Zulagen OP-Pflege im AVR

Sebi83

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage, ich könnte wohl eine Stelle im OP in einem anderem Haus bekommen und würde gerne vom Stationsdienst aus wechseln.

Soweit ich das durchschaut habe, würde ich im Operationsdienst im AVR (Caritas) nach Entgeldgruppe P8 (ohne Fachweiterbildung), und P9 (mit Fachweiterbildung) bezahlt werden.

Da ich ja logischerweise anfangs noch keine Bereitschaftsdienste übernehmen kann, würde ich ja nur das reine Grundgehalt für die Stufe P8 bekommen.

Kommen zu diesen Grundgehalt noch irgendwelche sonstigen Zahlungen ... Funktionszulagen etc. ???

Da ich ansonsten durch die fehlenden Zulagen ein Nettoverlust von über 400€ machen würde und ich mir dann einen Wechsel schlichtweg finanziell nicht erlauben kann.
 
Nein, die Bereitschaftsdienste bringen die Butter auf´s Brot.

In einem kleinen Haus müsstest Du etwa 6 Monate überbrücken, bis die ersten Bereitschaftsdienste möglich sind. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal geht es schneller, aber da Du ganz neu in dem Bereich wärst, denke ich sind sechs Monate realistisch.
 
Hmm hab ich mir schon fast gedacht, dann muss ich wohl versuchen, ob sich der neue Arbeitgeber auf eine Nebenabsprache einlassen würde, dass für die Monate X ein zusätlicher Betrag Y als Sonderzahlung möglich wären um halt genau diese Zeit zu überbrücken.

Als alleinerziehender Papa mit 2 Kindern sind 400€ ne Menge Holz die mal eben wegfallen :>
 
Kannst du mir denn auch in etwa sagen, was die Dienste monatlich ausmachen?

Mir wurde gesagt, dass ich etwa mit 6 Diensten im Monat rechnen muss wobei 4 Stück halt Rufbereitschaft und 2 Bereitschaftsdienste wären.
 
Kommt auf die Bereitschaftsdienststufe an und wie lang die Bereitschaftsdienste sind.
 
Wie bekommst Du die Bereitschaftsdienste überbrückt, was die Betreuung angeht? Du bist dann ja locker 26 Stunden ausser Haus...
4 RD und 2 BD? Da würde ich ein plus x rechnen.
 
Alternativ würde ich mir einen Nebenjob genehmigen lassen und die fehlende Kohle auf Minijob Basis an den Wochenenden reinholen.
 
Die Betreuung ... beide Kinder sind bis 16:30 täglich in der Schule/Kita und im Moment arbeite ich als reine Nachtwache 16 Tage im Monat und die gehen dann halt abends zu meinen Eltern bzw. jedes zweite Wochenende zu der Kindsmutter von Freitag nach der Schule bis Sonntag Abend.

Geht halt nicht anders :(
 
Und soweit ich das im Kopf habe, gehen die Dienste von 16:00 - 8:00.
 
Die Kernarbeitszeiten sind im OP, vorausgesetzt sie bleiben so, natürlich sehr viel familienfreundlicher als auf Station.

Als "gebranntes Kind", alleinerziehend und seit Jahren im Funktionsbereich tätig, weiß ich wie schwer Bereitschaftsdienste zu stemmen sind. Zumal 16.00 Uhr Feierabend auch eher utopisch ist, weil eigentlich immer mehrere Säle in den Feierabend laufen.

Auch die überschaubare Anzahl der Dienste ist mit Vorsicht zu geniessen. Das sind nämlich die geplanten Dienste, die auf dem Dienstplan stehen, bevor die Ausfälle gerechnet sind. Ein kranker Mitarbeiter, der BD hat, kann nur mit Einspringen kompensiert werden.

Die Realität ist immer eine andere, als die die die PDL verspricht. Auch die kleineren Häuser schrauben an den Arbeitszeiten. Spätdienste, vordergründig zur Entlastung, in der Realität um Bereitschaftszulagen zu umgehen, werden zunehmend auch in kleinen Häusern eingeführt. Länger arbeiten ist die Regel, nicht die Ausnahme. Einspringen, wie überall auch normal.

Wie sehr sich Dienste lohnen ist abhängig von der Stufe, Stufe B ist ein Taschengeld, Stufe D ist nett. Auch bei den Rufdiensten kommt es auf die Eingruppierung an.

Absprachen, was Dienste nur an "kinderfreien" Wochenenden angeht, müssen direkt mit den Vorgesetzten abgesprochen (am besten schriftlich fixiert) werden, denn was die PDL verspricht, hält die OP-Leitung noch lange nicht ein.

