Das mit der fehlenden Empathie ist mir leider auch schon sehr oft aufgefallen. Es gibt zwar sehr sehr viele positive Beispiele, aber leider ebenso viele negative! Nach meinen Beobachtungen empfinde ich es so, dass es 2 gruppen von Pflegekräften die problematisch zu betrachten sind. Zum einen sind da die alt eingesessenen, die schon zu ganz anderen Zeiten gepflegt haben. Viele wirken abstumpft. Jedes auffällige Verhalten wird negativ behaftet und bei Übergaben gelästert. Wenn man sich dabei auf die Seite der Pat. schlägt ist man schnell unten durch. Die arbeit wird als Pflicht gesehn, die erledigt werden MUSS. Hängt leider damit zusammen, dass die leute über die jahre durch schlechte arbeitsbedingungen vollkommen verschlissen werden und man sich dann wundert, dass so eine Pflegequalität dabei herauskommt. Des Weiteren fehlt vielen die Motivation für Fortbildungen um ihr Wissen aktuell zu halten. stattdessen kriegt man Sätze wie: "Das haben wir schon immer so gemacht." Ich möchte nicht alle Schwestern älteren Semesters über einen Kamm scheren, ich beziehe mich da auf den negativen Teil!
Die zweite Gruppe von der ich sprach ist leider genau das Gegenteil. Nämlich junge, noch gar nicht so lang examinierte Pflegende, die leider sichviel negatives abgeschaut haben und sich nun mit Examen für was besonderes erachten. Auch solche Leute habe ich schon einige mal erlebt. Das finde ich besonders schade, da sie es aufgrund ihrer umfassenderen Ausbildung eigentlich besser wissen müssten.
Natürlich ist das alles sehr verallgemeinert und es bewegt sich natürlich auch viel dazwischen, aber dies sind für mich die 2 auffälligsten Gruppen, von denen leider auf sehr vielen Stationen Vertreter vorhanden sind. Deshalb brauch man sich über so viele negative Erfahrungsberichte auch nicht wundern. Das liegt aber auch auf anderen Ebenen wie Einrichtungsleitung und QM begründet, die zu wenig gegen solche Misstände tun. Den älteren braucht man mit Pflegestandards gar nicht erst kommen weil sie gegen ihre Tradition und Erfahrung spricht und den jungen sind sie egal oder wissen zu wenig über deren notwendigkeit. Aber na ja das führt alles zu weit. ich musste mich aber mal dazu äußern, weil man immer wieder solche erfahrungen und diskussionen mitbekommt. Ich hoffe es fühlt sich keiner angegriffen, aber das ist meine Meinung aufgrund der vielen Stationen die ich gesehen habe. Wie gesagt gibt es glücklicherweise auch sehr viele positive Beispiele, die ich auch kennenlernen durfte, alles andere wäre äußert beängstigend und wir könnten das Wort Pflegequalität und Qualitätssicherung zu den Akten legen.
Zum thema 2-stündl. BE und venöser Zugang. Ich habe am Anfang der Ausbildung auch gefragt wieso BE nicht aus Flexüle nehmen? Mir wurde erklärt, dass sich dadurch bestimmte (welche im einzelnen weiß ich leider nicht) Blutwerte im gegensatz zur "frischen" Punktion unterscheiden können. Ob das nun richtig oder falsch ist kann ich leider nicht sagen, ich halte es aber für plausibel. Aber bis auf BE aus ZVK oder auf ITS aus arteriellen zugängen, kenne ich es nicht anders als das immer neu punktiert wird, auch bei 2-stdl. Messung