Die "Medizin ist die führende Disziplin in einem Krankenhaus" (MedMax 2005).
- wem nutzt diese Feststellung? Die Ärzte geben den Ton an und alles soll rennen? Wer unserer Berufsgruppe (pauschal) unterstellt, dass "Die Pflege Begriffsverwirrung stifte" [wegen der Bezeichnung "Stationsleitung"] (MedMax 2005), entlarvt sich selbst. Auch die geäußerte Meinung zu unserer Stellung als Heilhilfsberuf, verdeutlicht eine antiquierte Sichtweise, auf der der Staub zentimeterdick liegt. Vieles ändert sich, zum Glück. Für manchen scheinen aber "emanzipatorische Berufsvorstellungen" [bzgl. Krankenpflege] (MedMax 2005), schon unvorstellbar sein. Was würde derjenige wohl sagen wenn er feststellen würde, dass sich das Berufsbild tatsächlich gewandelt hat, und dies auch weiter tun wird? Bekäme er einen Herzinfarkt? - Falls dem so wäre: In der Notaufnahme schreibt eine Frau, die "nur" Krankenschwester ist, das 12-Kanal EKG. Der Befund spricht für sich, es muss operiert werden. Wieder ist es "nur" eine andere Krankenschwester die den Perfusor an das Bett ummontiert. Im OP warten schon der Anästhesist und die Herzchirurgen. Der Narkosedoc ist am rotieren, da er alles für die Einleitung selbst suchen muss. Der Chirurg steht mit einem Oberarzt ratlos am Regal mit den OP-Sieben. Die Operation kann nicht beginnen, denn irgendwer fehlt: "Ah ja, 'nur' die OP- und Anästhesiepflege!".
Die Krankenpflege hält den Laden am Laufen. Auf Stationen, in Funktionsbereichen, in Altenheimen, im ambulanten Bereich, etc.
Es erfüllt mich mit Freude, dass ich dieser Berufsgruppe angehöre und ich bin stolz darauf, die Ausbildung absolviert zu haben. Wer sind wir? - "nur" Pflege!?
ciao
Manuel
Quelle:
http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=57413
(user nennt sich MedMax)