Postoperative Pflege nach Bandscheiben OP

rocki_*maus

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10.03.2007
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Hallo, ich hätt gern mal ein paar Antworten zu meinen Fragen:

-Worauf muss man bei Patienten nach dieser OP bezüglich der Bewegung/Lagerung achten?

- Welche Beobachtungs- und Vitalparameter müssen regelmäßig überprüft werden?

- Welche Pflegemaßnahmen müssen in der Akutversorgung durchgeführt werden?

- Wie lange bedarf der Pat. einen intensiven Ünterstützungsbedarf?

Wäre toll wenn jemand ein paar Anworten kennt.
Danke:flowerpower:
 
Ich gehe mal von einer Hausaufgabe aus- was hast du bis jetzt zum Thema gefunden? Ich würde dann gerne ergänzen.

Elisabeth
 
Ja es geht um eine Hausaufgabe, an der ich langsam verzweifel:knockin:

Das einzige was ich bis jetzt zusammen habe ist die Beratung der Patienten zu hause.
Habe halt zu diesem Thema nix brauchbares gefunden, meine Bücher geben zu diesem Thema leider nicht so viel her. Weiß nicht wo ich jetzt noch informationen her bekommen soll!?
 
tag,

es gibt verschiedene arten von bandscheiben OP´s und demnach auch verschiedene postoperative standard´s! und gerade bei den bandscheiben pat. ist die mobilisation sehr sehr wichtig und muss gewissenhaft durchgeführt werden, wir haben einen extra bewegungsplan für diese pat.!

LG
 
Info: Pat. nach Bandscheiben- OP
Problem: Vermeidung von Beuge- und Spiralbewegungen im OP- Bereich
???
Ressourcen: Welche Ressourcen wären günstig?
Ziele: Erreichung Selbständigkeit
Maßnahmen: Welche Maßnahmen braucht es? Weiß der Pat. wie er sich bewegen muss? Wo braucht der Pat. Hilfe wenn er die Bewegungen nicht ausführen darf?
Evaluation: Schmerzen; Mißempfindungen+Taubheitsgefühl in Körperbereichen unterhalb des OP- Bereiches; Ausscheidung, Wundheilung; Temperatur, RR, HF

Zustand nach Bandscheiben-Operation
Bandscheibenvorfall LWS. Alphaklinik - die Spezialisten für minimalinvasive Knie- und Wirbelsäulenchirurgie

Elisabeth
 
Hallo rocki-maus,

da bei uns weder Arzt noch Pflegepersonal über die Pflege bei Patienten nach Bandscheiben-OP Bescheid wußten und es auch keinen Standard dazu gibt (kommt wohl sehr selten vor bei uns diese Art von OP) habe ich mal in "Chirurgie für Pflegeberufe" von Paetz nachgeschaut.

Auf Seite 528 steht:

"Beobachtung:
Die Kontrolle von Durchblutung, Motorik und Sensibilität an den Extremitäten und Zehen ist erforderlich. Hier können z.B. Funktionsschwäche bei der Fußhebung oder -senkung, Pelzigkeit der Zehen, Schmerzen etc. Hinweise für neurologische Ausfälle sein.

Dasselbe gilt für die Urinausscheidung mit regelmäßiger Miktionskontrolle (Blasenlähmung). Das Sekret aus den Redondrainagen muss besonders hinsichtlich seines Aussehens beurteilt werden. Eine helle Farbe kann durch Liquorbeimengung verursacht sein.

Lagerung:
Postoperativ wird eine flache Rückenlagerung durchgeführt. Ein Wechsel in die Seitenlage ist nur durch "Drehen en bloc" ab dem 1. postoperativen Tag gestattet.

