Wiedereinsteiger: Erfahrungsberichte

Mona

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Gerne würde ich mich mit ebenfalls Wiedereinsteigern austauschen.
Ist jemand von Euch auch lange aus seinem Beruf rausgewesen und dann wieder eingestiegen?

Wie war das für Euch nach so langer Zeit?

Habt Ihr viel vergessen? Oder war sofort alles wieder "da"?

Wie haben Euch die Kollegen aufgenommen?
Wie einen gleichberechtigten Mitarbeiter oder eher abweisend und nichts zutrauend?


Ward Ihr auch so aufgeregt?
 
Ich bin einmal für 7 Jahre aus dem Beruf gegangen (habe etwas anderes gemacht in beiden Fällen) und das letzte Mal für 5 Jahre. Der Wiedereinstieg war schon ein "Kulturschock". Ich hatte in der Tat sehr viel vergessen, aber ich bin dann doch recht schnell wieder reingekommen. Ja, ich war auch aufgeregt. Die Kollegen fanden meine Geschichten aus anderen Bereichen immer spannend und konnten's gar nicht verstehen, warum ich wieder in die Krankenpflege zurückgegangen bin.
 
Danke für Deine Schilderung.
Bist Du dann sofort im vollen Dienst wieder eingestiegen?

Ich werde erstmal nur zu 20 Prozent arbeiten.

Heute habe ich meinen Arbeitsvertrag bekommen.

Und ich habe ganz schön ******, je näher mein erster Arbeitstag nun kommt.

Ich habe auch Angst davor Dinge machen zu müssen die ich vorher nie gemacht habe, die jetzt aber vielleicht so üblich sind und da ich ja examiniert bin auch von mir verlangt werden.

Aber noch mehr habe ich Angst vor Dingen zu stehen die früher einfach echt Routine für mich waren und ich nun da stehen werde und keinen Plan mehr davon haben werde.

Je näher der Arbeitsbeginn rückt desto weniger komme ich mir wie eine Examinierte vor, sondern eher wie eine Krankenpflegeschülerin die gerade erst anfängt zu arbeiten.
 
Hallo!
War 3 Jahre in Erziehungsurlaub und habe dann in meinem alten Haus wieder angefangen. Einarbeitung war ein Vormittag mit Rundgang durch das Haus und vorstellen bei den diversen Funktionseinheiten. Danach wurde ich ins kalte Wasser geschmissen. Eigener Bereich und ein sehr inkompetenter Ansprechpartner in der gleichen Schicht. Der erste Dienst war schrecklich, bis ich bemerkte, daß ich so gut wie nichts vergessen hatte. Die Neuerungen bei der Administration hatte ich ziemlich schnell wieder drauf und über die medizinischen Neuerungen hatte ich mich bereits im Vorfeld durch Internet, Lektüre etc. schlau gemacht.
Das ist wie mit dem Fahrradfahren, die Grundlagen vergißt man nicht, nur die Feinheiten müssen eingeübt werden.
Guten Start.
Alesig
 
Zum Oktober hin werde ich eine Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger OP antreten. Dann werde ich zwei Jahre aus dem Beruf sein. Bis zum 30.09.04 habe ich als Krankenpfleger für 3,5 Jahre im Chirurgischen OP gebarbeitet. Durch meinen jetzigen Job als SaZ (auch da bin ich Wiedereinsteiger) habe ich seitdem keinen OP mehr von innen gesehen. Ich bin ja mal gespannt, wie ich mich nach der "langen" Zeit dann so anstellen werde. Auch wenn zwei Jahre nicht die Welt sind. Während meiner Dienstzeit darf/soll/muss ich pro Jahr 4-6 Wochen Praktika in meinem Fachgebiet absolvieren. Was allerdings sind die paar Wochen in einem so komplexen Bereich? Wenn ich dann 2014 aus dem Dienst ausscheide, wird mich wohl mit Sicherheit aufgrund der mangelnden Berufserfahrung keiner nehmen. Und wenn doch, so stelle ich mir den Wiedereinstieg in ca. 8 Jhr. sehr schwierig vor.
 
