Ausbildung zur chirurgisch-technischen Assistentin

tatum168

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Halli hallo an alle,
ich hoffe das mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich möchte gerne eine Ausbildung zur chirurgisch-technischen Assistentin (CTA) machen und habe im Internet leider nur die medical school in Düsseldorf gefunden, gibt es noch andere Schulen? Hat das schon jemand gemacht? Ursprünglich hatte ich mich auf Anästhesie-technische Assistentin eingeschossen, aber selber kleinere Eingriffe vornehmen wäre natürlich spannender, allerdings frage ich mich wie viel Verantwortung man wirklich tragen darf nach einer 3 jährigen Ausbildung? Ist ja kein Studium.

Wie ist denn bei CTA die Vergütung?
Wohnmöglichkeiten im Schwesternwohnheim?
Also wie ihr seht Fragen über Fragen...

Würd mich freuen wenn mir jemand ein bißchen aus meinem Wirrwarr helfen kann
Lg
 
Suchfunktion:
http://www.krankenschwester.de/forum/ausbildungsvoraussetzungen/21379-ausbildung-aehnlich-ota.html
http://www.krankenschwester.de/forum/op-pflege/6943-chirurgische-assistenten.html


Google:
Nichtärztliche Assistenten mit ärztlichen Aufgaben
2. Chirurgisch-Technische Assistenten (CTA)

Seit Anfang 2006 wird die Ausbildung zum Chirurgisch-Technischen Assistenten als Pilotprojekt von der Akademie für operative Aus- und Weiterbildungsberufe der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf angeboten. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und als Zulassungsvoraussetzung wird die Fachhochschulreife in Verbindung mit einem erlernten Beruf (Krankenpfleger, OTA) oder das Abitur verlangt. Die Lehrinhalte richten sich nach einem Tätigkeitskatalog der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Unter Aufsicht und Verantwortung des Chirurgen sollen die CT-Assistenten u.a. Aufgaben der Patientenlagerung, des OP-Zugangs und des Wundverschlusses übernehmen.

Die Ausbildung wurde u. a. durch die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und insbesondere Herrn Prof. Ulrich (ehemaliger Präsident der DGCH), der im Jahr 2004 bereits eine Anfrage hinsichtlich der CTA-Ausbildung an das BMGS gestellt hatte, ins Leben gerufen. Das BMGS hatte seinerzeit Zweifel angemeldet, ob neben den OTAs für eine weitere Fachkraft im Operationsdienst Bedarf bestünde. Eine Abklärung über die Gesetzgebungsbedarf des Bundes solle mit den Ländern erfolgen. Die Bundsärztekammer schlug Bedarfsanalysen vor.

Die Bildungsstätte des Marienhospitals Osnabrück bietet eine Fortbildung zum „Chirurgie-Assistent in der Allgemeinen Chirurgie, Unfallchirurgie und Gynäkologie“ für Krankenschwestern, Fachkrankenschwestern aber auch OTAs mit 2jähriger Berufserfahrung im Operationsdienst an.
 
Hallo tatum168,

bei uns ist der erste CTA-Azubi in Ausbildung und darum kann ich bezüglich der Tätigkeiten noch nicht viel sagen.

"Kleine Eingriffe selber machen" fällt aber nicht unbedingt in das Tätigkeitsfeld einer CTA. Vielmehr geht es um Hilfstätigkeiten (Haken halten, Asisstenz) und einfache Tätigkeiten auf der Station.

CTAs haben eine ganz andere Ausbildung als OTAs, wenn man vom thoretischen Teil absieht.

Die CTA-Ausbildung wird mittlerweile von vielen OTA-Schulen angeboten. Einfach dort mal nachfragen.

Ob sich die CTAs längerfristig durchsetzen bezweifele ich etwas. Schon in einigen Jahren wird es wieder mehr Ärzte geben und die Nachfrage wird dann wahrscheinlich wieder sinken.


Glück Aufff !!!

Klaus
 
Hi!
Ich bin zwar etwas spät, aber ich fange die Ausbildung zum 15.09. an den Asklepios Kliniken an.
Gehe mal unter www.asklepios.com
Dann gehe auf Kliniken in Wiesbaden.
Gehe auf Aus- und Weiterbildung. und dann auf den Flyer COA = Chirurgische Operationsassistentin.
Die Weiterbildung dauert 1,5 Jahre mit Anerkennung der DKG und der Vereinigung der Chirurgen und damit die erste Ausbildung, die die Chance auf Staatliche Anerkennung hat. Es geht hier um die Weiterbildung der OTA und OP-Krankenschwester. Du kannst aber auch direkt in Berlin an der Steinbeis Physican Assistant studieren.
Die COA darf viel mehr als Haken halten. An der Schüchtermann Klinik Nürnberg dürfen wir auch Venen entnehmen, für den Herzbypass. Wenn du Fragen hast, ich helfe dir gerne ;)
:mrgreen: Gruß
MaHIRA
 
Hi!

