Umschulung durch die Rentenversicherung, aber wie?

Flowerpower

Senior-Mitglied
Registriert
05.06.2008
Beiträge
103
Beruf
Krankenschwester
Hallo, ich möchte mich gerne aus Gesundheitlichen Gründen umschulen lassen, ich bin Krankenschwester, möchte gerne eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen machen. Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt sein um eine Umschulung durch die Rentenversicherung finanziert zu bekommen? Und welche finanzielle Unterstützung würde man dann während der Umschulung bekommen??

Danke im Vorraus!

Flowerpower
 
Hallo
Bin selber gelernte Gesundheitskauffrau und habe das ganze auch über eine Umschulung gemacht. Du bekommst während der Zeit Geld vom Träger sind soweit ich weiß 65% vom Durchschnittslohn der letzten drei Jahre. Wenn man Kinder hat sind es 10% mehr. Umschulen kannst du übers Arbeitsamt oder über den Rentenversicherungsträger. Gründe generell sind das deine Erwerbstätigkeit gemindert ist und die Gefahr besteht das du aufgrund gesundheitlicher oder psychischer Gründe deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.
Musst einen Antrag auf Teilhabe am Berufsleben stellen, kann aber sein das sie dich erstmal auf Reha schicken. Wenn Du nach der Reha arbeitsfähig bist, ist das AA zuständig, wenn Du nicht wieder voll in Deinem Beruf arbeiten kannst, der Rentenversicherungsträger.

Hoffe ich konnte weiterhelfen - wenn du noch Fragen hast gerne. Ach ja ich bin mit der Ausbildung seit 2006 arbeitslos - kaum jemand kennt den Beruf. Wollt ich nur mal anmerken...!
 
Mein Partner hat auch mal umgeschult, muste vom AA zur Untersuchung, als die dann "befunden" haben, das er in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann hat er einen Bildungsgutschein bekommen und auf Bürokaufmann umgeschult. Dauer zwei Jahre, Ergebnis: fürn alten Fritz!

Umschüler wurden erstmal nicht gern genommen trotz Einser - Abschluss, über 200 Bewerbungen in ganz Deutschland, aber ohne Berufserfahrung war nix zu bekommen, heute arbeitet er auf gfB - Basis für eine amerikanische Restaurant-Kette.

Ich würde da grundsätzlich von abraten, wenn du kannst, mach lieber eine normale Ausbildung und sieh zu, wie der Arbeitsmarkt ist, bevor du ne Umschulung/Ausbildung machst. Der Sektor mit Kaufleuten oder IT- Kräften ist im allgemeinen sehr gut gesättigt. Gerade in den Verwaltungen von Krankenhäusern werden zur Zeit immer mehr Stellen gestrichen oder nicht mehr neu besetzt.

Mein Partner hat damals 66% seines Gehalts bekommen, wenn du heute z.B. auf Teilzeit bist sind 66% auch nicht viel weniger, wie ein Azubigehalt.

Wenn du noch mehr Infos zur Umschulung an sich brauchst, kann ich dir aber auch gerne noch weiterhelfen, einfach melden.

lg Cassy
 
Hallo,

dir steht die Rentenversichrung bei einer Umschulung oder Weiterbildung zur Seite, wenn du länger als mindestens 15 Jahre im Arbeitsverhältnis warst. Ansonsten ist '"nur" die Arbeitsagentur dafür zuständig.

Und du musst nicht unbedingt erst eine Reha "absolvieren". Es sei denn, du bist physisch oder psychisch so eingeschrenkt, dass du erst durch einigen ärztlichen Tests diese bescheinigt bekommst.

Aber es geht auch ohne Reha!
 
Erstmal danke an alle.

Habe ich das richtig verstanden ich muss 15 JAHRE!!! gearbeitet haben um einen Antrag auf Teilhabe am Berufsleben stellen zu können bei der Rentenversicherung???

Solange ich die im Arbeitsverhältnis stehe, wird das AA mir nichts genehmigen, geschweige denn sich für mich zuständig fühlen, oder??

lg flowerpower
 
Unter welchen Voraussetzungen kann ich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten?

Sie können Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Hiermit soll die Eingliederung im Arbeitsleben erhalten oder wieder erreicht werden.

Sie müssen bei Antragstellung eine der nachfolgenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen


  • Erfüllung der Wartezeit von 15 Jahren oder
-> ok hier haben wir es habe es gerade selber gefunden auf der inet seite.
Also müßte ich es mir vom AA finanzieren lassen? Wie geht man da vor? Hat jemand Erfahrung damit? Die unterstützen mich doch nciht wenn ich noch im Arbeitsverhältnis bin oder???

lg
 
Dazu brauchst du erstmal einen Grund, warum du nicht mehr arbeiten kannst. Ergo: Sie unterstützen dich nicht, wenn du noch aktiv bist. Solltest du jetzt bereits über einen längeren Zeitraum krank sein, oder in einer Reha und es besteht keine Aussicht auf eine Rückkehr in deinen Beruf, dann kannst du Umschulen (mus ein Amtsarzt bestätigen).