Nach 3 Schwangerschaften hatte ich nun schon mehrere Wiedereinstiege und war jedesmal total aufgeregt. Zum Teil war es in anderen Pflegebereichen, mit denen ich vorher nichts zu tun hatte. Aber ich gewöhnte mich immer schnell ein und mußte feststellen,dass sich die Bereiche doch alle ähnlich sind. Nun habe ich wieder einen neuen Anfang vor mir. Wieder etwas anderes. Vorm Fachlichen habe keine große Angst, aber die Angst vor der eigenen Courage wird immer größer, und die Ungewißheit,ob dann zu Hause alles klappen wird läßt mich nun schon überlegen, ob ich die Stelle annehmen soll. Dann ist da noch die Frage, ob ich nicht unterbezahlt werde. Na ja es fallen mir noch viele "wenns und abers" ein. Hab noch ein paar Tage zum überlegen.
 
hallo birdy,
ich kann absolut deine zweifel nachvollziehen. Ich habe 2 Kinder, war 4,5 Jahre im Erziehungsurlaub und dazu hatte ich zuvor noch ein traumatisches Mobbingerlebnis, das mich sehr lange, zu lange und zu intensiv beschäftigt hat. Ich bin sehr sehr froh, dass ich jetzt eine halbe Stelle arbeite. Zum einen habe ich mich gegen meine eigene Angst gestellt,ich habe einiges an Selbstbewusstsein dadurch zurück erlangt, und ich habe erkannt dass ich meinen Beruf doch sehr gerne ausübe, und dass mir das persönlih auch viel gibt.
cu jessi.
 
Das Warten hat sich gelohnt!! Habe ja die zuletzt angebotene Stelle auf 400 € Basis nicht angenommen.
Nun habe ich ab 15. eine 50 % Stelle in einem Altersheim. Die Arbeitszeiten sind super (sofern sie so bleiben),und prima mit der Familie zu vereinbaren. Das Geld stimmt (öffentlichem Dienst angeglichen). Aufgeregt bin ich schon sehr, es gibt ja wieder viel neues zu lernen, und meistens sieht es personalmäßig nicht so rosig aus, so dass nicht viel Zeit bleibt mich einzuarbeiten. Aber alles in allem gehe ich diesmal positiv ans Werk, weil die Rahmenbedingungen einfach stimmen. Das gibt so richtig Aufschwung!
 
Hallo erst mal an alle!Ich bin nach drei Schwangerschaften fast neun Jahre aus dem Beruf draussen gewesen.Habe nun im März den Wiedereinstieg gewagt.Dazu muß ich sagen:öffentlicher Dienst mit "altem"d.h. unbefristeten Vertrag,kann Teilzeit mir aussuchen wie ich sie brauche.Darüber bin ich erst mal froh.Wenn ich sehe wie die jüngeren Kollegen (hier in Bayern zumindest)42 Std ohne Weihnachts u. Urlaubsgeld mit jährlich befristeten Verträgen arbeiten,kommt mir das Grausen.
Ich arbeite nun 40% also ungefähr 8 Dienste im Monat in meinem alten Haus (Unikl.Med.).Wir haben 4 Normalstationen,keine der Stationsleitungen war bereit noch eine Teilzeitkraft auf ihrem Stellenplan zu akzeptieren.die PDL hat sich also überlegt,mich bis zum Sommer auf allen Stationen einzuarbeiten und dann als Springer im ND einzusetzen.Die ersten zwei Monate war ich auf meiner "angestammten"Station eingesetzt,das war sehr positiv.Ich kannte noch einige Leute :lovelove: ,die waren geduldig und haben gerne erklärt.Natürlich war es schwierig und wenn mann Teilzeit ist,wird es sehr lange schwierig bleiben.Ich habe keine Routine ,mit MED kenne ich mich nicht mehr aus,Doku ist enorm viel,Organisation...Diagnostik:was bitte sind TIPPS??Ich glaube am sichersten fühle ich mich in der Grundpflege,das mache ich dann auch sehr gerne.Diesen Monat ist meine anfängliche Hochstimmung wieder abgeflacht,bin jetzt auf einer anderen Stat. mit neuen Krankheitsbildern,vom Personal kenne ich niemanden mehr von früher und die sind auch nicht nett.Die Statleitung ist ein echter Drachen:angry: und die sog.Praxisanleiterin,die ist für die Schüler,mit der bin ich nur zufällig im Bereich,trägt die Nase bis zur Decke,ignoriert mich die meiste Zeit oder schickt mich rum (BZ messen ,INF nachschauen)Doku soll ich auf nem Zettel vorschreiben und ihr dann zur Kontrolle vorlegen.Naja bin auch blöd,wenn ich das mache...Noch drei Dienste diesen Monat und ich habs geschafft und es geht weiter.

