Wenn vieles interessant ist...

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Gast
Hallo Ihr Lieben,
ich brauche mal euren Rat oder eure Erfahrungen...
ich bin grad völlig gaga, ich weiß nicht was ich machen soll.

Aber von vorne:
Ich habe meine Stelle im Praxismanagement am Freitag -ziemlich spontan- gekündigt. Während der laufenden Sprechstunde ist mir der Kragen geplatzt und ich bin einfach gegangen, nachdem ich meine Kündigung auf einen Bogen Papier gekritzelt hatte.:freakjoint:

Nun habe ich gestern einige Bewerbungen verschickt und nach etwas mehr als 12 Stunden zu 5 von 7 Bewerbungen eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Ich habe jetzt die Wahl zwischen Notaufnahme (hab ich ja schonmal gearbeitet - wohl aber in einem anderen KH), Kodierfachkraft (völliges Neuland), Praxis für Anästhesie (in einer Augenklinik), und Aufwachraum in einem KH...

Ich selbst hab ja schon vieles verschiedenes gemacht, Krakenschwester, Stillberatung, MFA, Fachwirt f ambulante medizinische Versorgung, Notaufnahme, Geburtshilfe,.. eine eierlegende Wollmilchsau....
Ich habe überhaupt ein Problem, eine Stelle zu finden (hahaha, wer hat das wohl in dem Bereich?), aber die AG haben scheinbar Schwierigkeiten, meine Erwartungen zu erfüllen....
Oder was macht´s mir gerade so schwer?
Vielleicht kann ja jemand von euch was zu den Aufgabenbereichen (hauptsächlich Kodierfachkraft, Aufwachraum und Praxis für Anästhesie ?)sagen und auch zur Vergütung.... will auch nicht ehr für ´n Appel und ein Ei arbeiten....

Danke
malu
 
Kodierfachkraft ist ein reiner Schreibtischjob. Im Aufwachraum überwachst Du die Patienten nach Eingriffen. Die Aufgabeinhalte in der Praxis für Anästhesie sind unterscheidlich. Warum hospitierst Du nicht in allen Bereichen und stellst vor Ort alle für Dich relevanten Fragen? Da bekommst Du den besten Einblick. Sofern die Vergütung nicht tariflich geregelt ist musst Du verhandeln. Und selbst bei einem Tarif besteht Spielraum. Die Gehaltsfrage habe ich z.B. immer bei den Vorstellungsfragen angesprochen.
 
Ich hab mich vielleicht ein bisschen mißverständlich ausgedrückt. Ich weiss natürlich, was sich hinter den Aufgabenbereichen verbirgt.
Mich interessieren mehr die Vor- und Nachteile, die ihr in den Bereichen erlebt habt.
Notaufnahme fand ich halt vom Arbeiten her immer sehr spannend, kein Tag ist wieder der andere. Der Schichtdienst hat mich nicht gestört, im Gegenteil, ich vermisste bei den Arbeitszeiten einer Praxis, dass der Tag mit Arbeit beginnt und mit Arbeit endet, im Winter fuhr ich im Dunkeln und kam erst im Dunkeln wieder nach Hause.
Schön ist auch das interdisziplinäre und die flachen Hierarchien.

Wie ist das bei Kodierleuten?

Ich denke, die Anästhesiepraxis ist raus, Bauchgefühl.... und im Aufwachraum hat man wenig Kollegenkontakt, oder?
Andererseits kann ich mir aber auch nicht vorstellen, bis 67 in der ZNA zu arbeiten und hab "Angst", wenn ich jetzt den Bürojob ausschlage, später keine Möglichkeit mehr dazu habe (Alter?), andererseits kann ich sicher eher wieder in eine ZNA, wenn sich die Kodiergeschichte als für mich ungeeignet erweist...

???????????
 