Ist zwar etwas her der Beitrag, aber mich interessiert die CTA-Ausbildung auch (ebenso wie die ATA).

Das was ihr Antwortenden hier beschrieben habt, sind eher Fachweiterbildungen. COA und CA haben berufliche Vorqualifikationen als Voraussetzung.

Die CTA-Ausbildung der Diakonie Kaiserswerther in Düsseldorf ist eine eigenständige Ausbildung, für die nur die Fachhochschulreife ohne Vorbildung (nur OP-Vorpraktikum) nötig ist.

Darum bitte CTA, COA und CA nicht durcheinander werfen, auch wenn es noch so synonym scheint
.
Mich würde interessieren, ob jemand tatsächlich schon CTA gemacht hat, und wo der konkrete Unterschied zur OTA liegt? Vor allem findet man ja zur Zeit noch keine Einschlägigen Stellen explizit dafür. Macht man damit eine Ausbildung ins Ungewisse, oder kann man vielleicht doch alternativ sich auf OTA-Stellen oder anderes bewerben?

Oder gar auf bestimmte (inhaltlicher Beschreibung gemäße) Assistenzarzt für Chirurgie-Stellen? Beim letzteren werden jetzt einige aufschreien, aber das Deutsche Krankenhaus Institut schreibt:
Die CTA-Ausbildung soll dementsprechend
für die Übernahme von bislang primär ärztlichen Tätigkeiten qualifizieren

Weiterhin zu den Einsätzen getrennt nach Station und OP, für den OP:
OP-Assistenz, Wundverschluss (nach Schwierigkeitsgrad und persönlicher Qualifikation des CTA)

Damit wäre die Aussage von tatum168 mit "selber kleinere Eingriffe vornehmen" gar nicht so falsch.

In Deutschland herrscht größte Panik beim Gesundheitspersonal, sobald ein Nichtarzt in einfache ärztliche Tätigkeitsfelder vordringt, dabei geht es in anderen Ländern seit Jahren gut!

Wenn hier keiner Infos oder Erfahrungen mit hat, werde ich wohl in Düsseldorf nachfragen müssen.
 
Moin,

Du solltest auf jeden Fall in Düsseldorf bei der Kaiserwerther Diakonie nachfragen, wenn Du dort die Ausbildung machen möchtest.

Die OTA und die CTA-Ausbildung haben nicht sehr viele Gemeinsamkeiten (s.o.) und ich denke die CTAs werden hinten herunterfallen, wenn es wieder genug Ärzte gibt.

Glück Auf!

Klaus
 
Hallo...

Also berichte ich mal über die Kaiserwerther Diakonie in Düsseldorf:
Im September vorigen Jahres habe ich mich dort für die OTA-Ausbildung beworben. Eine Woche später habe ich von einer Dame der Diakonie einen Anruf erhalten, dass die momentan keine Plätze mehr für die OTAs haben, aber die CTA-Ausbildung zum ersten mal anbieten. Sie legen vor allem Wert auf berufliche Erfahrung und Abitur bzw. Fachabitur.
Nachteil an dieser Ausbildung ist, dass man KEINE Vergütung bekommt. Sie gewähren nur so eine Art Taschengeld in Höhe von 100€.
Ich sollte innerhalb von von 5 Tagen zum persönlichen Gespräch in Düsseldorf erscheinen, da die Ausbildung schon im Oktober 2009 startet.

Diese Frau am Telefon (Sekretärin des leit. Profs nehme ich an) sagte es sei eine Erweiterung zur OTA-Ausbildung und die Verantwortung sei deutlich höher, da man u.a Schnitt und Naht durchführt.

Am Besten du schaust dir den Flyer der Kaiserwerther Diakonie an. Dort ist explizit aufgelistet was die Aufgaben eines CTAs sind.

Ich bin der Meinung z.Z ist die Ausbildung eine schwamminge Angelegenheit. Da man keine Ausbildungsvergütung erhält und evtl. jobtechnisch nach den 3 Jahren Schwierigkeiten hat eine Stelle zu bekommen.

Die versprechen dir aber mit guten Zensuren nach der Ausbildung einen Vertrag zu geben.

Zu meinem Angebot:
Ich habe abgelehnt und fange nun im April an der Charité als OTA an und bin froh so entschieden zu haben!!

lg
 
Hey,
habe das Thema gerade über die Googlesuche gefunden.

