Beruflicher Neustart

Maeli

Newbie
Registriert
24.02.2010
Beiträge
5
Ort
Berlin
Beruf
ex. Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
Behindertenhilfe
Hallo,

ich arbeite seit fast 10 Jahren in der Behindertenhilfe, erst im Nachtdienst - nebenbei noch auf 400,€ in HKP -, nach der Elternzeit bekam ich eine Stelle im Tagesbereich (mit sehr elternfreundlicher Arbeitszeit) beim selben Träger, die Stelle wird nach BAT-Ost bezahlt, ich kann also eigentlich überhaupt nicht klagen.

Das Problem: ich bin kreuzunglücklich! Die Arbeit füllt mich überhaupt nicht aus und ich habe das Gefühl, immer mehr zu verblöden.

Beruflich gestartet hatte ich mal in einer onkologischen Hauskrankenpflege. Die Arbeit dort hatte mir sehr viel Freude gemacht und ich würde gerne wieder in der Palliativpflege arbeiten. Da ich aber nicht das Gefühl habe, noch über das entsprechend notwendige Fachwissen zu verfügen um diese Tätigkeit qualitativ hochwertig ausüben zu können, weiß ich nicht, wie ich in dem Bereich wieder einsteigen könnte. In der Behindertenhilfe habe ich keinerlei pflegerisch-medizinische Aufgaben zu bewältigen, da geht es einzig um die optimale Betreuung und Begleitung im Alltag.
Mir läuft langsam die Zeit davon, oder positiv geschrieben: ich bin im genau richtigen Alter für einen beruflichen Neustart. Nur wie wenn man schon so lange "raus" ist?

Habt Ihr Tipps/Ideen/Erfahrungen, wie eine berufliche Neuorientierung gelingen kann?

Danke, Maeli
 
Hallo Maeli!

Hat denn Dein Arbeitgeber keine Fort- oder Weiterbildung im Angebot, die Dich interessieren könnte?

Für den Breich Palliativpflege gibt es Fachweiterbildungen, auch als Fernlerhgang. Damit sollte es doch möglich sein, Dein Wissen wieder auf den neusten Stand zu bringen.:wink:

Füchschen
 
Hallo,

Danke für Eure Antworten und die links.

@Füchschen: mein Arbeitgeber ist sehr an der Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter interessiert, aber nur, wenn es auch für den Behindertenbereich sinnvoll ist, da mein AG diese ja auch bezahlt.

Mit Fachwissen meinte ich nicht ausschließlich den Palliativbereich, da habe ich mich unklar ausgedrückt, sorry. Ich habe in den letzten 4 Jahren z.B. keine Injektionen verabreicht (darf in unserem Haus nicht mal das Insulin verabreichen ohne davor an der dazugehörigen FB teilzunehmen), keine Verbände gewechselt, keine Pflegeplanungen geschrieben... das heißt nicht, dass ich überhaupt nichts mehr weiß und kann, aber ich bräuchte nen "Rundumauffrischungskurs" (den ich so, als Fortbildung, leider nicht gefunden habe 8))

Was den pflegerischen Teil der Arbeit angeht mache ich mir keine Gedanken, möchte deshalb aber nun nicht gerade im ausschließlichen Altenpflegebereich landen.

Wie ich meine Frage nun genau noch mal formulieren soll weiß ich auch nicht, habs jetzt mehrmals formuliert, umformuliert, neu geschrieben, gestrichen...
vielleicht so: wie bekomme ich elegant den Ausstieg aus der Behindertenhilfe und den Einstieg in eine (gute) häusliche Krankenpflege hin. Erst weiterbilden und dann bewerben (nachteil: theorie ohne praxis hat bei mir immer nur bedingt gefruchtet). Oder erstmal irgendwo anfangen und dann durchwuseln (nicht gerade das non plus ultra wenn man die Verantwortung dem zu betreuenden Menschen gegenüber bedenkt).

Oder einfach lassen und Handwerker werden (plan c) :thinker:

LG, Maeli

PS: ich habe den Beruf mal mit Bedacht gewählt und nie die Freude an der Pflege verloren (habe im privatem Umfeld während der letzten Jahre sozusagen ehrenamtlich bei meinen älteren Nachbarn viel geholfen und auch immer wieder mal die Pflege übernommen wenn es nötig wurde. Aber nur mit herzblut reiße ich keinen - potentiellen - Arbeitgeber vom Hocker - leider :( (ist ja nicht beweißbar... ;-) )
 
Hallo, meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass man sich erstaunlich schnell in neuen Bereichen zurechtfindet, vor allem in der ambulanten Pflege, wo es sowohl sehr leichte als auch schwerere Versorgungen gibt. Und wenn Du einen guten PD` findest, dann besteht dort auch bestimmt langfristig die Möglichkeit, Dich im Palliativ-Bereich weiterzubilden. Ich finde es gut, dass Du Deine Unlustwahr- und ernstnimmst. Mach was draus! :flowerpower:
 
Grundsätzlich finde ich es eine tolle Idee "Berufrückkehrern" einen "Auffrischungskurs" zu geben. Gerade, wenn man aus der Elternzeit kommt, kenne ich viele Kollegen, die sich einfach aus Unsicherheit nicht mehr in die Pflege zurücktrauten. Sie würden schon gerne, aber sie fürchten den Anfang, ging mir ja nicht anders. Ich brauchte große Überwindung wieder anzufangen. Ein solcher Kurs hätte ich meinetwegen auch noch während der Elternzeit freiwillig absolviert. Ich finde es auch berufspolitisch eine gute Idee!!! Es würden doch einige nicht ganz aufgeben sondern einfach neu durchstarten!!
 

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