Erinnere ich mich falsch, oder bist Du nicht mal raus aus dem Krh., wegen der Arbeitsbedingungen? Ich kann Dir versichern, sie haben sich noch verschlimmert. Auch die ZNA ist da keine Ausnahme.
Entscheide Dich doch erst mal was Du möchtest, die genannten Stellen sind alle unterschiedlich, da braucht es schon Klarheit bei einem selbst was man möchte, bzw. wie man seine Prioritäten setzt.
Alles wird es nie geben, irgendeine Kröte musst Du schlucken.
Ich weiß nicht wie alt Du bist, zur Zeit jedoch daran zu denken wo man bis Mitte 60 arbeiten kann ist bei den Verhältnissen mehr als legitim.
Ich denke Du kennst die Arbeitsbereiche die Du zur Auswahl hast, wie schon erwähnt, ich würde hospitieren und dann entscheiden. Büro ist nicht für jeden was, hat aber wirklich den Vorteil es lange machen zu können. DIe Action in einer ZNA ist toll und interessant, aber irgendwann möchte man es dann evtl. doch ruhiger angehen.
Keine leichte Entscheidung....
 
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Reaktionen: Martin H.
Aber von vorne:
Ich habe meine Stelle im Praxismanagement am Freitag -ziemlich spontan- gekündigt. Während der laufenden Sprechstunde ist mir der Kragen geplatzt und ich bin einfach gegangen, nachdem ich meine Kündigung auf einen Bogen Papier gekritzelt hatte.:freakjoint:
Sorry fürs OT, aber warum ist Dir denn der Kragen geplatzt?
 
Sorry fürs OT, aber warum ist Dir denn der Kragen geplatzt?

Ich war in einer orthop. Praxis und sollte die dortige Leitung wegen Rentenalter ablösen. Sie war 33 Jahre in dieser Praxis und hatte alles organisiert. Für Flexibilität war kein Raum, kleinste Änderungswünsche wurden abgelehnt mit "erst wenn ich weg bin". Die Arbeit sollte genau so gemacht werden, wie sie es immer gemacht hat.
Arbeit war für jeden MA mehr als 100% vorhanden, dementsprechend keine Zeit für eine Einarbeitung, alles mal eben "zwischendurch", kein Teamgedanke vorhanden, Sparsamkeit in allen Bereichen bis zur Absurdität, kein persönliches Miteinander.

Man kam zur Arbeit, machte seine Arbeit und ging wieder. Kommunikation ? Fehlanzeige.
Ich kann es schwer beschreiben, aber es war keine Atmosphäre da... auch wenn es sich esoterisch anhört...
Ich bin keine Maschine, die man anstellt und nach Arbeitsende wieder abstellt....
 
Was genau willst du denn wissen?

Hab als Kodierfachkraft angefangen und nun mittlerweile im Medizincontrolling

Hallo Nux vomica,
über die Arbeit an sich hab ich mich schon belesen. DAs ist schon interessant.
Was mich beschäftigt, ist das Arbeitsklima.... ich weiß, das kommt auch auf die jeweiligen Leute an, die dort arbeiten, aber in der Stellenbeschreibung heisst es, "Sie arbeiten in einem Team von ...". Wie muss ich mir das vorstellen?
Ich habe gemerkt, dass mir ein kollegiales Miteinander enorm wichtig ist. Ich kann nicht zur Arbeit gehen, kaum mit jemandem sprechen, und dann irgendwann wieder gehen. darüber würde ich krank....
Ich brauche den Austausch und auch mal einen lockeren Spruch unter Kollegen. Allein in einem Büro hinter Aktenbergen,... nein danke.

Wo siedelt man bei den Gehaltsverhandlungen an ? Sie suchen gezielt eine Krankenschwester - heisst das, sie zahlen auch entsprechend?
 
Alles wird es nie geben, irgendeine Kröte musst Du schlucken.
Ich weiß nicht wie alt Du bist, zur Zeit jedoch daran zu denken wo man bis Mitte 60 arbeiten kann ist bei den Verhältnissen mehr als legitim.

