FTD-Gesundheitswirtschaftskongress 2008 - Grenzen überschreiten

narde2003

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Akt. Einsatzbereich
HOKO
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Leitung HOKO
Grenzen überschreiten
Neue Wege in der Gesundheitswirtschaft


Es gleicht einem Mantra, das Vorstände und Geschäftsführer der Branche seit Jahren in ihre Reden, Interviews und Präsentationen einbauen: Der Gesundheitsmarkt mit seinen 4,2 Millionen Beschäftigten sei Deutschlands größte Branche, elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden von ihnen erwirtschaftet. Wie kann es angesichts dieser Zahlen sein, dass der Branche bis heute in der breiteren Öffentlichkeit – und auch in der Politik – so wenig Aufmerksamkeit zuteilwird?
Die Antwort ist ernüchternd. Es liegt nicht nur an der traditionellen Rolle des Staates, der in den Augen der Bürger für die Gesundheitsversorgung verantwortlich ist; der Slogan „Gesundheit ist keine Ware“ findet immer noch viele Anhänger. Der Grund liegt vor allem bei den Akteuren selbst. Auch wenn sie in der Öffentlichkeit für mehr Wettbewerb und Transparenz eintreten, hat sich ein Großteil von ihnen mit dem Status quo arrangiert. Sie verdienen gut am bestehenden System – und haben deshalb wenig Interesse daran, die Strukturen zu verändern. Der reflexhafte Widerstand gegen die Versandapotheke DocMorris oder den Dienstleister McPflege illustriert dies hervorragend.
Wer in dieser Branche also innovativ sein will, muss hohe Hürden nehmen. Vor allem muss er Wege finden, wie sich das starre System aufbrechen lässt. Die dritte FTD-Konferenz Gesundheitswirtschaft, die am 11. und 12. März 2008 in Berlin stattfindet, will deshalb genauer in den Blick nehmen, wie sich bestehende Grenzen überwinden lassen, sodass die Gesundheitsversorgung verbessert wird. Diese neuen Wege umfassen sowohl Finanzierungsformen, Vertriebswege, moderne Hard- und Software, die intelligente Abläufe unterstützen, als auch Wege, wie Patienten sich besser informieren können – um so die Nachfrage nach einer besseren Behandlung zu stärken. Im Hintergrund dieser Ansätze steht die grundsätzliche Frage, wie wir künftig das Verhältnis von Gesundheit und Ökonomie gestalten wollen. Oder, um es mit der Kernfrage des Auftaktplenums zuzuspitzen: „Wie viel ist ein Menschenleben wert?“

zum Programm: http://www.ftd-gesundheitswirtschaft.de/2008-03/grusswort.php
 

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