Ich mache meine Ausbildung zum CTA gerade bei der Medical School academia chirurgica in Düsseldorf und bin eigentlich super zufrieden.

Ich bekomme ein Taschengeld vom Krankenhaus, die Schule selber zahlt nicht. Super an der Schule ist, dass der komplette theoretische Unterricht mit OTAs und CTAs zusammen stattfindet und dass man mit einem halben Jahr Weiterbildung nach der Ausbildung dann noch eine weitere Berufsausbildung hat. Ausserdem ist das Ausbildungskonzept da mit der deutschen Gesellschaft für Chirurgie abgestimmt...

Bei fragen gerne melden

WeeBoo (Der zitternd vorm Examensblock steht :knockin:)
 
Hallo weeboo,

muss man an der Medical School academia chirurgica in Düsseldorf monatlich einen Beitrag bezahlen oder handelt es sich nur einmalig um eine Aufnahmegebühr?
Und kannst du mir sagen, wie die Arbeitszeiten in der Ausbildung sind?

mfg lili
 
Hey,

also die CTA-Ausbildung lehnt sich zumindest an der Kaiserswerther Diakonie in der Theorie an die Empfehlungsrichtlinien der DKG für die OTAs, weicht jedoch in einigen Punkten ab, ist ja klar.
Meiner Meinung nach ist die CTA-Ausbildung etwas für Leute, die sich zwischen OP und Station nicht entscheiden können/wollen.. Ich selbst habe es schon erlebt, dass CTAs teilweise persönliche Assistenten von einem einzigen Chirurgen sind, ihm den ganzen Tag hinterher dackeln und wirklich nur Haken während OPs halten und auf Station Drainagen ziehen, nichtmals selbst legen. Eine "Fortbildung" zum Nähen gibts während der Ausbildung, aber nach der Ausbildung siehts in vielen Krankenhäusern nicht so aus, als würde das wirklich oft passieren, das machen dann meistens Famulanten oder Assistenzärzte. Ich persönlich habe noch nie einen CTA nähen gesehen, obwohl sie dabei waren.
Wenn man in beiden Gebieten, also auf Station und im OP arbeiten möchte, bietet sich meiner Meinung nach erst die OTA-Ausbildung und dann eine Weiterbildung zum CTA (dauert ein halbes Jahr und ist berufsbegleitend) oder COA mehr an, weil man dann zumindest eine Sache komplett von vorne bis hinten kann, also z.B. auch instrumentieren, was CTAs ja nicht machen...
Nichts gegen den Beruf an sich, aber man sollte sich darüber im Klaren sein :)
 
hey,
vielen dank für deinen Beitrag. Das hört sich ja nicht so toll an. Jetzt weiß ich langsam auch nicht mehr weiter. Wollte eigentlich die Ausbildung zur CTA anfangen, aber irgendwie hört man nur noch negatives über diesen Beruf :(
 
Moin,

wie es um die CTA-Ausbildung ausschaut hängt sehr stark von der Schule und vor allen Dingen vom Krankenhaus ab.
Neben der "medical scool" gibt es in Düsseldorf auch noch die Kaiserswerther Diakonie. Die Kosten für die Schule werden von den angeschlossenen Krankenhäusern übernommen.
Eine Ausbildgsvergütung gibt es hier nicht, nur eine Art Taschengeld, das vom Krankenhaus gezahlt wird und in der Höhe variieren kann.
Entgegen meinen früheren Ausführungen bin ich inzwischen der Meinung, dass sich der Beruf CTA ebenso etablieren wird wie es bei den OTAs schon passiert ist.
Allerdings hat man im Bereich der OTAs bessere Zukunftsaussichten, da der Bedarf in Zukunft stark steigen wird.

Glück Auf!

Klaus
 
Hey Klaus,
danke für deine Antwort. Ja, habe mich in Kaiserswerth auch beworben, aber die haben mich auf ihre Warteliste gesetzt und nichts mehr von sich hören lassen. Echt schade :(Kannst du mir vielleicht sagen, was man bei euch im Krankenhaus als CTA-Schüler so machen darf?
liebe grüße lili
 
Moin lilie,

was unser CTA-Schüler so auf Station mach weiß ich (noch) nicht, da ich persönlich bisher nicht mit ihm zusammen gearbeitet habe, was sich aber bald ändert.
Er war bisher in der Orthopädie eingesetzt und hat neben der Patientenvorbereitung (Blutleere, Lagerung, Hautdesinfektion und Abdeckung) natürlich die Haken gehalten und durfte bei kleinen und mittleren Operationen auch dem Operateur asisstieren.
Unter Aufsicht durfte er auch subcutan und Haut nähen.