Vollzeit, alleinerziehend wäre in den Häusern, in denen ich gearbeitet habe, nur schwer möglich gewesen. Einfach weil es nicht stemmbar gewesen ist. 6 + x Dienste im Monat 26 Stunden außer Haus ist echt schwer, je nach Alter der Kinder.
Jedenfalls habe ich es nicht hingekriegt. Kinder sind Privatvergnügen. (leider) Da nimmt selten jemand Rücksicht drauf. Du musst die Kinder ja auch im Rufdienst "wegorganisieren", denn Du kannst ja nicht abschätzen, wann Du wie lange wegmusst.

Ich würde mir den Laden ansehen, und auch die Dienstpläne einsehen, wie viel da umorganisiert wurde. Also die, die ausliegen, nicht die im Computer. Mit Kollegen sprechen, die keine Leitungsfunktion haben und nachfragen, ob eine Anpassung der Dienstzeiten im Raum steht. (Das sagt Dir nämlich vorher keiner)

Und ein OP-Paradies wie bei opjutti habe ich leider noch nirgendwo erlebt und kenne auch niemanden, bei dem es solche gute Strukturen gibt.
 
öhm.. kann ich so bestätigen. unbedingt genau anschauen. versprochen wird viel, gehalten eher weniger. personal im op ist äußerst knapp und die bedingungen eher schlecht als recht.
 
Hallo Sebi,

Da der finanzielle Teil für dich so wichtig ist wird die Arbeit in OP für dich in den ersten Jahren ein gefährliches Spiel. Ich habe mal durchgerechnet, dass du jeden Monat mindesten 40 ausgezahlte Bereitschaftsstunden leisten musst.Je nach Einstufung (im AVR gibt es nur noch A-C, also 60/75/90%) und Anteil des "Freizeitausgleichs" kommt da eine erhebliche Anzahl an Diensten zusammen. Uns auch die "Freizeit" nach einem 24-Stunden-Dienst ist, je nach Arbeitsbelastung, eher eine "Erholung-und Regenerationsphase".
In meinem Haus wären das beispielsweise mindestens 2 x 24-Stunden-Samstage und 4x Dienste in der Woche. (Bereitschaftsstufe B) Verstößt dann eventuell schon gegen das Arbeitszeitgesetz, wegen Überschreitung der Wochen-Maximal-Arbeitszeit (Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit !!!)
Wenn du dann aus verschiedensten Gründen deine "Mindestdienste" nicht erreichst, fehlt dir das Geld.
Die alten Geschichten auf den Stationen, dass man im OP "wahnsinnig" viel Geld verdienen kann, stammen noch aus den 80er/90er Jahren, als die Bereitschaftsdienste voll ausbezahlt wurden ( hatte Ende der 90er mal 112 ausbezahlte Bereitschaftsstunden) Allerdings sind die Zeiten lange vorbei. Inzwischen kann man auf Station mit Schichtzulage, Nachtzulage und Feiertagszulage mehr verdienen, trotz einer Lohnstufe weniger.

ABER:Wie FLORA schon geschrieben hat: personal im op ist äußerst knapp !! Also: Verhandeln ist vielleicht möglich.

LG Einer
 
Mir wurde gesagt ich müsste mit im Schnitt 2x24h Diensten und 4 Bereitschaftsdiensten pro Monat rechnen.

Dass kann mal ein oder zwei mehr sein, je nach Personalsituation.

Arbeitszeit ist 7:30 - 16:15, um die Wochenarbeitsstunden halt trotz Freizeitausgleich zu erreichen.

In P8 abzüglich der Steuern würden mir in etwa 1850€ Netto bleiben bei Lohnsteuerklasse II.

Im Moment habe ich durch die ganzen steuerfreien Nacht und Wochnendzulagen ca. 2250€ Netto.

Also 400€ mehr als ohne die Zulagen im OP.

Mir geht es nicht darum mich zu bereichern, weil ich auch einfach wirklich gerne im OP arbeiten würde.

Aber unter 2000€ Netto zu fallen wäre schon ne Herrausforderung im Alltag .

Es wäre halt gut, wenn der Arbeitgeber sich darauf einlassen würde, zumindest für das erste Jahr, bis halt Dienste regelmäßig geleistet werden können, eine monatliche Bonuszahlung zu gewähren um diesen finanziellen Verlust zumindest abzufämpfen.

Ich werde einfach mal ... pokern ... ob das möglich wäre, denn mehr als ein Nein kanns nicht geben ... und wie schon mehrfach gesagt, OP Personal ist knapp.
 
kann ich mir nicht vorstellen dass da drauf eingegangen wird. du bist neu in dem bereich, brauchst einarbeitung, etc.

Versuch es, aber ich glaubs nicht wirklich.
 

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