Praktische Prüfung machbar?

ChaosDa

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Hallo, dies ist mein erster Beitrag :)
Habe morgen Praktische Prüfung und erfuhr heute meine Pat. Finde ich schon ungerecht da viele bei uns ihre Patienten schon lange vorher kannten. Ok ich weis das das eigentlich nicht sein darf aber so sieht der Alltag aus. Ich habe morgen also 4 Patientne auf 2 Zimmer aufgeteilt. 2 Selbständige 2 mit Hilfe, alle 4 haben: Verbände, BZ, Bultentnahme usw. Zudem sind es noch 2 Fachbereiche einmal Angiologisch und einmal Gefäßchirugisch. Hin zu kommt das die eine Pat. vorhin erst kam und ich nichts über sie weis weil es noch nicht mal eine Kurve von ihr gab. Aber hauptsache sie wurde schon gefragt ob sie Prüfungspat. sein möchte. Ach und ich darf über 30 Tabletten stellen. Weis echt nic ht wie ich das alles schaffen soll. Es ist nicht so das wir wenig Pat. haben... habe nur das Gefühl, das die eine Schwester mir da einen reindrücken will :( Kann man da irgendwas gegen machen?? Oder muss ich da durch?
 
Ja, da musst du durch!

Wurde nicht eingegrenzt welche Tätigkeiten erwartet werden?

Ansonsten kannst und musst du delegieren, wenn es zu viel wird.

Fachbereich ist egal, BE machtst du selbst?

Stix und Verbände - je nach Aufwand halt selbst und einen Teil delegieren.
30 Tabletten bei 4 Pat? Ist nichts gegen zu sagen.

Du hast doch jetzt Zeit zu planen...
 
Ne da wird nix eingegrenzt, also Blut nehme ich selber ab. 1 Kompressionsverband, 3 verschiedene Ulcus an den Beinen (verschiedene Größen). Also 30 Tabletten plus die von der Pat. die ich nicht kenne. Wie gesagt von der gibts nochmal nicht mal ne Kurve naja mitlerweile hoffentlich schon. Und halt 2 Visiten weil es 2 Fachbereiche sind. Beide Visiten beginnen um 7 uhr und Vebände werden da gleich aufgemacht (Chefarztvisite). Wird wohl keine Zuckerschlecken. Ich spiel halt schon mit dem Gedanken die eine Körperpfelge zu delegieren und die Verbände so nach Zeit. Nimmt einen schon ziemlich mit. Mich regt auch diese Ungerechtigkeit auf. :(
 
Mich regt auch diese Ungerechtigkeit auf. :(
Das kenne ich. Sowohl als Schüler, als auch jetzt immernoch.

Überall gibt es Idioten dazwischen die meinen sie müssten ihren Schülern das Examen im Voraus verraten.
Ich hab schon in Einzelfällen richtig RambaZamba deswegen veranstaltet, aber es ändert nichts daran, dass es immer mal wieder irgendwer macht. Kommt auch nicht immer raus.

Das Examen ist sonst normal.
 
Jeder erfährt doch erst am Tag vorher welche Patienten man hat?! Bei uns kommt die Lehrerin von der man geprüft wird ein Tag davor und sucht gemeinsam mit der prüfenden Praxisanleiterin welche Patienten geeignet sind. Ist das bei euch anders geregelt?
 
So wie bei Nani91 ist das korrekte Vorgehen.

Werden die Patienten schon früher zugeteilt ist das mehr als grenzwertig und macht die Prüfung anfechtbar. Sofern die Patienten wirklich schon von den Prüfern vorher festgelegt wurden.
Handelt es sich jediglich um ein "pokern" bei mir auf Station sind X Patienten davon kommen Patient A, B und C in Frage - dann hat das nix mit Zuteilung zu tun.

Bei Chaos, wurde doch sicherlich die/der Hauptpatient festgelegt für den die Pflegeplanung geschrieben wurde. Es geht ja darum eine Patientengruppe zu versorgen und seine Arbeit sich einzuteilen - dazu auch ein Arbeitsablaufplan. Bestimmte Tätigkeiten können deligiert werden.

lg
Narde
 
Bei uns wird das rigorös eingehalten, dass man die Patienten erst am Tag der Prüfung erfährt. Also am ersten Tag der Prüfung. An dem selben Tag kann man schon ein Teil des Verlangtes erledigen (z. B. Patienten vom OP abholen und postoperative Überwachung/Kontrolle, Verband wechsel, Mobilistion, etc...). Das entfällt dann natürlich am nächsten Tag. Sollte am nächsten Tag z.B. wieder ein VW fällig sein, muss man delegieren, weil man zeitlich nicht hinkommt.
Dann geht man in die Schule und erledigt das Schriftliche --> Anamnesen erstellen, Pflegeplanung, Pflegeablaufplan,....
Am 2. Prüfungstag versorgt man die Patienten weiter, dann Abschlussgespräch mit dem Lehrer und dem Praxisanleiter, die in dem Gespräch u.a. das Wissen prüfen (nichts wildes, beispielsweise: warum hast du diese und nicht andere Wundauflage benutzt? warum muss der Patient nach der OP unbedingt zur MRT? Symptome von einem konkreten Krankheitsbild...) Natürlich alles fachbezogen, nicht wild durch die Hecke...

