Hallo Leute,
ich benötige wieder Unterstützung von euch was meine Facharbeit betrifft. Ich komme momentan nicht weiter

In meinem Fallbespiel geht es um SHT und Epidurale Blutung. Als Therapie Maßnahme bei der Blutung gilt die Trepenation, die Eröffnung des Schädels. Habe sehr wenige Infos über diese Maßnahme.
Wie wird es durchgeführt?
Als Bohrlochtrepanation im OP, dazu noch Einlage von Drainagen ins Gebiet, die dann gezogen werden.
In seltenen Fällen wird auch mal direkt auf Intensivstation die Trepanation gemacht, was ziemlich cool ist, wenn der Nussknacker/Neurochirurg mit dem Handbohrer an deinem Patienten hantiert.
In welchem Zustand befindet sich der Pat? (evtl. Koma?)
Grundsätzlich ist es so, dass man so eine Maßnahme nur machen wird, wenn das Epiduralhämatom so groß ist, dass es Auswirkungen auf die Wachheit des PAtienten hat. Das heisst, er muss schon mindestens Richtung soporös gehen, wenn er unter leichten Schmerzen die Augen noch aufmacht, dann reicht das den Chirurgen meist noch nicht.
Ein Patient der so eintrübt, muss aufgrund des Ausfalls von Schutzreflexen eh intubiert werden, und dafür muss man dann auch sedieren.
Nach der Entlastung durch die Bohrlochtrepanation kann der Patient wieder extubiert werden und munter werden.
Welche besondere Aufgaben kommen auf die P.K. zu?
Wenn die Trepanation erfolgt ist und der Patient kommt aus dem OP zurück?
Kontrolle von Vitalzeichen und engmaschige neurologische Kontrolle, also Vigilanz/Pupillenkontrolle (Nachblutungsgefahr)
Kontrolle der Drainagen -> wie hoch hängt sie, bei Redon ob sie aktiv/passiv ist, dokumentation wie du die Drainagen übernommen hast (welche Menge), dokumentation wieviel bei dir fliesst. Bei Kopfdrainagen sehr wichtig da genau zu schauen. Chirurgische Schwestern die keine Kopfpatienten kennen, finden einen viertel liter in einer post-operativen Drainage nicht viel. Bei Kopf-Ops ist das aber schon ne Menge wo man Rücksprache mit dem Chirurgen halten muss, ob z.B. ne Redondrainage ab jetzt ohne Sog laufen soll. Am besten, wenn der Chirurg das erste Mal ans Bett kommt, den gezielt befragen, wieviel die Drainagen fördern dürfen, wie hoch sie hängen sollen, und das dokumentieren.
Kontrolle auf Art der geförderten Flüssigkeit, blutig ist in Ordnung, wenn es serös wird, muss man immer auch dran denken, dass es vllt. auch Liquor sein könnte. Im Zweifel Test auf Liquorleck mittels Beta-Trace-Test. (den man auch nutzt um Flüssigkeit die ausm Ohr oder Nase kommt zu testen, ob es Liquor ist, der von nem Schädelbasisbruch kommt)
Kontrolle der Wund-Verbände (Nachblutung oder Liquorleck).
Liquorlecks oder Liquor in der Wunddrainage ist deswegen so unangenehm, weil Liquor einen hohen Zuckeranteil hat und wenig weiße Blutkörperchen, es ist ein schöner Bakteriennährboden, und durch nen Liquoraustritt können sich die bis in den Kopf hinein vermehren, praktisch entlang einer Brotkrumenspur

.
Dann die Pflege eines beatmeten/sedierten Patienten incl. vermutlich zeitnah anstehender Extubation.