Viele Grüße,

Humalog
Viele Grüße
 
Ich bin nun seit einer Woche "wiedereingestiegen". Wieder in der Altenpflege, wie schon vor 2 Jahren. Dieses Mal in einem anderen Heim. Ich muss sagen, ich habe ziemliche Anlaufprobleme. Zu schaffen macht mir am meisten das Arbeitstempo. Ich war ja schon einiges gewöhnt, aber hier finde ich es besonders heftig.
Kann man in 90 Minuten an 6 pflegebedürftigen Menschen eine anständige Grundpflege vornehmen, Medikamente gerichtet und verteilt haben, sowie schon die Zimmer in Ordnung gebracht haben? Also mir gelingt das nicht. Es sei denn ich "staube " die Bewohner nur ab.
Probleme habe ich auch mit den Mitarbeitern. Keiner kommt auf einen zu. Bei Fragen bekommt man nur knappe Antworten, hat ansonsten das Gefühl zu stören. Es herrscht ein ziemlich rauher Umgangston, vor allem von der WBL wurde ich schon mehrmals schnippisch abgefertigt.
Von den ursprünglich angegebenen Arbeitszeiten ist nicht mehr viel zu merken.
Ich kann nur hoffen, dass es wirklich nur Anlaufprobleme sind, denn auf dauer komme ich dort glaube ich nicht zurecht.
 
Ich war 10 Jahre am Stück aus meinem Beruf (habe Büro und Buchführung bei meinem Mann gemacht,da er selbständig war) bin vor 3 Jahren in den Ambulanten Dienst, wo ich sofort genommen wurde.Es hat sich zwar vieles geändert (PEG, Suprab. Katheter ) gab es früher nicht, aber wenn man lernwillig ist, ist das alles kein Problem. Ich wurde auch gleich voll vom Team akzeptiert und muß sagen, daß ich mich auf jeden Dienst freue.Natürlich gibt es auch mal Probleme, aber da spricht man sich aus, und es gibt nichts wo man nicht besprechen könnte.Mein Arbeitgeber war aber auch ein voller Gückstreffer. Oldtimer
 
Hallo alle zusammen...
Ich bin jetzt 3 Jahre aus dem Beruf(2 Jahre davon als KPH in Altenheim;da ich in Ausland meine Ausbildung gemacht habe,musste erstmal anerkennen lassen)
Aber jetzt ist so weit,darf wieder als KS arbeiten...
nun die Frage,wer will mich haben???:thinker:
werden mich meine zukunftige Kollegen akzeptieren????
natürlich,hängt davon ob man Glück hat,in einem guten Team zukommen,was für ein Mensch man selber ist usw....

Trotzt allem hoffe ich eine Stelle zu finden und akzeptiert zu werden:daumen:
 
Klasse, dass es diese Rubrik gibt :). Ich habe vor 2 Jahren aufgehört, weil mein Rücken gestreikt hat und der ambulante Pflegedienst es nicht geschafft hat, mich von dieser einen (!!!) Patientin fernzuhalten.

Ich habe dann nur noch studiert (ohne Abschluss), wurde schwanger und jetzt muss ich wieder arbeiten, weil wir von ALG 2 leben und mein Mann als Ausländer mit eingeschränkten Deutschkenntnissen keinen vernünftigen Job findet.

Natürlich habe ich Angst, dass mein Rücken das nicht schafft. Ich glaube kaum, dass ich nach der Pause in einer Klinik Arbeit finde, eher in der Altenpflege, die ja aber bekanntlich am meisten auf den Rücken geht :(, aber in meinem Beruf kann ich sicherlich am meisten verdienen.

Ich hoffe ja, dass ich irgendwann nach einer Weiterbildung etwas machen kann, wo ich nicht mehr so viel bis gar nicht in der direkten Pflege arbeite, sondern irgendwo am Rande. Irgendwas Beratendes z.B.

Dazu muss ich ja wohl erstmal wieder zurück und einen Arbeitgeber finden, der mich darin unterstützt (auch finanziell)

Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch in einem Altenheim, aber ich hoffe noch auf eine "Eingebung" :thinker:.


Meinem Rücken zuliebe :wink1:
 
Drück dir mal ganz doll die Daumen, das es klappt und du einen Rückenschonenenden Job bekommst. Ich habe auch das Glück gehabt und seit einem Monat einen ganz tollen Job bei einem ambulanten gefunden. War aber auch Glück, Beziehung und unsere Patientin hat mich mitgenommen. Super Klima nette Vorgesetzte (kannte ich aber vorher schon) . Dort wo ich vorher war musste ich zwar auch nicht leiden, habe dort auch viel gelernt, aber die Vorgesetzten sind nicht auf uns " die Angestellten" eingegangen. Kunde ist König, so hieß es was aber mit uns war, war denen da oben relativ egal. Solange man Ja sagte, war man toll, wenn man aber wagte mal zu sagen, nein, ich kann heute nicht, dann war man schon wieder das letzte. Auch die Bezahlung war unter aller ...... Naja ich hoffe das ich nun erstmal dort bei dem neuen AG bleiben kann und freue mich einfach über jeden Tag der gut läuft.
 