Übrigens macht das dann auch die Reha-abteilung des AA, nicht die Leistungsabteilung, welche dann für Leistungen bei Arbeitslosigkeit zuständig ist. Sind zwei getrennte Bereiche.

Übrigens II: Einen Antrag darfst du immer stellen, solltest aber eine gute Antwort auf die Frage haben, warum du eine Umschulung benötigst, wenn du doch noch arbeitest (kannst).

lg Cassy
 
hallo nochmal,

es kommt darauf an, wann und ob du überhaupt schonmal eine sogenannte 'Umschulung durchgeführt hast, die von der AA gefördert wurde.
Solltest du noch keine Umschulung gemacht haben, dürften dir schon die Türen dafür offen stehen.
Außerdem gibt es einen kleinen Unterschied zwischen einer Umschulung und einer Weiterbildung bzw. Qualifizierung.
In deinem Fall wäre es sogar so etwas, wie eine Qualifizierung, denn es gibt auch bürotechnische Berufe die mit der Medizin verbunden sind.
Z. B. Sekretärin in einem Krankenhaus.
Dazu brauchst du auch keine 2 Jahre.
Es gibt Lehrgänge die nur 3 Monate dauern, oder max. 1 Jahr.
Frag doch einfach mal in der AA....es tut nicht weh...man muss eben nur wissen, ...gibt es sowas überhaupt,...die Angestellten von der AA fragen dich da nicht, welche Richtung hätten' s denn gern? ( kleiner Scherz am Rand )
Aber du musst das direkt ansprechen,...

Viel Glück
 
War heute wieder beim Arzt wurde bis Anfang Januar weiter krank geschrieben, dann sind es schon 9 Wochen. Ich habe Chondro Patia Patella im Knie 2. Grades, einen Bandscheibenschaden in der HWS, sowie Spinalkanalstenose in der HWS. Das Knie und die Spinalkanalstenose wären nur operativ reperabel, aber dafür bin ich lt. Arzt noch zu jung. Die Tätigkeit als Krankenschwester ist für mich in dem Sinne kaum noch auszuführen durch das schwere Heben der Pat. wird mein Knie und die Bandscheiben immer mehr belastet und die Schmerzen werden dadurch verstärkt. ( Mal nur so am Rande ich habe einen normalen BMI) also die Schäden sind nicht durch evtl Übergewicht oder so sondern durch den Job. Ich weiß nicht ob ich damit Chancen auf eine Umschulung durch das AA habe, bin auch so hilf- und ratlos weil ich nicht weiss wo ich anfangen soll.

lg flowerpower
 
Mit den Diagnosen dürfte das doch überhaupt kein Problem für dich sein. Damit kannst du nicht weiterarbeiten.

Ausserdem hat di-l recht, vielleicht reicht ja wirklich mal die Qualifizierung und du brauchst nicht so lang? Ich wünsche dir viel Erfolg:daumen:
 
... das hört sich ja gar nicht gut an,....
Dann bleibt dir wirklich nichts anderes übrig, als in die AA zugehen, und ganz gezielt einen Antrag auf eine Teilhabe am Arbeitsleben zu beantragen.
Davor musst du allerdings die Strapazen mit dem MD durchgehen und eine etwas heftige Untersuchung über dich ergehen lassen. Aber glaube mir- es hilft. Und was auch ganz wichtig ist,...du musst unbedingt dran bleiben.
Es ist zwar total nervig, aber die Behörden wissen auch nicht alles, und haben auch ne Menge am Hals,... also bleib am Ball,...
Ich bin mir da ziemlich sicher, dass dir dann,...auch von der AA,...geholfen wird.

Viel Glück nochmal.

D.L. :flowerpower:
 
Ihr seit alle so lieb danke nochmal für eure tipps
@ di-l:
sorry wenn ich dich vllt nerve, aber du scheinst dich damit auszukennen. Was meinst du mit MD? Und was genau ist an der Untersuchung heftig?
Wie soll ich nun weiter verfahren, soll ich Montag trotz noch bestehendem Arbeitsverhältnis zur AA gehen und um so einen Antrag bitten?

Danke schon im Vorraus
 
MD- fehlt wohl das "K". Nach dem Textinhalt würde ich davon ausgehen, dass du zu einem Gutachter des Medizinischen Dienstes musst. Dessen Aufgabe ist es, möglichst hohe Hürden zu setzen um "unnötige" Ausgaben zu verhindern. Deswegen wohl: heftige Untersuchung.

Elisabeth
 
Gehe zu Deinem Hausarzt und lasse Dir ein Attest austellen das Du in Deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Danach gehe damit zum Arbeitsamt. Die stecken Dich automatisch in die Rehaabteilung und die Umschulungsanträge nehmen Ihren Lauf.
Zu der Meinung zur Kauffrau im gesundheitswesen kann ich mich nur anschliessen. Es werden Massen ausgebildet und der Bedarf ist gleich Null.

