Alkoholabhängige Patientin in ambulanter Pflege

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wolke77

Gast
Habe in meiner Tour eine Patientin,die alkoholabhängig ist.Sie trinkt ca. 1-2 Flaschen Wein am Tag,die ihr die Nachbarin bereitstellt.In letzter Zeit hat sie massive Probleme mit der Balance,so daß sie sehr oft hinfällt und dann den Hausnotrufknopf drückt,weil sie nicht mehr alleine aufstehen kann.Wir müssen dann zu ihr fahren,auch oftmals in der Nacht und sie wieder aufheben.Wie sollte ich mich verhalten?:gruebel: Kann ich ihr den bereitgestellten Wein abnehmen und in ein anderes Zimmer stellen wo sie nicht hinkommt? Sollte ich mal mit der Nachbarin reden? Sie weiß eigentlich über die Problematik bescheid.Wie macht ihr das mit euren Patienten?
 
Hallo Wolke,

hat die Patientin eine Betreuung? Wenn ja, dann kann diese den Alkohlkonsum verbieten. Wenn nein, könnt ihr an die Patientin appelieren ihren Weinkonsum einzustellen.
Den Wein der Patientin einfach entziehen steht euch nicht zu.

Der Hausnotruf ist ja für solche Notfälle gedacht, die Patientin bezahlt diese Leistung. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass ihr den Hausnotrufvertrag kündigt.

Schönen Abend
Narde
 
Hallo,
darf ich dran erinnern, das Alkoholismus eine Krankheit ist?
Ich denke nicht daß ein Verbot oder ein Appel was nützt.
Wenn, dann muß der Arzt informiert werden und wenn es machbar ist ein stationärer Entzug erfolgen.
Außerdem müßte man mal schauen wieso die alte Dame soviel trinkt.
Sie könnte z. B. einfach sich nur Einsam fühlen.
Lisl
 
sie könnte mit ihrem hausarzt reden, die pat. oder die nachbarin und der kann ihr eine S1-Regelbehandlung empfehlen oder zumindest zu nem termin bei einer suchtberatung überreden...
 
man darf sie nicht verurteilen deswegen...man weiß nie den grund warum sie trinkt...ich würde mit der nachbarin reden das sie keinen wein mehr bereit stellt....aber wenn wirklich eine sucht besteht, wird sie sich ihren wein schon wo anderst her besorgen....verstecken ist keine gute idee....das macht euer vertrauen ganz kaputt.... sie muss aufhören wollen...mach ihr klar was sie sich damit antut... und achte drauf das wenn sie keinen alkohol mehr bekommt sie nicht ins delier rutscht...
 
Das Problem in der amb. Pflege ist ja auch die Zeit, die wir beim Kunden verbringen. Je nach Pflegeart.
Wenn vorhanden würde ich versuchen Angehörige ins Boot zu holen. Am besten durch die Chefin selbst. Den Hausarzt zu informieren ist auch ok.
Von solchen Sachen wie verstecken , oder versuchen Pat. zu "bekehren" rate ich ab. Kann böse nach hinten losgehen.
Ansonsten bleibt euch nicht viel mehr, als hinzufahren und ihr aufzuhelfen.
Schlimmstenfalls landet sie irgendwann in der Klinik.
 
Das Hauptproblem liegt sicher darin, dass die Pat. recht oft stürzt und deswegen entsprechend oft den Hausnotruf aktiviert.

Wenn die Häufigkeit inakzeptabel wird, eine klare Grenze gibt es da nicht, muss evtl. ein Amtsrichter eine Entscheidung über die weitere Betreuung treffen. Z.B. Psychiatrie-Zwangseinweisung, sonstige stationäre Betreuung.

Vor dem Hintergrund, dass die Pat. stark gefährdet ist und sich Frakturen oder ein SHT zuziehen könnte.
Wichtig dabei ist natürlich, jeden Sturz gut zu dokumentieren.

Das Alkoholproblem kann nur die Pat. selbst unter professioneller Betreuung lösen. Das ist nicht Aufgabe des Pflegepersonals.

LG
Trisha
 
TSTS... wir ahben auch so ähnliche Fälle...
Irgendwann sind die meinsten mal so gestürzt, dass sie reif für die Klinik waren....einen haben wir über das Gesundheitsamt einweisen lassen, wir sollten Behandlungspflege (VW) durchführen, dies war aber nciht mgl. von daher bestand eine Eigengefährdung, Gesundheitsamt info und ab die Post....
 

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