Rückschlagventile & Erys

Zwanzig

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28.06.2012
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Hallo!

Bei uns auf der ITS werden die Rückschlagventile abgeschafft.
Zugegeben, die braucht man auch nicht so oft....beispielsweise oder möglicherweise bei der Gabe von EKs....vielleicht.
(bei den anderen sind ja mittlerweile schon Rückschlagventile am Infusionsysstem dran...für freilaufende Kurzinfusionen)
Die Begründung (für die Abschaffung):
"Dadurch gehen die Erythrozyten kaputt!!"
????
Wie bitte?
Es ist doch auch mittlerweile so, dass man das Transfusionssystem mit/durch "pumpen" füllen darf?
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Meine Frage ist weniger, ob man Rückschlagventile nun braucht oder nicht, sondern....was machen die mit den Erythrozyten?

Ich würde mich sehr über Eure Meinungen freuen!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was meinst du mit "mit pumpen füllen"?
 
Ach du meinst das Zusammendrücken der Tropfkammer!?
 
haha....ja, natürlich!Mir ist das Wort "Tropfkammer" nicht eingefallen!!:fidee:Ich lach mich kaputt....vielleicht sollt ich doch mal langsam schlafen gehen!
 
Macht ja nichts:wink1:
Zu deiner eigentlichen Frage, spontan würde ich sagen "kein Problem". In den Kapillaren rollen sich die Erys ja auch zusammen und müssen deutlich kleinere Engstellen passieren. Allerdings habe ich für diese Behauptung gerade keine belastbare Quelle an der Hand.
 
Also wir benutzen fast keine Rückschlagventile. WENN ich mal eins benötige, dann nehme ich eins - denn vorhanden sind sie...

Zum Thema Erys - das halte ich für unwahrscheinlich. Die Braun Rückschlagventile haben 1mm Innendurchmesser! Transfusionsbestecke bekanntlich einen Filter von ~200µm. Vielleicht gehen ein paar kaputt, wenn das System dann mal wirklich zurückschlägt, aber das bekommt man ohne Tests nicht raus würd ich behaupten.
 
Das "Kläppchen" in dem Teil muss ja erst mal aufgedrückt werden- liegt vielleicht hier das Problem? Und wenn es auf ist, bleibt es das konstant oder "flattert es im Wind".

Elisabeth
 
@ Maniac: Wir benutzen auch fast keine Rückschlagventile.
Aber die Begründung für die Abschaffung klang für mich an den Haaren herbeigezogen....in Bezug auf die Erys.

Andererseits....gibt es denn überhaupt Transfusionssysteme mit integriertem Rückschlagventil?

@ Elisabeth: ich weiß es auch nicht!

Danke für Eure Meinungen und Einschätzungen!
 
Müssen Blutkonserven denn nicht ohnehin "allein" laufen? Ohne gleichzeitige weitere Infusion am selben Zugang? Wozu sollte das Rückschlagventil dann nützen? Das ist doch dazu da, dass eine Infusion nicht in die andere läuft.
 
@ Claudia: Das stimmt.Ist aber leider nicht immer möglich...bzw. wird es nicht immer so gemacht.
Aber wahrscheinlich gibt es deshalb keine Transfusionssysteme mit integriertem Rückschlagventil....logisch!
 
Dann muss das "Kläppchen" ja noch den Gegendruck überwinden. ... Ich denke aber Claudias Gedanke ist der Richtige. Laut Vorschrift muss eine Konserve eh alleine laufen. Von daher besteht der Bedarf net= unnötige Kosten. Wenn es an dem liegt, musst Kostenvergleich machen: Flexüle vs. Rückschlagventil.

Wer hat es denn entschieden? Der Chef? Die PDL? Die Verwaltung? ...

Elisabeth
 
Ich denke auch,dass Claudias Antwort die richtige ist.

Deshalb sollte sich die Frage "Rückschlagventil + Erys" eigentlich gar nicht stellen, schon wahr....Theorie und Praxis eben.
(somit klingt die Begründung für mich ja noch konstruierter)

Und dass das eine Kostenfrage ist...also so selten wie man die braucht....kann man sich ja kaum vorstellen.
Nun haben wir eben keine Rückschlagventile mehr...gibt schlimmeres.
Ich war nur neugierig was ihr zu der Begründung sagt, vielleicht sehe ich das ja auch völlig falsch.
(Ich glaube es ist kein Problem für den Erythrozyt unbeschädigt durchs Rückschlagvebtil zu kommen wenn es denn sein muss!! )

-Entschieden wurde dies von der Stationsleitung/Schwester von Station in Absprache mit der PDL.

Ist es denn nicht auch mittlerweile "erlaubt"/möglich die Tropfkammer bei Transfusionen durch pumpen/drücken zu füllen?
Wie wird das bei Euch gehandhabt?
 
Ich denke aber Claudias Gedanke ist der Richtige. Laut Vorschrift muss eine Konserve eh alleine laufen.
Was ist das für eine Vorschrift???

Ich hab noch nie was davon gehört, dass EKS alleine laufen müssen. Es gibt nur Inkompatibilitäten die beachtet werden müssen...
 
Über denselben Zugang dürfen zeitgleich keine anderen Medikamente/Infusionslösungen verabreicht werden, da die Gefahr der Gerinselbildung bzw. Hämoöyse besteht.
Die Beimengung von Infusionslösungen/Medikamenten zum Erythrozytenkonzentrat ist nicht erlaubt.

http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Musterarbeitsanweisung.doc - S.4 Mitte
Und so steht es auch in unserer Transfusionordnung. Wenn du mal schaust- du kannst zwar Einfügungen in den Text machen- bereits vorhandene Texte aber net verändern.
Ergo: Vorschrift.

Elisabeth
Elisabeth
 
Danke! Das ist interessant.
Ich kenne unsere - und dort steht das ganz sicher NICHT so drin. Habe jetzt eben auch mal gegoogelt und die ersten Ordnungen der KH die ich so finde, sagen dies ebenfalls nicht so aus. Ich googel mal weiter inwieweit das so wie es dort in der doc ist, verbindlich ist...
 
Ich kenn es auch mit einer E-Lösung* zusammen... ist allerdings schon Jahre her und bezog sich auf den chirurgischen Intenisvbereich, wo die Leuts ja net selten schon ne Menge Blut verloren hatten und net nur Konzentrate brauchten sondern auch freie Flüssigkeit.

Elisabeth

* frag mich net welche, dass ist schon zu lange her. Nach meinem Wechsel in einen anderen Bereich. wurde die Konserve immer einzeln angeschlossen.