Mobilisation:
Die Mobilisation beginnt in der Regel am 1. postoperativen Tag mit dem "Aufstehen en bloc"(Buch S. 529)
1. Beide Beine anziehen
2. Vom Rücken auf die Seite drehen
3. Beide Unterschenkel über den Bettrand schieben.
4. Oberkörper seitlich anheben.
5. Ins Sitzen hochkommen

Die Rückkehr ins Bett erfolgt in umgekehrtem Ablauf wie das Aufstehen.
Es erweist sich als günstig, wenn die Patienten diese Mobilisationsmethode bereits präoperativ eingeübt haben. In der Folgezeit ist längeres Sitzen nicht gestattet. In manchen Kliniken besteht sogar ein Sitzverbot bis zum 10. postoperativen Tag. Die Mahlzeiten sollten anfangs im Stehen eingenommen werden. Das kann man durch die Erhöhung der ausklappbaren Nachttischfläche möglich machen. Der Einsatz eines Stehstuhls kann dabei behilflich sein.
Intensive physiotherapeutische Maßnahmen tragen zur Kräftigung der Rückenmuskulatur bei. Rückenoperierte Patienten werden zu schmerzfreien Bewegungsmustern angeleitet, welche auch nach der Entlassung weitergeführt werden. Teilweise wird eine Flexionsorthese in der Mobilisierungsphase (korsettähnliche Stütze zur Kyphosierung der LWS) eingesetzt."

MfG,
Helen.:wink1:
 
Ja vielen, vielen Dank, das ist mir echt eine Hilfe gewesen. Ich denke den rest bekomme ich alleine hin.

Viele Grüße:klatschspring:
 
Hallo ihr Lieben!

Ich bin im 2. Lehrjahr und stehe kurz vor der Zwischenprüfung in der Praxis. Ich werde sie auf der Neurochirurgie-Abteilung des Krankenhauses machen und vermute deswegen, dass ich wahrscheinlich die postoperative Pflege als Prüfungssituation übernehmen werde.

Ich kenne mich ganz gut mit der Theorie der 1. Mobilisation aus, und man sagte mir auf Station, dass man am ersten post-op-tag eigentlich nur mit den Leuten hinsitzt, ihnen den Rücken wäscht (Desinfektionsmittelrückstände), sie Gesicht und Hände waschen lässt und das Bett macht.

Meine Fragen an euch wären, was findet ihr zusätzlich noch wichtig? Gibt es etwas das ihr ganz besonders beachtet, wenn die Leute das erste Mal aufsitzen (möglicherweise sogar mit Gehwagen aufstehen, wenn sitzen zu sehr schmerzt)? In welcher Reihenfolge mache ich das am besten? Und womit könnte ich besonders punkten?
 
Ich tu mich immer schwer mit dem Vorgeben von fix und fertigen Anleitungen. Vielleicht kannst du ja mal konkret werden:

Welche Pflegeprobleme siehst du bei diesen Pat.? Welche Ressourcen brungt der Pat. ev. mit?

Anhand der Pflegeprobleme und Ressourcen kann man dann überlegen, was sonst noch so wichtig ist.

Elisabeth
 
Probleme sind sicherlich im Schmerz zu sehen. Oft schmerzt das sitzen noch zu sehr. Viele sind entweder zu übermütig oder zu gemütlich, es gibt selten den Fall dass sie die richtige Mischung finden. Ressource ist sicherlich, dass viele von ihnen relativ selbstständig waren vorher und bereitschaft zur mitarbeit zeigen. Hilfsmittel gibt es jeder Art, zur 1. Mobilisation wird gerne ein Gehwagen benutzt.. Die meisten haben probleme die Erklärungen zur richtigen Bewegung zu beherzigen, weil sie ganz schnell wieder aus dem Bett wollen, man muss sie eher bremsen.

.. Natürlich kann ich spezifische Probleme und Ressourcen nicht aufzählen, weil ich ja nicht weiß bei welchem Menschen ich die Prüfung letztendlich machen werde.

Ich bin gar nicht auf fixe Anleitungen aus, eher Anregungen (z.B. den Patienten vorher nach seinem Befinden fragen, ob er bereit ist, oder: Ihm vorher oder währenddessen erklären, wie er sich zu bewegen hat)
 

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