Ich bin damals auch dem KH weg, weil die damalige Leitung den DP als Machtinstrument mißbraucht hat. Private Planung unmöglich, ich empfand das als massiven Eingriff in mein Privatleben...und konnte damit nicht mehr umgehen.

Ich bin mittlerweile 50 und überlege mir schon genau, ob ich den Belastungen einer ZNA auf Dauer gewachsen wäre, habe ein orthopädisches Handicap, welches mich zur Zeit zwar in Ruhe lässt, aber man weiß ja nie...

Der Verstand sagt mir auch, dass der Schreibtisch vielleicht vernünftiger wäre.
Und wie ich oben schon gesagt habe, vom Schreibtisch in die ZNA kann ich sicher schneller als von der ZNA an den Schreibtisch... die Stellen sind ja doch etwas rarer...

Ich hab am Donnerstag das Vorstellungsgespräch in der ZNA, und nächste Woche in der Verwaltung (desgleichen Hauses) für das Kodieren. Ich warte mal ab....
 
Ach Malu, ich bin älter als du und arbeite im Krankenhaus -mit meinen Kollegen.
Wir streiten, lachen, quatschen, reden ernsthaft miteinander - deshalb habe ich nie dieses Team verlassen.
Ich erlebe dies bei uns im KH überall - weil wir eine kleine Außenstelle eines Verbundes sind. Wir kennen uns alle seit Ewigkeiten. Eine Katastrophe fürs Haus in ein paar Jahren. Anästhesie mit Bereitschaft (Augenpraxis ist da wohl entspannter, ZNA, Arbeit mit teils sehr aggressiven Menschen, AWR eben auch Bereitschaftsdienst - da sind bei uns auch nicht alle glücklich.
Wir bekommen Tarif - da gibt es auch nix zu feilschen

Wünsche dir viel Glück und ein gutes Bauchgefühl
:wavey:
 
Was mich beschäftigt, ist das Arbeitsklima

Hallo malu,
das kann man natürlich so nicht beantworten.

Bei meiner ersten Kodierstelle waren die Kollegen über die gesamte Klinik verteilt. Jede/r saß auf der Station die sie/er kodiert hat.

Ich teilte mir auf Intensivstation mit der Stationsleitung ein kleines Büro und fühlte mich dort sehr isoliert. Das Pflegepersonal hat mich im besten Fall ignoriert, im schlimmsten Fall wurde mir sehr deutlich gesagt, dass ich störe und man gar nichts von mir und meiner Tätigkeit hält.

Das war als langjährige Intensivpflegekraft mit Fachweiterbildung für Intensiv und Anästhesiepflege sehr schwer zu ertragen.

Es wurde deutlich besser als ich in die neue Abteilung gewechselt habe. Dort sitze ich mit meinen MedCo Kollegen zusammen auf einem Flur und es gibt ein kollegiales Miteinander.

Vom Verdienst her schwankt es auch von Haus zu Haus sehr. Zwischen 2.600 und 3.600 bewegen sich die Gehälter in der Regel.
 
Vielen Dank für deine Antwort, Nux. Damit kann ich schonmal was anfangen :-)

Ich hatte heute ein Gespräch für die Stelle in einer Notaufnahme ... es war schon ein Stück weit wie nach Hause kommen. Das Treiben in allen Räumen und auch das Miteinander.... ich werde in den nächsten Tagen hospitieren und bin gespannt.

Ich habe auch noch ein Gespräch für eine ZNA in einem anderen Haus und auch noch das Gespräch für die Stelle als Kodierfachkraft...

Es juckt mich schon sehr, wieder richtig in einer ZNA "mitzuspielen"....
 
suchen und kriegen sind zwei paar schuhe... fragen kostet nichts gibt doch genügend jobs im moment
 

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