber leider ebenso viele negative! Nach meinen Beobachtungen empfinde ich es so, dass es 2 gruppen von Pflegekräften die problematisch zu betrachten sind. Zum einen sind da die alt eingesessenen, die schon zu ganz anderen Zeiten gepflegt haben. Viele wirken abstumpft. Jedes auffällige Verhalten wird negativ behaftet und bei Übergaben gelästert. Wenn man sich dabei auf die Seite der Pat. schlägt ist man schnell unten durch. Die arbeit wird als Pflicht gesehn, die erledigt werden MUSS. Hängt leider damit zusammen, dass die leute über die jahre durch schlechte arbeitsbedingungen vollkommen verschlissen werden und man sich dann wundert, dass so eine Pflegequalität dabei herauskommt. Des Weiteren fehlt vielen die Motivation für Fortbildungen um ihr Wissen aktuell zu halten. stattdessen kriegt man Sätze wie: "Das haben wir schon immer so gemacht." Ich möchte nicht alle Schwestern älteren Semesters über einen Kamm scheren, ich beziehe mich da auf den negativen Teil!

Die zweite Gruppe von der ich sprach ist leider genau das Gegenteil. Nämlich junge, noch gar nicht so lang examinierte Pflegende, die leider sichviel negatives abgeschaut haben und sich nun mit Examen für was besonderes erachten. Auch solche Leute habe ich schon einige mal erlebt. Das finde ich besonders schade, da sie es aufgrund ihrer umfassenderen Ausbildung eigentlich besser wissen müssten.

Natürlich ist das alles sehr verallgemeinert und es bewegt sich natürlich auch viel dazwischen, aber dies sind für mich die 2 auffälligsten Gruppen, von denen leider auf sehr vielen Stationen Vertreter vorhanden sind. Deshalb brauch man sich über so viele negative Erfahrungsberichte auch nicht wundern. Das liegt aber auch auf anderen Ebenen wie Einrichtungsleitung und QM begründet, die zu wenig gegen solche Misstände tun. Den älteren braucht man mit Pflegestandards gar nicht erst kommen weil sie gegen ihre Tradition und Erfahrung spricht und den jungen sind sie egal oder wissen zu wenig über deren notwendigkeit. Aber na ja das führt alles zu weit. ich musste mich aber mal dazu äußern, weil man immer wieder solche erfahrungen und diskussionen mitbekommt. Ich hoffe es fühlt sich keiner angegriffen, aber das ist meine Meinung aufgrund der vielen Stationen die ich gesehen habe. Wie gesagt gibt es glücklicherweise auch sehr viele positive Beispiele, die ich auch kennenlernen durfte, alles andere wäre äußert beängstigend und wir könnten das Wort Pflegequalität und Qualitätssicherung zu den Akten legen.

Zum thema 2-stündl. BE und venöser Zugang. Ich habe am Anfang der Ausbildung auch gefragt wieso BE nicht aus Flexüle nehmen? Mir wurde erklärt, dass sich dadurch bestimmte (welche im einzelnen weiß ich leider nicht) Blutwerte im gegensatz zur "frischen" Punktion unterscheiden können. Ob das nun richtig oder falsch ist kann ich leider nicht sagen, ich halte es aber für plausibel. Aber bis auf BE aus ZVK oder auf ITS aus arteriellen zugängen, kenne ich es nicht anders als das immer neu punktiert wird, auch bei 2-stdl. Messung
 

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