Ambulanter Hospizdienst... Problematik?

katja8103

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07.11.2007
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Hallo,
bin mir nicht sicher ob dieses das richtige Forum ist , aber ich hoffe das ihr mir helfen könnt. Ich habe vor kurzen ein Praktikum bei einen ambulanten Hospizdienst (reine Sterbe - und Trauerbegleitung ; ehrenamtlich ) gemacht , aufgrund einer Weiterbildung muss ich zu diesem Thema eine Arbeit schreiben.
Der Aufbau der Arbeit beinhaltet u.a., eine von mir ausgesuchte Problematik eines solchen Dienstes , allerdings bin ich zur Zeit so gestresst das ich keine Ruhe finde mir Gedanken zu machen bzw.mir das Praktikum sehr gefallen hat und auf den ersten Blick für mich keine Probleme vorhanden sind .
Was denkt ihr , was sind die Probleme in einer solchen Instiutiton ?
Ich danke euch jetzt schon für eure Hilfe
Liebe GRüße
 
Huhu,
ich habe zwar noch nie in einem ambulanten Dienst gearbeitet aber möchte später gerne mal in Richtung Hospiz gehen...ich kann mir jetzt nur mal als laie vorstellen das der ambulante Hospizdienst zwar eine Unterstützung für den Angehörigen ist aber er trotzdem mit der Pflege des Kranken trotzdem die meiste Zeit alleine ist...ihr kommt ja nur stundenweise ne?Also man kann es eben nicht mir einer 24h Pflege vergleichen...der Angehörige ist mehr auf sich allein gestellt, auch was das psychische betrifft...

ich weiss nicht ob ich das so rüber gebracht habe wie ichs auch meine ;)

Wenn net dann sorry
 
Hallo,
naja ich finde Kranke und Angehörige sind schon relativ gut versorgt , der Pflegedienst kommt extra und der Hospizdienst in Absprache mit dem Patienten je nach Bedürfnis . Ich war zum Beispiel 2 x die Woche da , für ca. 2 -3 Stunden , aber im Notfall auch immer ereichbar .
Außerdem gibt es für Angehörige zusätzlich eine Trauergruppe / Begleitgruppe.Natürlich kann man nicht alles auffangen , aber für viele ist es schon sehr hilfreich , wenn einfach jemand da ist oder Angehörige in Ruhe einkaufen können.
Liebe Grüße
 
Ich sehe schon Probleme beim Hospizdienst, und zwar:
  1. Das PP kann sich manchmal schlecht abgrenzen
  2. Man wird vom Patienten teilweise mit Dingen wie Sterbehilfe konfrontiert, die man weder leisten will noch darf!
  3. Zwischen Patient, Angehörigen und PP herrscht keine Sympathie, dieses wird aber nicht geäußert.
  4. Es wird mehr vom Hospizdienst erwartet als er leisten kann
 
Hallöle,


in unserer Region sehe ich eher die Problematik, dass es zu viele zu versorgende Menschen gibt und unsere Hospizbewegung eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein ist....ohne jemandem zu nahe treten zu wollen und seine imens wichtige Arbeit abwertend zu beurteilen.


Gruß
Dennis
 
Hallo,

ein weiteres Problem einer solchen Institution könnte sein, dass sie schlicht und einfach nicht akzeptiert wird von Angehörigen und Betroffenen.

Für viele ist die Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Tod beängstigend. Die ehrenamtlichen Hospiz-Helfer könnten daher damit konfrontiert werden, dass sie sehr misstrauisch aufgenommen werden weil die breite Öffentlichkeit über die tatsächliche Arbeit der Helfer garnicht aufgeklärt ist.

Wir greifen in unserem Altenheim immer häufiger auf die Unterstützung der ambulanten Hospiz zurück, da uns leider oft die Zeit und die nötige Ruhe fehlt, einen sterbenden Bewohner angemessen zu begleiten, die anderen Heimbewohner wollen schließlich auch versorgt sein. Wir haben bisher die Erfahrung gemacht, dass die Angehörigen erstmal abweisend und ängstlich reagieren weil der Einsatz von Hospiz-Mitarbeitern für sie gleichbedeutend mit dem nahen Tod ist. Über die manchmal lange Zeit der Begleitung waren sie dann aber sehr dankbar für den ehrenamtlichen Einsatz.

Gruß Schreiberling
 

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