bei intrazerebraler Blutung - Heparinisierung?

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Azubi Gesundheits- und Krankenpflegerin 2008
Hallo,

zurzeit haben wir einen Patient auf Station mit einem Apoplex. Er wird jetzt heparinisiert was ich nicht so ganz verstehe. Und die Ärzte sind am Wochenende darauf nicht wirklich anzusprechen, da man die kaum auf den Stationen zu Gesicht bekommt.

Die wichtigsten Diagnosen:


  1. spontane intrazerebrale Blutung links unter ASS und Marcumar 16.07.2010 → Hemipares rechts (eher armbetont), Schluckstörung, Wortfindungsstörungen
  2. z.n. Hinrinfarkt links präzental am 23. 03. 2010 unter Marcumar
    → beinbetonte Hemiparese rechts, nach Reha rückläufig
  3. z.n. Hemi rechts 25. 01. 2010 unter Marcumar
  4. Thrombus im linken Vorhofohr
  5. intermittierendes Vorhofflimmern
  6. anhaltende Leukozytose ohne CRP und Fieber
  7. Polyurie
  8. in Tübingen nach Intubation respiratorische Insuffizienz
  9. beginnende KHK
  10. z.n. Implantation eines klappentrogenden Aortenkonduits 2005 bei Aorteninsuffizienz und Aortenaneurysma
meine Frage jetzt: wieso wird der Patient heparinisiert? Ist es nicht eher eine Kontraindikation??
 
Hallo

Das Vorhofflimmern und der Vorhofthrombus sind aber wiederum eine Indikation für eine Heparinisierung, damit es nicht erneut zu einem Apoplex führt - diesmal durch eine Ischämie. Die PTT ist durch Heparin wegen seiner bedeutend kürzeren Halbwertszeit auch viel besser zu steuern, als es unter ASS oder Marcumar der Quick-Wert ist.
Was haben die Ärzte wegen der Blutung als Therapie unternommen?
 
Wir sind leider net in der Lage, die Gedankengänge des Docs zu erraten. Frag ihn.

Elisabeth
 

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