Moin,Moin und hallo an alle Forenmitglieder
ich habe mich grade neu angemeldet und möcht hier meinen ersten Bericht schreiben und freu mich über jede Antworten zum Thema Neueinsteiger :-?
Ich bin 38 Jahre ,examinierte Kinderkrankenschwester, habe 1989 ausgelernt und dann bis 1993 auf Kinderstationen gearbeitet.
Nun lief es bei mir genauso wie bei fast allen von euch . Das erste Kind kam , mein Mann war Fernfahrer und ich konnte nach den 3 Jahren nicht mehr arbeiten. Dann kam das 2 Kind und so vergingen die Jahre , mittlerweile schon 15 , wo ich nicht mehr in meinem gelernten Beruf arbeiten konnte(und auch nix in Teilzeit gefunden hab).
Heute las ich voller Freude beim Arbeitsamt ,das in der Nähe eine Vollzeitstelle als KKS auf Wöchnerin Station angeboten wird und war gleich Feuer und Flamme.Werde morgen Bewerbungsunterlagen lossenden und auf ein bisschen Glück hoffen.
Aber so ein bisschen Unruhegefühl wegen der langen Pause habe ich auch , so wie es hier schon viel beschrieben wurde.Da kommen dann so Gedanken wie du bist schon zu alt , wird man anerkannt oder vieleicht gemobbt ? wie läufts daheim mit den Kindern alleine usw , da mein Mann auch Schichten fährt.
Mit welcher Entgeltgruppe kann ich rechnen , werden Kindererziehungszeiten dabei auch angerechnet ?
Wir haben uns nämlich für den Fall das ich eine Antwort bekomme schon überlegt , ob ich dann voll arbeiteund mein Mann runterstuft , aber das hängt ja dann auch von der Höhe des Gehaltes ab.
Naja das war ein langer Text für´s erste mal und ichfreu mich über jede Antwort.
Danke im voraus

Gruß Silke
 
Es ist kein Problem nach Jahren wieder einzusteigen.
Natürlich haben sich einige Dinge geändert aber man hat doch nicht alles verlernt.
Unabhängig davon(Angst und Unwohlsein)gibt es doch auch Kollegen die einem bei der Einarbeitung behilflich sind und mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ich habe selber gemerkt als ich aus dem OP-Bereich ausgestiegen bin und nach ein paar Jahren wieder die Arbeit aufgenommen habe, das es so ähnlich ist wie Fahrrad fahren.
Erst ein bißchen wackelig und dann geht die Post aber ab.
Ich wünsche Euch viel Glück und das wird schon.
 
Danke für den Mutzuspruch.:klatschspring:

werde mich aber erstmal nicht verrückt machen , es stehen mit Sicherheit noch andere KKS vor der Tür , die sich über die Stelle genauso freuen würden. Erstmal bewerben und hinterher weiterüberlegen.

Gruß Silke
 
Also ich habe jetzt die ersten 8 Dienste hinter mir und das war wirklich nicht so leicht, da es Frühdienste waren, die ich sowieso nicht gerne mache, weil ich kein Frühaufsteher bin. Am WE musste ich sogar um 3:15h aufstehen, um den Nachtbus um 4h zu kriegen, da der erste reguläre Bus zu spät gefahren wäre. Dazu war ich durch meine Erkältung noch angeschlagen und ich habe jeden Morgen gedacht, dass ich das nicht mehr packe und mich krankmelden müßte.

Jetzt bin ich natürlich stolz auf mich, weil ich das durchgehalten habe :)

Für den Rest des Monats habe ich dann nur noch Spätdienste, was mir sehr gelegen kommt.

Eigentlich lief die Arbeit ganz gut, trotz der Pause, nur bei der Stomapflege war ich etwas verwirrt, weil ich sowas das letzte Mal in der Ausbildung gemacht hatte (Examen 99).

Ich merke nur, dass ich einiges Wissen wieder auffrischen müßte....Insgesamt verlief der Wiedereinstieg positiv!
 
Na super herzlichen Glückwunsch und Du wirst sehen es wird besser und es macht auch Spaß neue Sachen zu lernen.
Toll
 
hallo
ich war auch 20 Jahre Berufsaussteiger und habe nach der Geburt meines Sohnes etwas ganz anderes gemacht. Im Februar letzten Jahres habe ich trotz großer Bedenken ob ich es schaffe in einem ambulanten Pflegedienst angefangen. Am Anfang war es unheimlich hart und ich dachte zeitweise ich schaff es nicht da ich nach einer Woche Einarbeitungszeit schon alleine los musste und ich mich manchmal sehr überfordert fühlte. Meine Kolleginen waren aber alle sehr nett und ich konnte immer nachfragen wenn ich mir nicht sicher war. Ich habe natürlich sehr viele Fortbildungskurse besucht, neue Fachbücher gekauft und mich ständig im Internet kundig gemacht. Inzwischen bin ich wieder voll integriert und freue mich sehr diesen Schritt gewagt zu haben. Also nur Mut
 

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