Bei mir wird er aber auch etwas Instrumentieren lernen und in die Springertätigkeit eingewiesen, um seine Einsetzbarkeit zu erhöhen.

Glück Auf

Klaus
 
Das hört sich ja eigentlich ganz gut an :) Macht euer CTA auch Wochenend- und Bereitschaftsdienste?
 
Moin,

nein, Bereitschaftsdienste macht er noch nicht, aber ich denke, dass wird recht schnell kommen, wenn er erst einmal in der Allgemeinchirurgie arbeiten wird.

Glüch Auf

Klaus
 
Ich selbst habe es schon erlebt, dass CTAs teilweise persönliche Assistenten von einem einzigen Chirurgen sind, ihm den ganzen Tag hinterher dackeln und wirklich nur Haken während OPs halten und auf Station Drainagen ziehen, nichtmals selbst legen. Eine "Fortbildung" zum Nähen gibts während der Ausbildung, aber nach der Ausbildung siehts in vielen Krankenhäusern nicht so aus, als würde das wirklich oft passieren, das machen dann meistens Famulanten oder Assistenzärzte. Ich persönlich habe noch nie einen CTA nähen gesehen, obwohl sie dabei waren.

Als ausgebildeter CTA darf ich sagen, dass das die Lebensrealität von ca. 0,2% der CTAs ist.

Ein guter CTA ist viel zu wertvoll, als dass er Haken halten sollte, das kann prinzipiell jeder. Die erste Assistenz bei Operationen ist die Regel, der Wundverschluss ab Fascie ist Standard. Warum sollte jemand CTAs einstellen, wenn er nur jemanden fürs Haken halten braucht? Da gibts billigere "Fachkräfte" ;)

Wochenenddienste sind selten, ich persönlich mache nur Rufdienste (halt Assistenz bei OPs in der Nacht), am Wochenende arbeite ich nicht (liegt einfach daran, dass CTAs keine Diagnosen stellen ;) )

Allerdings kann ich nur für Azubis der Medical School in Düsseldorf sprechen, von den Kaiserswerther Leuten weiss ich nur wenig.

Auf der Station bin ich zum Blutabnehmen, Viggos legen, Anamnesen machen, Verbände wechseln, Wundversorgung machen und Briefe schreiben da.

Bei Fragen gerne PM, habs leider in letzter Zeit versäumt meine Emails zu checken ;)
 
hey,
vielen dank für deinen beitrag.das hört sich ja nicht so toll an.jetzt weiß ich langsam auch nicht mehr weiter. wollte eigentlich die Ausbildung zur CTA anfangen, aber irgendwie hört man nur noch negatives über diesen beruf:(

Ich wollte dich keinesfalls entmutigen, das waren nur meine Erlebnisse, aber das variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus und was WeeBoo schreibt, klingt ja schon wieder total anders und sie wird der Fachmann sein :)

Zu der Sache mit der Kaiserswerther Diakonie würde ich dir raten, dort anzurufen. Das kommt eigentlich immer gut, weil du Interesse zeigst und wenn wer absagt und du hast grad erst angerufen z.B., denken die vielleicht sofort an dich. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dort im Sekretariat alle total nett sind. Ich hab da auch 20x angerufen und hab nie eine patzige Antwort bekommen, wie es bei anderen Schulen öfters der Fall war. Selbst wenn das Telefonat eine Minute dauert - dann hast du wenigstens Gewissheit! :)

Ich weiß nicht, ob du schon ein Praktikum gemacht hast? Habe beim Überfliegen nichts gefunden, aber wahrscheinlich bin ich mal wieder blind :D Ansonsten würde ich mir einen Praktikumsplatz unbedingt suchen und am besten in einem Krankenhaus, von dem du weißt, dass sie CTAs ausbilden oder besitzen, du vielleicht sogar einen als Anleiter hast, dem du überall hin folgen kannst. Einen realistischeren Eindruck kriegst du sonst nirgends in meinen Augen.

Viel Erfolg,
Herzenswunsch :smoking:
 
Ich wollte dich keinesfalls entmutigen, das waren nur meine Erlebnisse, aber das variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus und was WeeBoo schreibt, klingt ja schon wieder total anders und sie wird der Fachmann sein :)

Er, bitte :lol:

Wie gesagt, zur Diakonie kann ich nix sagen. Mit der Medical School war ich als CTA immer sehr zufrieden :)
 
Oh :D

Ich korrigiere: Ich wollte dich keinesfalls entmutigen, das waren nur meine Erlebnisse, aber das variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus und was WeeBoo schreibt, klingt ja schon wieder total anders und ER wird der Fachmann sein.

:rofl:
 

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