Viel Erfolg
Lotta 123
 
Vielleicht wäre es ja eher was für dich als Sozialversicherungskauffrau. Die Krankenkassen suchen da öfters jemanden. Oder vielleicht kannst du da auch zum Begutachten "reinrutschen"

Ich wünsche viel Erfolg
 
Ich habe mich vor ein paar Jahren zur Lehrerin für Pflegeberufe weitergebildet. Finanziert wurde das vom Arbeitsamt, obwohl ich zur Zeit der Beantragung noch eine unbefristete Stellung hatte. Ich bin zum Amt gegangen, habe denen gesagt, ich könne nicht mehr im Beruf arbeiten, habe Atteste (Orthopäde, Hausarzt) mitgebracht und musste dann beim AA zum Arbeitsmedizinischen Dienst. Nachdem die Ärztin dort meine Berufsunfähigkeit festgestellt hat und der psychologische Dienst des AA meine Eignung für den gewählten Beruf bestätigt hatte, bekam ich die Finanzierung durchs Amt. Der Rehaberater hat überprüft, ob ich die Leistungen vom AA bekomme oder von der RV. Für die Finanzierung durch die RV fehlte mir ein Jahr. Das war von daher etwas blöd, weil die WB-Teilnehmer die von der RV finanziert waren bessere Leistungen bekommen haben, z.B. Büchergeld.

Wie wäre es denn mit einer Ausbildung zur Kodierungsfachkraft. Soweit ich weiß sind die zur Zeit gesucht.
 
Hi, Ich weiß ja nicht wie alt du bist. Aber für eine Umschulung hast du meines Erachtens noch nicht genug Diagnosen. Ich bin jetzt 48. Geboren mit einer Skoliose die mir schon immer Probleme gemacht hat. Seit 1998.. 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS. Wurde akut im September 2010 bis März 2011 krank geschrieben mit anschließender Reha.2001 Inpigmentsyndrom rechte Schulter Op. 2009 das selbe mit der linken Schulter. Jetz Knie Op. Meniskus hin, Patella Schädigung 4 Grades. Ein Haufen entzündetes Knorpelgewebe wurde entfernt. Mit Sport bekommt man das alles wieder hin. Ich halte mich durchaus noch für Arbeitsfähig. Habe 2010 eine Reha gemacht in der mir man nochmal richtiges Arbeiten und gute Übungen gezeigt hat. Mache Funktionswassergymnastik und werde danach ins Sportstudio gehen. Der richtige BMI nützt nichts wenn man keinen Sport als Ausgleich treibt. Für eine bezahlte Umschulung musst du erst einmal ewig krank sein und ob du dann berufsunfähig geschrieben wirst ist eine ganz andere Sache. Die Wahrscheinlichkeit dann auch wieder einen Job zu bekommen noch eine ganz andere. Je älter desto schwerer und was man hat das hat man. Ich halte lieber so lange durch wie möglich ind er Pflege, auch wenn ich für meine Arbeitgeber unbequem bin ,weil ich nun ab und an länger krank war. Dafür gibt es ja Anwälte. Ich würde mir das echt überlegen.
 
Hallo, ich habe gerade den Thread durchgelesen und mir ist aufgefallen das ihr schreibt das man 15 Jahre gearbeitet haben muss um eine Umschulung von der Rentenversicherung zubekommen, oder habe ich da was falsch verstanden.
Bei mir ist es so das ich seit Juli 2011 krank geschrieben bin und ich im Dez 2011 für 6 Wochen in einer Reha war dort wurde dann ein Antrag auf Leistungen zur Teihalbe am Arbeitsleben gestellt (LTA) Nachdem ich dann einige Wochen warten musste weil dir RV auf den Entlassbrief der Reha wartete musste ich danach noch eine Dinge ausfüllen. Einige Zeit später musste ich dann zur RV zu einem Rehaberater mit diesem habe ich einige Sachen besprochen dann war ich in einem BFW und habe dort einige Test durchgeführt. Jetzt fange ich am 31.1.13 mit der Umschulung an.
Ich werde jetzt Anfang Februar 26 also habe ich auf keinenfall 15 Jahre gearbeite.
 
Hallo, dieser Thread ist zwar schon älter, aber ich habe ein ganz ähnliches Anliegen. Ich habe es auch schon in einem eigenen Thread geschildert, aber mir wurde da gesagt, ich wollte mich auch mal in anderen Threads umsehen. Ich würde mich auch gerne Umschulen lassen. Ich habe aber keine körperliche Erkrankung. Mein Problem ist die Schichtarbeit. Ich habe massive Schlafstörungen, die ich wenn überhaupt nur mit Pillen bewältigen kann. Meine Schichten wechseln sehr oft, das heißt einmal habe ich Frühschicht, dann wieder Spätschicht, und das macht mein Organismus nicht mit. Während der Ausbildung war es bei mir noch kein so großes Problem, aber inzwischen leide ich sehr unter der Schlaflosigkeit. Aber reicht das aus um arbeitsunfähig zu sein?
Und außerdem wie "artverwandt" muss der neue Ausbildungsberuf zum alten sein? Ich würde sehr gerne etwas im pädagigischen Bereich machen, so wie Erzieherin.. glaubt ihr ich habe da irgendwelche Chancen?
 

Ähnliche Themen