Von ambulanter Pflege wieder ins Krankenhaus

canbe

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31.01.2010
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35
Beruf
Krankenschwester
Hallo zusammen!

Eröffne jetzt einfach mal neues Thema, denn finde nicht so richtig was zu meiner Fragestellung.
Ich arbeite als stellv. PDL im ambulanten Pfelegedienst...
Nach meiner Ausbildung vor 6 Jahren wollte ich mal alle Bereiche kennen lernen, darum bin ich ne Zeit ins Heim gegangen und danach in die amb. Pflege, nur Tagespflege war ich noch nicht das sehr schwer ran zu kommen ist, nun überlege ich hin und her wieder ins Kh zu gehen. Habe jedoch Angst vor der großen Umstellung und ob ich das packe, weil ich ja auch lange mehr mit Altenpflege zu tun hatte.
Wie denkt ihr darüber ist es hin zu bekommen?
Oder gibt es vielleicht welche unter Euch die zurück gegangen sind?

MfG
 
Hallöchen!!
Also ich würde dir raten den Schritt zu wagen. Ich war acht Jahre im Akut-KH, und habe letztes Jahr während meiner Elternzeit in der häuslichen Pflege gearbeitet. Hatte teilweise echt das Gefühl, dass ich regelrecht verblöde und alles vergesse, was man mal gelernt hat. Ich denke, dass es, um so länger man wartet, immer schwieriger wird. Ich bin jetzt seit 1 Woche in einer geriatrischen Reha-Einrichtung tätig und es gefällt mir prima. Auch wenn vieles noch sehr neu ist.

"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt"!
 
Meine Freundin ist gelernte Altenpflegerin und war vor einigen Jahren so mutig, sich in einem Krankenhaus zu bewerben. Sie selbst war sehr skeptisch, ob sie mit ihrer Ausbildung für die Arbeit dort geeignet ist- zumal sie Jahrelang in der ambulanten Pflege gearbeitet hatte, aber die PDL in dem Krankenhaus suchte damals Hände ringend Personal und zeigte sich sehr zuversichtlich, dass meine Freundin sich mit einer entsprechenden Einweisung schnell zurecht finden wird. Inzwischen arbeitet sie seit vielen Jahren auf einer onkologischen Station. Sie nimmt regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil und arbeitet genauso qualifiziert und kompetent wie ihre Kollegen.
Mit Sicherheit ist die Umstellung schwierig, zumal in der ambulanten Pflege Neuerungen meist erst sehr spät ankommen und umgesetzt werden. Aber wer lernfähig und -willig ist, dürfte sich mit den Arbeitsumständen dort schnell arrangieren. Nur Mut!:flowerpower:
 
Hi, erst gestern habe ich mich darüber mit meiner Freundin unterhalten, daß ich auch gerne etwas über dieses Thema schreiben würde.
Nach über 2,5 Jahre ambulante Pflege habe ich den Schritt gewagt und bin zurück ins Akut- KH gegangen. Es ist wahnsinn wieviel man innerhalb dieser kurzen Zeit im anatomischen und internistischen Gebiet vergisst. Andere Sachen allerdings kommen einem Zugute ( wie z. B. Umgang mit psychischatrisch erkrankten oder Wundversorgung). Alles andere kann man wieder lernen. Es war ja mal da.
Allerdings hat sich mein Bild zu sehr vermenschlicht ( hört sich brutal an, aber es ist so). Hiermit meine ich, daß in der ambulanten das menschliche Wohlbefinden noch mehr im Mittelpunkt steht. Dieses Denken bringt einem nichts in einer Reanimationssituation (wie ich letztens feststellen konnte). Aber auch dies ist eine Routinesache.
Als Fazit würde ich jedem, der zurück ins Krankenhaus gehen will nahelegen:Machen!!! :daumen:
Die Motivation und auch die fachliche Kompetenz steigern sich wieder enorm.
Bei Fragen bin ich seit heute hier Mitglied oder sowas. Beste Grüße
 
Ich habs probiert bin aber mit "fliegenden " Fahnen wieder zurück in die amb.Pflege. Im Krhs.haben wir zu 2 über 40 Pat.versorgt im Spätdienst. Inko.material wurde nur 2x am Tag gewechselt (zu mehr war keine Zeit ),es waren letztendlich so viele Dinge-wäre das in der amb.Pflege passiert der MDK hätte uns den Laden dichtgemacht.Sicherlich kann am nicht pauschalisieren-die umstellung war nicht so schlimm wie ich gedacht habe(einige Dinge ändern sich nie )-aber ich hatte letztendlich noch weniger zeit für die Leute als in der amb.Pflege.
 

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