Ich habe am Tag davor alle Patienten auf Station durch den Kopf gehen lassen und mir mögliche Kandidaten ausgedacht... Meine Kollegen wissen das aber auch nicht 100%. Der Lehrer bespricht zwar die Lage ein bis zwei Tage vor der Prüfung mit dem Praxisanleiter und der Stationsleitung, aber die endgültige Entscheidung fällt immer kurzfristig. Aber die Kollegen halten sowieso dicht :)

Ich fände das auch ungerecht, wenn andere Mitschüler ihre Patienten viel früher erfahren würden....
Andererseits, wir müssen doch oft auf Station sehr flexibel sein und etwas improvisieren können, oder?

Du schaffst das bestimmt, ich drücke dir die Daumen; toi, toi, toi :daumen:
 
Hey, ich wollte natürlich nicht solch eine riesen Diskusion draus machen. Ging mir halt mehr darum einen Pat. zu nehmen der noch nicht mal richtig aufgenommen ist und man den Pat. erst am Prüfungstag kennenlernt. Ich hab schon von vielen Fällen wo die Schüler ihre Pat. kannten und das mehr als 2 Tage vor der Prüfung.

Ich denke jedenfalls das ich es heute geschafft habe :) so kleine Fehler konnte ich wegen der Aufregung nicht vermeiden (Händedesinfektion nicht immer 30 sek. einghalten, Physiotherapie vergessen im PC einzutragen, falsche Zeit auf Bewegungsplan, usw.) Ich denke im großen und ganzen kein Grund druch zu fallen. Man muss halt auch die Umstände sehen. Musste recht viel delegieren, war auch die ganze Zeit am rennen. Fazit die Pat. waren zufrieden und haben mich gelobt, was mit Sicherheit nen guten Eindruck macht. Med. wurde auch richtig gestellt und verabreicht und Verbandswechsel verliefen auch Problemlos.
 
Na guck, alles halb so wild ;)

Ich hatte übrigens auch einen Pat der gerade erst angekommen war und keine Kurve hatte.

Und wir haben auch am Tag 1 erst erfahren auf welcher Station(!) wir Prüfung haben - da kannte man niemanden...
 
Meine praktische Prüfung war am Mittwoch und war für mich wirklich die Hölle... Ich hatte schon vor der Ausbildung Angst vor genau dieser Prüfung. Keine Ahnung warum.
Bei uns ist das so, dass man am Vortag der eigentlichen Prüfung (also an Tag 1) um 12 Uhr mittags die Patienten gesagt kriegt. Man kann vorher natürlich schon Vermutungen anstellen, die Entscheidung darüber fällt aber um 12 Uhr. Dann hatte ich 1 Stunde Zeit um mich vorzubereiten, inkl. alle Patientendaten ausdrucken (haben zum Glück digitale Kurve, sonst hätte ich alles kopieren müssen), Ablaufplan schreiben, kurze Patientenvorstellung schreiben und uns halt über die Patienten zu informieren.
Bei mir war es dann so, dass einer meiner 4 Patienten am Nachmittag gestorben ist. Eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn habe ich dann (also am 2. Tag) eine neue Patientin für die Prüfung bekommen, die ich vorher auch noch nie gesehen hatte (war am Vortag nachmittags gekommen), über die ich dann auch noch eine Vorstellung schreiben musste und mich soweit informieren musste, dass ich sie an diesem Tag versorgen und eine Pflegevisite durchführen konnte. Man, hatte ich Herzrasen. Sie hatte u.a. 13 Vorerkrankungen und ist eigentlich min. 1 mal im Monat im Krankenhaus wegen ihrer ganzen chronischen Sachen.
Ich hab echt Blut geschwitzt... Aber alles gut gemeistert ;) Bin soooo unendlich glücklich, dass ich diese Prüfung hinter mir habe. Kann das auch noch gar nicht richtig glauben.
 
Glückwunsch zu deiner hoffentlich bestandenen Prüfung. Ich war natürlich auch voll hektisch habe aber denk ich auch alles richtig gemacht. Hab nur nochmal ne Frage die mich beschäftigt. Ich hatte 2 A3 (1 Mann u. 1 Frau Pat. + 2 A1 und musste einen Tag vorher über einen von beiden A3 eine Pflegeplanung schreiben. Soweit so gut, nun lag dieser Mann aber einzeln und am anderen Ende des Flurs. Ich hatte im Zimmer mit den 3 Damen aber genug zu tun und nicht wirklich Zeit nach meinem einzelnen Pat. zu sehen. Da bei der A3 Dame der Aufwand doch größer war. Dies reflektierte ich auch im Gespräch und meinte, wenn ich heute ne Pflegeplanung schreiben müsste, würde ich über die A3 Dame schreiben. Nun meine Frage: Ist es schlimm das ich keine Zeit für meinen Pflegeplanungspat. hatte?? Er setzte sich auch selbständig an die Bettkante und war den Tag viel besser drauf. Er wurde ja auch gut versorgt aber vieles halt nur durch abdeligieren, da ich es sonst nicht geschafft hätte. Ich arbeitete auch recht zügig und war nur am rennen.
 

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