Erfahrung mit Behinderung - Übungen!?

odin78

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06.02.2006
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moin,
ich habe eine frage: meine schwägerin ist lehrerin für eine realschulklasse.
sie hat zur zeit das thema behinderung. ich sagte ihr, dass man da tolle übungen machen kann, um selbsterfahrung zu bekommen. ich selber habe es vor vielen jahren in der ausbildung auch gemacht.
jetzt habe ich überlegt, was es denn da alles schönes gibt. ich erinnere mich an gegenseitiges zähneputzen, joghurt mit verbundenen augen essen, duch die flure und zimmer mit verbundenen augen leiten lassen, ... hat noch jemand ideen, was man mit einer 7. klasse üben kann ?!? sie hat einen ganzen tag zeit dafür.

danke und gruß

odin
 
Hallo...
Wir waren zum Beispiel mit unserer Klasse in einem Cafe. Haben uns vorher die Augen verbunden. Haben blind essen bestellt, gegessen, getrunken und bezahlt.
War eine ganz tolle Erfahrung.
Oder wir haben uns in einen Rollstuhl gesetzt und sind durch die Stadt gefahren, um zu sehen wie hilfsbereit unsere Mitmenschen sind.
Ich hoffe, dass ich dir ein paar Anreize geben konnte.
Liebe Grüße...
 
Vorsicht mit Selbsterfahrungsübungen um der Übungen willen. Da kann ganz schnell rauskommen: so will ich nicht leben. Das kann kaum das Ziel der Unterrichtseinheit sein.

Deine Schwägerin sollte sich überlegen, was das Ziel der Stunde ist.
z.B. Behinderungen schränken ein im Alltag
Rollstuhlfahrer einladen, selbst Rollstuhl fahren lassen, Erkundungsgang durch die Stadt- wo gibts Probleme
z.B. wieviel Hilfe ist gefragt.
Blinden Mitbürger (ggf. Kontakte zu Sehbehindertenschule aufnehmen) einladen und sich berichten lassen, wie er den Alltag gestaltet, selbst ausprobieren wie es ist blind zu essen, überlegen wie Hilfe aussehen soll.
z.B. Hilsmittel bei Behinderung
Sanitätshaus besuchen lassen
Es gibt diverse Filme zum Thema. Auch da kann man sich mit beschäftigen und ggf. anknüpfen in Richtung Ethikdiskussion.


Elisabeth
 
Vanessa schrieb:
Wir waren zum Beispiel mit unserer Klasse in einem Cafe. Haben uns vorher die Augen verbunden.
[...]
Oder wir haben uns in einen Rollstuhl gesetzt und sind durch die Stadt gefahren
Das haben wir in der Ausbildung schon auch gemacht. Aber man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Schulklasse im 7. Jahr handelt (also 13-14jährige).
Ich weiß nicht, ob das so gut gehen würde, oder ob sie nur "Müll" machen bei Außenexkursionen dieser Art.
Ich wäre da vorsichtig.

Also ich finde Eigenerfahrung wirklich gut, ... nur muss man das Alter miteinbeziehen und wenn ich so zurückdenke an meine Schulzeit 7. Klasse, weiß ich nicht, ob das mit so einigen Leute geklappt hätte.

Übersichtliche Dinge, die man in der Klasse machen kann, die sind ja noch kontrollierbar, aber wenn sie sich der Lehreraufsicht entziehen können, ...!

Es kommt halt auch wirklich darauf an, was das Ziel des Unterrichts sein soll.
 

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