Ich weiß nicht ob´s wünschenswert ist einfach nur über die Runden zu kommen!
"Nur" behauptet ja niemand. Sondern "sicher".
Wenn man über Expertentum spricht, sollte man sich aber z.B. mal das 5-Stufen-Modell der Gebrüder Dreifus dazu anschauen.
Hier muß man von mehreren JAHREN ausgehen und sich fragen, ob es für die breite Masse von Pflegefachkräften realistisch ist, sich ein Jahrzehnt aktiv pflegend in einem medizinischen Fachgebiet zu bewegen.
es sei denn man nommt die Pflege und nicht die Medizin als Spezialisierungsrichtung.
...und einen Pflegeexperten macht aus, daß er pflegerisches Wissen auch in andere Fachbereiche transferieren kann. Ich muß z.B. eine pathologische Atmung erkennen, egal ob der Patient thoraxchirurgisch, pulmonologisch oder was völlig "lungenfremdem" zugeordnet ist.
Was man von Aushilfen nicht erwarten darf ist, daß sie für den Fachbereich standardisierte ärztliche Tätigkeiten beherrschen. Die Frage ist auch, ob sie das denn müssen?!
Da muß halt der Stationarzt selbst dran denken, daß am so und sovielten Tag das Blut kontrolliert wird oder ein Röntgenbild angefertigt oder eine Drainage gezogen wird. "Standard" hin oder her.
Ich sehe darin auch keinen Qualtiätsverlust, weil der gefährdeste Patient ist der "Unbekannte" UND der "Routine-Patient". (Las ich zumindest mal so, und kann ich nachvollziehen)
Auch bei uns hat man im Moment das Gefühl daß versucht wird diese strikte Trennung der Disziplinen auszuhebeln, allerdings glaub ich daß dahinter rein wirtschaftliche Interessen stehen, denn wenn du Personal hast das du theoretisch überall einsetzen kannst sparst du natürlich personalpolitisch.
Aber das hat doch auch Vorteile für das Pflegepersonal! Wenn z.B. bei Dir jemand erkrankt und es kommt jemand von einer fremden Station, weil dort momentan weniger zu tun ist, dann profitiert doch auch der Mitarbeiter, der dafür nicht aus seinem Frei einspringen muß.
Von Azubis wird in vielen Kliniken übrigens von examinierten Kräften diese Flexibilität zum Aushelfen in ständig wechselnden Disziplinen erwartet.
Ich bin immer noch der Meinung, wenn Quantität zunimmt geht Qualität verloren, deshalb find ich es schon sinnvoll wenn Schwerpunktwissen ausgebildet wird
Wenn man die großgefaßten Bereiche "Operativ", "Internistisch" und "Psychiatrie" nimmt, stimme ich dem soweit zu, daß eine gewisse Quote an erfahrenen Kräften unabdingbar ist. Aber man arbeitet ja auch dort ganz selbstverständlich mit Berufsanfängern, die weit von einem Experten entfernt sind.
Da ich familiär bedingt höchstwahrscheinlich dorthin ziehe, bin ich schon sehr interessiert über so eine Stelle dort in den Krankenhausalltag einzusteigen.
Hallo panki!
In einer fremden Klinik gleich als Springer anfangen stelle ich mir schwierig vor. Da würde ich mir erst eine längere Einarbeitungszeit wünschen. Hauptsächlich wegen organisatorischer Dinge. Falls Du mal nachts alleine "dastehst" mußt Du ja wissen, wie die Abläufe funktionieren.
LG
reX